
Andy Bernard und seine Meraner Adler setzen zum Höhenflug an. © BK Photo
Ein Appell aus Meran: „Wir brauchen unsere Fans!“
In der Alps Hockey League vergeht kein Wochentag ohne Playoff-Eishockey: An diesem Donnerstag rutscht der Puck in Sterzing und Meran übers Eis. Dabei sind auf beiden Spielflächen Härteeinlagen, Brisanz und Emotionen vorprogrammiert.
12. März 2026

Von:
Alexander Foppa
Besonders in der Kurstadt brandet Euphorie auf. Der Grund? Der HC Meran gewann am Dienstag überraschend die Serienführung und zugleich den Heimvorteil im Duell mit Asiago. Mit einem 4:2 endete die Partie im Odegar-Stadion.
Das Erfolgsrezept war ganz simpel: Asiagos Paradeblock mit Alps-Topscorer Ryan Valentini und Toptorjäger Nick Porco – immerhin das beste Offensivpaket der gesamten Liga – wurde völlig ausgehebelt. „Wir wussten, wir müssen hart rangehen, Mann gegen Mann spielen, ihnen auf den Zeiger gehen“, so Goalie Andy Bernard, der zudem seine Vorderleute in großen Tönen lobte: „Jeder hat jetzt verstanden, um was es geht. Alle haben mit vollem Einsatz, voller Konzentration gespielt – das hat es mir als Goalie einfacher gemacht.“
„Ich komme in einen Flow – das taugt mir“ HCM-Dauerbrenner Andreas Bernard
Allerdings hatte auch Bernard seinen Anteil am Auftaktsieg. Er hielt 30 von 32 Schüssen und somit fast 94 Prozent von allen Asiago-Abschlüssen. Dabei war dies bereits der 44. Saisoneinsatz des Kalterers, der nur ein einziges Spiel krankheitsbedingt verpasste. Von Müdigkeit ist beim 35-Jährigen keine Spur. „In Finnland habe ich mal 51 Regular-Season-Spiele gemacht, deshalb ist die Situation nicht neu. Wenn ich alle paar Tage spiele, komme ich in einen Flow – das taugt mir“, verrät Bernard.
Bozen-Stürmer Pascal Brunner läuft im zweiten Viertelfinale für Meran auf. © hcb
Unklar ist, ob auch die angeschlagene Bozen-Leihgabe Enrico Larcher im zweiten Playoff-Spiel zu Bernards Vorderleuten zählt. Dafür läuft HCB-Stürmer Pascal Brunner dieses Mal für den Klub aus seiner Heimatstadt auf. Dieser will sich jedenfalls nicht bremsen lassen, nicht jetzt. „Wir wollen endlich mal viele Leute in der Halle sehen, wir brauchen unsere Fans!“, so Bernards Appell. Mit einer sportlichen Talfahrt hat der HCM im Laufe der Saison viele Fans vergrault, jetzt ist er aber plötzlich richtig dick im Geschäft. „Das Spiel in Asiago hat gezeigt: Warum sollen wir nicht träumen dürfen?“, so Bernard im Gespräch mit SportNews. Spielbeginn in Meran ist am Donnerstag um 20 Uhr.
Broncos versprechen nächsten Fight
Zeitgleich zum Aufeinandertreffen in der MeranArena zieht die Playoff-Atmosphäre auch durch die Sterzinger Weihenstephan Arena. Dort bitten die Broncos den Meister aus Zell am See zum Tanz. Wobei es Fight wohl eher treffen würde. Die Wipptaler sind nämlich für ihre harte, bissige Gangart bekannt und gefürchtet. Das bekamen auch die Zeller Eisbären bei ihrem Auftaktsieg am Dienstag zu spüren.„Jetzt wissen wir, was auf uns zukommt“ Sebastian Zauner, EK Zell am See
„Jetzt wissen wir ungefähr, was auf uns zukommt, und versuchen in Sterzing unser Bestes zu geben“, so EKZ-Verteidiger Sebastian Zauner. Broncos-Crack Paul Eisendle hatte bereits am Dienstag nach dem Spiel mitsamt seinen Raufereien und Härteeinlagen gesagt: „Wir spielen hart und wir werden weiter so hart spielen – das ist Playoff-Eishockey!“
Paul Eisendle (r.) und seine Sterzinger wollen den ersten Sieg einfahren. © Radlwimmer
Eisendle stört allerdings der Umstand, dass Wipptal beim Meister lange Zeit in Führung lag, das Spiel dann aber aus der Hand gab. „Wir wissen, was wir besser machen müssen. Mal schauen, wie es bei uns zuhause ausgeht.“ Spielbeginn in der Sterzinger Traglufthalle ist um 20 Uhr. Südtirols dritter Viertelfinalist, der HC Gröden, läuft nach seiner 2:3-Niederlage am Mittwoch in Salzburg erst am Freitag zum ersten Playoff-Heimspiel auf.
Das Viertelfinale der Alps Hockey League:
Wipptal Broncos – EK Zell am SeeSpieltermin: Donnerstag, 20 Uhr
Best-of-7-Serie: 0:1
HC Meran – Asiago Hockey
Spieltermin: Donnerstag, 20 Uhr
Best-of-7-Serie: 1:0
SG Cortina – KHL Sisak
Spieltermin: Donnerstag, 20.30 Uhr
Best-of-7-Serie: 0:1
HC Gherdëina – RB Juniors
Spieltermin: Freitag, 20.30 Uhr
Best-of-7-Serie: 0:1
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