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Grenzenloser Jubel beim HCG. © matthaeus kostner

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Grenzenloser Jubel beim HCG. © matthaeus kostner

Blanker Wahnsinn: Grödner Sensationsmänner im Finale

Was für eine unglaubliche Geschichte, was für Emotionen: Einem sensationellen HC Gherdëina ist es am Dienstagabend tatsächlich gelungen, den amtierenden Meister Zell am See im Halbfinale der Alps Hockey League (AlpsHL) auszuschalten. Jetzt träumen die Furie vom ganz großen Coup.

Hätte einer vor zwei Monaten auf dieses Ergebnis gewettet, wäre er wohl für verrückt erklärt worden: Der HC Gherdëina, der den Grunddurchgang auf Rang elf beendet hatte, steht im Finale der AlpsHL – und das mit Playoff-Siegen über den Sieger der Regular Season, die Red Bull Juniors, und den amtierenden Meister, den EK Zell am See. Den letzten Sieg holten die Furie am Dienstag vor über 1.800 euphorischen Fans. Die Eisbären schossen sie mit 6:1 aus der Halle.


Die ohnehin elektrisierende Stimmung wurde nach zwei Minuten zusätzlich eingeheizt, da Luke Moncada den Puck bei seinem Alleingang ins Kreuzeck setzte. Nachdem Simon Pitschieler einen weiteren Hochkaräter vergab, übernahmen die Eisbären das Zepter – und schossen Grödens Goalie Claes Endre warm. Der Schwede wuchs gegen Alexander Rupnik und Max Stiegler über sich hinaus, zudem hatte er das nötige Glück, als Nick Huard bei einem Solo nur den Außenpfosten traf. Deutlich kaltschnäuziger zeigten sich die Furie: Zuerst stellte Davide Schiavone im ersten Powerplay des Abends auf 2:0, ehe Hannes Kasslatter und Torschütze Moncada einen 2-auf-1-Konter lehrbuchmäßig zu Ende spielten.

Endre ist eine Wand

Im Gegensatz zum ersten Drittel gelang es den Österreichern im Mittelabschnitt immer öfters, sich in der offensiven Zone festzusetzen. Daraus resultierten exzellente Chancen – wie jene von Kele Steffler, der nach einer einstudierten Variante das leere Tor verfehlte. Darüber hinaus traf dessen Bruder Devin im Powerplay lediglich die Querlatte. Mit überfallartigen Kontern blieb jedoch auch der HCG brandgefährlich. Sowohl der auffällige Moncada als auch Luca Biondi fanden bei Alleingängen jedoch in Schmidt ihren Meister.

Zell am See steckte den Kopf aber noch lange nicht in den Sand: 30 Sekunden waren im Schlussdrittel erst gespielt, als Ethan Szypula im Powerplay Huard in Szene setzte, der Endre mit einem wuchtigen Schuss auf der Fanghand bezwang. In der Folge hatten der im Slot allein gelassene Moncada und der bei einem Konter mitaufgerückte Dmitri Vozovik die Chance, den Drei-Tore-Vorsprung wiederherzustellen. Schmidt wehrte aber jeweils glänzend mit der Schulter ab.

Zell am See ohne Gegenmittel

Danach begann bei den Fans das große Zittern, denn Zell am See schnürte den HCG teils minutenlang in die eigene Zone ein. Einem überragenden Endre war es zu verdanken, dass die Gäste nicht wieder herankamen.

Davide Schiavone erzielte das 2:0.

Davide Schiavone erzielte das 2:0.


Die Entscheidung fiel, als die Österreicher Schmidt vom Eis nahmen und den Hausherren durch Kasslatter und Biondi zwei Empty-net-Treffer gelangen. Zell am See ließ den Frust anschließend mit unschönen Aktionen aus, auf die Provokationen ging die Mannschaft von Marcel Skokan jedoch nicht ein. Stattdessen fixierte Vlastimil Dostalek in doppelter Überzahl den 6:1-Endstand. Danach gab es im Pranives kein Halten mehr – kein Wunder, ist es doch das erste Finale für den HCG seit 2012 zu Serie-A2-Zeiten.

Auf wen der HCG im Finale trifft, ist noch unklar. Denn im zweiten Halbfinale gelang dem HC Meran der Serienausgleich gegen den KHL Sisak. Die Mannschaft von Christian Borgatello gewann das sechste Spiel der Serie mit 4:3.

Alps Hockey League, Halbfinale:

HC Gherdëina – EK Zell am See 6:1
Tore: 1:0 Moncada (1.55), 2:0 Schiavone (11.34), 3:0 Moncada (14.41), 3:1 Huard (40.30), 4:1 Kasslatter (56.18), 5:1 Biondi (56.54), 6:1 Dostalek (58.38)
Zuschauer: 1835
Stand in der Serie: 4:2

HC Meran – KHL Sisak 4:3
Tore: 0:1 Juric (16.55), 1:1 Claesson (23.02), 1:2 Juric (28.11), 2:2 Nousiainen (35.05), 3:2 Fuchs (36.15), 3:3 Juric (39.59), 4:3 Gellon (40.48)
Zuschauer: 1071
Stand in der Serie: 3:3

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