i Handball

Stefano Podini hält beim SSV Bozen die Zügel in der Hand.

Stefano Podini: „In Bozen wird sich im Sommer vieles ändern“

Der Sportdirektor des SSV Loacker Bozen wirft im Gespräch mit SportNews einen Blick auf die bevorstehenden Playoffs: „Wir sind der große Favorit, doch wehe wir ruhen uns auf den Lorbeeren aus.“ Gleichzeitig bastelt Podini bereits an der Zukunft des amtierenden Meisters und des italienischen Handballsports im Allgemeinen.

Am Donnerstagabend geht die Mission Titelverteidigung für den SSV Bozen in die entschiedende Phase. Im ersten Spiel der Viertelfinalserie haben die Weiß-Roten Sassari zu Gast. Bei einem erwartungsgemäßen Sieg der Fusina-Truppe, würde im Halbfinale Junior Fasano warten. Nach 18 Siegen in ebenso vielen Spielen der regulären Saison ist Bozen der große Gejagte in der finalen Meisterschaftsphase. „Das ist Tatsache“, so Sportdirektor Stefano Podini, der allerdings auch warnende Töne einschlägt: „Um unser Ziel vom Meistertitel auch zu erreichen, dürfen wir uns keinen einzigen Fehltritt leisten. Wir sind in mehreren Spielen nicht an unsere Leistungsgrenze gegangen, dies blieb bislang unbestraft. Doch das kann sich schnell ändern. In den Playoffs beginnt die Saison praktisch von Neuem.“


Das Ende einer Ära

Wie auch immer die aktuelle Saison ausgehen wird, beim SSV Bozen steht ein großer Umbruch bevor. „Wir haben damals einen dreijährigen Plan ausgearbeitet, dessen Ziele zuletzt allesamt erreicht wurden. Nach dem Ende der laufenden Saison werden wir ein neues Kapitel aufschlagen und unseren Kader umstellen. Einige Spieler haben Angebote aus dem Ausland, andere wiederum möchten in ihre Heimat zurückkehren. Fakt ist allerdings auch, dass sich der SSV Bozen im italienischen Handball einen Namen gemacht hat und zahlreiche Spieler anlockt. Nun liegt es an uns, die richtigen auszuwählen und die Mannschaft strukturell zu verjüngen. Bevor das allerdings eintritt, gilt es diese Saison erfolgreich zu Ende zu spielen.“


Stillstand im italienischen Handball

Stefano Podini ist nicht nur der Macher in der Landeshauptstadt, sondern zeitgleich auch der Präsident der Handball-Lega (LIPAM), die aktuell neun Vereine umfasst. Auch in dieser Hinsicht wartet viel Arbeit auf den umtriebigen Bozner. „Das Niveau des heimischen Handballs ist noch sehr niedrig. Um dies zu ändern, müssen alle Vereine und Funktionäre an einem Strang ziehen. Aus dem Grund wurde auch die Lega ins Leben gerufen. Die Saison an sich ist sehr positiv gelaufen, damit wir aber den entscheidenden Sprung wagen können, müssen sich weitere Vereine anschließen. Nur so können wir die Attraktivität der Liga und die Auslastung der Hallen steigern. In Bozen, da bin ich mir sicher, werden wir zumindest in den Playoffs stets vor vollbesetzten Rängen auflaufen“, so das abschließende Statement von Stefano Podini.



Autor: sportnews

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