
Leo Prantner, überragender Akteur der Azzurri. © APA/afp / BO AMSTRUP
Leo Prantner in Topform: Italien schielt auf die EM
Italiens Handballnationalmannschaft bleibt weiterhin auf Kurs Richtung Europameisterschaft 2028. Nach dem knappen Auftaktsieg gegen die Slowakei wartete mit Belgien der nächste wichtige Gegner. Die Azzurri wollten nachlegen – und taten das auch.
07. November 2026
Von: simon pfeifhofer
Italien war mit einem knappen Sieg gegen die Slowakei in die EM-Qualifikation gestartet. Am Samstag legten die Azzurri nach: Im Auswärtsmatch bei Belgien gab es für Italien einen 24:20-Triumph, wodurch die Truppe von Bob Hanning weiterhin beim Punktemaximum hält. Der Meraner Leo Prantner war der beste Spieler auf dem Platz. Das war ein weiterer, wichtiger Schritt in Richtung Europameisterschaft 2028.
Gegen Belgien ging Italien als Favorit ins Spiel. Die Belgier haben bislang noch nie an einer Europameisterschaft teilgenommen. Zudem hatten die Italiener gute Erinnerungen: In der WM-Qualifikation 2025 gewann man beide Duelle gegen Belgien. Die letzte Niederlage liegt sage und schreibe 24 Jahre zurück.
Italien-Trainer Bob Hanning (links) mit Leo Prantner.
Im Auswärtsspiel in der belgischen Stadt Hasselt wurde Italien seiner Favoritenrolle gerecht. Nach einem Stotterstart kamen die Azzurri auf Touren und gingen mit einer 13:11-Führung in die Pause. Nach dem Seitenwechsel bauten Leo Prantner & Co. den Vorsprung mit fünf Blitztreffern auf 18:11 aus. Damit war die Messe gelesen.
Besonders erfreulich aus Südtiroler Sicht waren die starken Leistungen der Südtiroler Spieler. Leo Prantner aus Meran war mit sechs Treffern der erfolgreichste Torschütze der gesamten Partie. Auch der erst 19-jährige Simon Sirot aus Brixen konnte sich in die Torschützenliste eintragen und steuerte zwei Treffer zum Auswärtssieg bei. Roberto Conte rührte in der Abwehr Beton an.
Das nächste Qualispiel steht für Italien erst im März 2027 an. Dann kommt es binnen weniger Tage zu zwei Duellen mit der Handball-Großmacht Deutschland.
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