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Tennis-Superstar Jannik Sinner. © APA/afp / MARTIN KEEP

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Tennis-Superstar Jannik Sinner. © APA/afp / MARTIN KEEP

Am anderen Ende der Welt: Sinner schwärmt von Brignone

Nach seinem Auftaktsieg in Melbourne hat Jannik Sinner seinen Blick ins 16.000 Kilometer entfernte Südtirol geworfen – und von Federica Brignone geschwärmt.

Das phänomenale Comeback von Federica Brignone hat Italiens Sportwelt am Dienstag bewegt. Nach einer brutalen Bein- und Knieverletzung, zugezogen im vergangenen April, kehrte die amtierende Gesamtweltcupsiegerin am Kronplatz überraschend auf die große Bühne zurück. Dabei zeigte Brignone mit einem herausragenden 6. Platz prompt, dass sie an ihrer Klasse nichts eingebüßt hat – und das, obwohl sie nach wie vor von Schmerzen geplagt wird.


Einer, der das alles ganz genau verfolgt, ist Jannik Sinner. Und das, obwohl sich der Sextner gerade am anderen Ende der Welt – oder 16.000 Kilometer entfernt – aufhält und in Melbourne um seinen dritten Australian-Open-Titel kämpft.

Ski-Star Federica Brignone hat ihr Comeback gefeiert. © ANSA / ANDREA SOLERO

Ski-Star Federica Brignone hat ihr Comeback gefeiert. © ANSA / ANDREA SOLERO


Nach seinem Erstrundensieg über Hugo Gaston wurde der Sextner auf der Pressekonferenz nach Brignone gefragt. Die beiden kennen sich persönlich, immerhin war „Fede“ im vergangenen Jahr bei Turnieren in Rom und Turin zu Gast. Die Skifahrerin aus dem Aostatal kam dabei stets ins Schwärmen, wenn es um Sinner ging. Nun ist es umgekehrt.
„Du musst sehr viel Mut haben, nach so einer Verletzung wieder ins Starthaus zu gehen.“ Jannik Sinner

„Das, was sie da leistet, ist etwas Unglaubliches, das sonst kaum jemand schafft“, staunte Sinner über das Brignone-Comeback. „Ich weiß, wie sehr sie im Kraftraum gearbeitet hat, wie sehr sie leiden musste, wie viel sie investiert hat. Du musst sehr viel Mut haben, nach so einer Verletzung wieder ins Starthaus zu gehen und dich auf die Piste zu werfen. Es gibt diese Athleten, die sind echte Phänomene, die haben diesen Tick mehr als andere. Fede ist eine davon, genauso wie Sofia Goggia, die auch schon oft schwer verletzt war.“

Jannik Sinner mit Federica Brignone beim Turnier in Rom im vergangenen Mai.

Jannik Sinner mit Federica Brignone beim Turnier in Rom im vergangenen Mai.


Brignones großes Ziel sind die Olympischen Rennen in Cortina d’Ampezzo. „Unabhängig vom Resultat wünsche ich ihr für Olympia nur das Beste“, so Sinner, der auch über die Unterschiede zwischen dem Tennis- und Skisport in Bezug auf Verletzungen sprach. „Zum Glück hatte ich noch nie so eine schwere Verletzung wie Fede. Ski und Tennis sind auch zwei total verschiedene Sportarten. Wenn du dich beim Skifahren verletzt, bist du die ganze Saison draußen, im Tennis kehrst du nach zwei, drei Monaten wieder zurück. Ganz davon abgesehen, dass das Risiko im Tennis viel geringer ist.“

Während Brignone nun intensiv auf die Olympischen Spiele hinarbeiten wird, kämpft Sinner in Melbourne um seinen dritten Australian-Open-Titel. Am Donnerstag trifft er in der zweiten Runde auf den Lokalmatador James Duckworth (ATP 88).

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