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Michael Gufler war Bozens bester Werfer (Fotos: Reinhold Eheim) Jonas Obrist Entschärfte in der zweiten Halbzeit viele Bälle: Goran Carapina

Handball: Dem SSV Bozen fehlt wieder ein Tor

Vier Tage nach dem Einzug ins Halbfinale der italienischen Handballmeisterschaft musste sich der HC Loacker Bozen im Hinspiel gegen Conversano mit 24:25 geschlagen geben.

Vier Mal standen sich Bozen und Conversano heuer gegenüber. Vier Mal setzte sich der Meister durch. Vier Mal erzielte der Klub aus Apulien einen Treffer mehr als die Weiß-Roten. So auch am Samstag in einer fast ausverkauften Gasteiner-Halle vor 500 Zuschauern.

Bozen erwischte einen guten Start, nach sechs Minuten stand es 3:3. Dann schwanden bei den Talferstädtern ein wenig die Kräfte, das anstrengende Viertelfinalrückspiel gegen Noci vom Dienstag und die lange Rückfahrt von Apulien nach Bozen steckte den Weiß-Roten noch in den Knochen. So zogen die Gäste bis zur Halbzeit auf 15:9 davon.

In der zweiten Halbzeit wirkten die Gastgeber konzentrierter, waren in der Verteidigung agressiver und leisteten sich im Angriff weniger Fehler als üblich. Außerdem war jetzt auch Goran Carapina wieder der gewohnt starke Rückhalt - in der ersten Halbzeit hatte der Kroate so gut wie nichts gehalten und machte nach 17 Minuten für Patrick Oberkofler Platz.

So starteten die Bozner im zweiten Spielabbschnitt eine Aufholjagd, die beinahe mit einem Unentschieden belohnt worden wäre. Nach 60 Minuten musste sich der Klub aus der Talferstadt allerdings dennoch mit 24:25 Toren geschlagen geben.

Bester Werfer bei Bozen war Gufler, der acht Treffer beisteuerte (drei Siebenmeter). Bei Conversano erzielte Demis Radovcic am meisten Tore (sieben).

"Ich muss meiner Mannschaft trotz der Niederlage ein großes Kompliment machen. Das Team hat alles gegeben. Meinen Spielern hat man die Anstrengung des Noci-Spiels noch angemerkt, deshalb war Conversano in der ersten Halbzeit auch besser. Danach haben die Jungs viel agressiver gespielt", sagte Bozens Trainer Nikola Milos.

"Wir haben einfach nur zwei Spieler, die eins gegen eins gehen können. Wir sind im Angriff viel zu statisch, bewegen uns zu wenig und sind zu langsam, deshalb erzielen wir wenig Tore", meinte Hannes Innerebner.

Für das Rückspiel am 3. Mai, das auf Rai Sport direkt übertragen wird, hat sich Bozen eine gute Ausgangssituation geschaffen. Sollten die Weiß-Roten dann zum ersten Mal gegen den Meister gewinnen - die vier Niederlagen in den vorhergehenden vier Partien wären mit Sicherheit sofort vergessen. Doch in Apulien wird in zehn Tagen ein anderer Wind wehen. Und das wissen Pircher & Co. genau.


SSV Loacker Bozen - Conversano 24:25 (9:15)

SSV Bozen: Carapina, Dollinger 1, Gufler 8, Innerebner 2, Oberkofler, Obrist, Pircher, 3, Querin 2, Sporcic 6, Waldner 2, Widmann, Pitscheider, Pobitzer, Steiner
Trainer: Milos

Conversano: Tsilimparis, D'Alessandro 1, Di Leo 2, Sperti, Maione 6, Maretic, Di Maggio, Gaeta 4, Di Ceglie, Radovcic 7, Tarafino 2, Jurina, Marroccchi 3
Trainer: Trillini


Autor: sportnews