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Handball-Ass Miguel Neves. © ANSA / Sebastian Elias Uth

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Handball-Ass Miguel Neves. © ANSA / Sebastian Elias Uth

Spionage-Aktion sorgt bei Handball-EM für Wirbel

Der portugiesische Nationalspieler Miguel Neves hat mit einer kuriosen Aktion bei der Handball-EM für Wirbel und Kritik gesorgt.

Beim 35:35 im vorletzten Hauptrundenspiel gegen Norwegen schnappte sich der 25-Jährige während einer Auszeit kurz vor Schluss ein Tablet, um die Ansprache des norwegischen Trainers mitzuhören.


Die kleine Spionage hatte Erfolg, denn ein Gegentor kassierte Portugal in den Schlusssekunden nicht. „Ich habe drei Jahre lang in Norwegen gespielt und habe eine norwegische Freundin, daher spreche und verstehe ich Norwegisch. Ich habe versucht, mir einen kleinen Vorteil zu verschaffen und herauszufinden, was sie tun würden. Dann konnte ich die Abwehr vorbereiten“, sagte Neves beim dänischen Fernsehsender TV2Sport und verteidigte sein Vorgehen: „Ich finde das völlig fair. Meiner Meinung nach ist daran nichts auszusetzen.“

Handball-Verband reagiert: „Völliges Unverständnis“

Die Europäische Handballföderation sieht das anders. Auf Anfrage der norwegischen Zeitung Dagbladet teilte die EHF mit: „Seitens der EHF herrscht ein völliges Unverständnis dafür, dass solche Hilfsmittel, die Spieler und Trainer aus taktischen Gründen unterstützen sollen, auf diese Weise eingesetzt werden sollten. Wir halten dies weder für fair noch für im Interesse des Spiels.“ Konsequenzen kündigte der Verband bislang nicht an.

Und auch die Konkurrenz reagierte wenig begeistert auf die Aktion des Portugiesen. „Ich finde das nicht in Ordnung. Das steht dem Sport nicht gut zu Gesicht, wenn jemand herumsteht und mit verschiedenen Geräten mithört, was die anderen tun“, sagte Dänemarks Starspieler Simon Pytlick, als er nach dem Sieg gegen Deutschland auf die Szene angesprochen wurde.

Schlagwörter: Handball-EM

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