
Raphael Rottensteiner, hier im Trikot des SSV Bozen, starb im Alter von 22 Jahren. © SSV Bozen Handball
Tod mit 22 Jahren: Große Trauer um Bozner Handballer
Die heimische Sportwelt trägt Trauer: Der Südtiroler Handball-Torhüter Raphael Rottensteiner ist im Alter von nur 22 Jahren gestorben.
05. Juni 2026
Von: sn
„Mit tiefer Trauer nehmen wir Abschied von Raphi. Seit der U10 war er Teil des SSV Bozen und erfüllte sich Jahr für Jahr mit Fleiß und Einsatz seinen Traum, in die A-Mannschaft aufzusteigen. Auf und neben dem Spielfeld war er ein geschätzter Teamkollege, der seine Leidenschaft für den Handball mit allen teilte“, das schrieb der SSV Bozen auf Social Media.
Der Südtiroler Handball-Verein aus der Serie A Gold führte seinen Post mit folgenden Worten fort: „In diesen schweren Stunden gelten unsere Gedanken und unser tiefes Mitgefühl seiner Familie und allen, die ihm nahestanden. Lieber Raphi, du bleibst für immer Teil der Bozner Handballfamilie. Ruhe in Frieden.“ Der Begräbnisgottesdienst in Gedenken an Raphael Rottensteiner findet am kommenden Freitag in Gries statt.
Ein Nachruf von unserem Handball-Redakteur Stefan Peer
- Die traurige Nachricht kam gestern beim Aufstehen. Raphael Rottensteiner hat am späten Donnerstagabend im Alter von erst 22 Jahren seinen langen und harten Kampf gegen eine schwere Krankheit verloren, den er seit Herbst 2024 geführt hatte. „Raphi“ war immer ein Kämpfer, egal ob im Handballtor oder in den letzten Monaten seines jungen Lebens. Er war noch keine 17, als er im September 2020 erstmals bei einem Meisterschaftsspiel in der Serie A Gold für „seinen“ SSV im Kader stand. Er hat in der U10 begonnen, alle Jugendabteilungen durchlaufen, war ein sicherer Rückhalt in der Serie B und wurde immer besser, ehe er im Sommer 2023 von einem Kreuzbandriss ausgebremst wurde. „Raphi“ ließ sich nicht unterkriegen, kehrte ein Jahr später noch stärker zurück und stand am 5. Oktober 2024 beim Derbysieg in Brixen zum 87. und letzten Mal beim SSV im Tor. Dann begann sein schwerster Kampf, den er nicht gewinnen konnte. Jetzt ist er von seinem Leiden erlöst und wird sich im Himmel ins Tor stellen. „Raphi“, mach's gut dort oben.
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