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Rebecca Passler hat einen Einblick in ihre Gefühlswelt gegeben. © Teyssot / Pierre TEYSSOT

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Rebecca Passler hat einen Einblick in ihre Gefühlswelt gegeben. © Teyssot / Pierre TEYSSOT

Passler bricht ihr Schweigen: „War am Boden zerstört“

Hinter Rebecca Passler liegen schwierige Wochen. Nun hat die Biathletin aus Antholz ihr Schweigen gebrochen und einen Einblick in ihre Gefühlswelt gegeben.

Die Olympischen Spiele vor der eigenen Haustür – sie hätten ein früher Höhepunkt in einer noch hoffentlich langen Karriere sein sollen. Für Rebecca Passler zerplatzte dieser Traum jedoch kurz vor dem Ziel. Ein positiver Dopingtest handelte der 24-Jährigen kurz vor dem ersten Wettkampf eine Suspendierung ein, welche ihren Start bei den individuellen Disziplinen verhinderte. Die Sperre wurde zwar schließlich aufgehoben, für eine Teilnahme an der Staffel war es da schon zu spät.


Passler hatte sich dazu nicht geäußert. Zumindest bis zum Samstagabend, als sie in den Sozialen Medien einen Einblick in ihre letzten Wochen gab. „Nach ein paar schweren Wochen bin ich endlich bereit, meine Gefühle mit euch zu teilen“, schrieb sie auf Instagram. „Es war das Schlimmste, was einem Athleten passieren kann. Ich war am Boden zerstört. Alles, wofür ich gearbeitet hatte – jeden einzelnen Tag, Monat und jedes Jahr, in denen ich einem Traum hinterhergejagt bin – fühlte sich an, als wäre es in einem einzigen Moment zerstört worden.“

„Dazu kam, dass ich nicht mit dem Respekt behandelt wurde, den jeder Mensch verdient.“ Rebecca Passler

Besonders der Umgang mit sich selbst, sei Passler sauer aufgestoßen. Wie bereits Biathlon-Sportdirektor Klaus Höllrigl kritisierte, erfuhr die Skijägerin von ihrer Suspendierung aus den Sozialen Medien – ein Unding. „Dazu kam, dass ich nicht mit dem Respekt behandelt wurde, den jeder Mensch verdient. Über mein Dasein als Athletin hinaus bin ich immer noch ein Mensch. Ich habe Gefühle“, schrieb sie weiter.

Passler: „Die Reise geht weiter“

Es habe Momente gegeben, so Passler in ihrem Statement, „die sich unfair anfühlten und unmöglich zu verstehen waren.“ Trotz der unvorstellbaren Umstände bewahrte sie jedoch Fassung, was auch dank der Unterstützung von außen möglich gewesen sei. „Ich muss sagen, dass ich unglaubliche Unterstützung von so vielen Menschen erhalten habe, die in dieser Zeit an meiner Seite standen. Ich möchte jedem Einzelnen von euch von Herzen danke“, unterstrich sie.

Für Passler gehe es nun darum, nach vorne zu schauen. Immerhin liegt vor der Staffel-Weltmeisterin von 2022, die im Dezember und Jänner die besten Weltcup-Platzierungen ihrer Karriere gesammelt hatte, noch so viel. „Die Reise geht weiter“, schloss Passler ab.

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