
Der HC Meran träumt weiter vom Finale in der AlpsHL. © BK Photo
Von wegen Urlaub: Meran erzwingt Entscheidungsspiel
Der HC Gherdëina muss auf seinen Finalgegner in der Alps Hockey League (AlpsHL) noch warten: Im sechsten Halbfinalspiel zwischen dem HC Meran und Sisak setzten sich nämlich die Adler durch, die damit ein alles entscheidendes siebtes Spiel erzwangen.
07. April 2026
Von: leo
Spannender könnte die Serie zwischen Meran und den Kroaten kaum sein. Nach zwei Partien in Folge, die erst in der Verlängerung entschieden wurden, gab auch am Dienstag nur ein Tor den Ausschlag zugunsten des Siegers. Zu diesem avancierte die Mannschaft von Christian Borgatello, obwohl sie mit schwerwiegenden Absenzen zu kämpfen hatte. Knapp 1.100 Fans sahen einen hart umkämpften 4:3-Erfolg der Adler.
Wie schon in den letzten zwei Partien fiel bei den Südtirolern Topscorer Reid Stefanson aus. Zu ihm auf die Tribüne gesellte sich mit dem angeschlagenen Pascal Brunner ein weiterer absoluter Leistungsträger. Sie sahen ein ausgeglichenes erstes Drittel, in dem Niksa Juric in der 17. Minute den Torreigen eröffnete. Nach Wiederbeginn hatte Samuel Claesson die richtige Antwort parat, ehe Juric mit seinem zweiten Treffer des Abends Sisak erneut in Führung brachte.
Eine kuriose Szene
Vom Rückstand ließen sich Patrick Tomasini & Co. jedoch nicht beunruhigen – im Gegenteil: Vehement und mit zwei Toren binnen 70 Sekunden durch Rasmus Nousiainen und Jakob Fuchs schlugen sie zurück. Wenig später herrschte in der Meran Arena große Aufregung: Danila Larionovs erzielte mit einem Ablenker das 3:3, doch von Meraner Seite gab es große Reklamationen. Nach Ansicht der Adler war die Drittelsirene schon ertönt, bevor der Puck die Linie passierte. Das Schiedsrichtergespann revidierte seine Entscheidung aber nicht.Rasmus Nousiainen traf ins Schwarze.
Mit Wut im Bauch kamen die Adler aus der Kabine – und trafen prompt. Nur 48 Sekunden waren gespielt, als Daniel Gellon Sisak-Goalie Vito Nikolic das Nachsehen gab. Dessen Vordermänner versuchten in der Folge alles, um sich noch in die Overtime zu retten. Merans Abwehrbollwerk um Andreas Bernard hielt dem immensen Druck aber stand.
Die Entscheidung über den Finaleinzug fällt schon in 48 Stunden, wenn in Sisak das siebte Spiel der Serie über die Bühne geht (19.30 Uhr). Im Finale wartet der HC Gherdëina, der parallel die Sensation perfekt machte und den amtierenden EK Zell am See ausschaltete.
Alps Hockey League, Halbfinale:
HC Meran – KHL Sisak 4:3Tore: 0:1 Juric (16.55), 1:1 Claesson (23.02), 1:2 Juric (28.11), 2:2 Nousiainen (35.05), 3:2 Fuchs (36.15), 3:3 Juric (39.59), 4:3 Gellon (40.48)
Zuschauer: 1071
Stand in der Serie: 3:3
HC Gherdëina – EK Zell am See 6:1
Tore: 1:0 Moncada (1.55), 2:0 Schiavone (11.34), 3:0 Moncada (14.41), 3:1 Huard (40.30), 4:1 Kasslatter (56.18), 5:1 Biondi (56.54), 6:1 Dostalek (58.38)
Zuschauer: 1835
Stand in der Serie: 4:2
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