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So jubeln die Grödner Meisterhelden, von links Julian Senoner, Ben Linder, Claes Endre, Sacha Guimond und Samuel Moroder. © matthaeus kostner

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So jubeln die Grödner Meisterhelden, von links Julian Senoner, Ben Linder, Claes Endre, Sacha Guimond und Samuel Moroder. © matthaeus kostner

„Für dich, Mama“: Große Grödner Meister-Emotionen

Der HC Gröden hat sich am Samstagabend erstmals zum Meister in der Alps Hockey League gekürt. Anschließend brachen im Pranives-Stadion alle Dämme. SportNews hat sich auf Stimmenfang begeben.

Aus dem Pranives in Wolkenstein

Thomas Debelyak

Von:
Thomas Debelyak

Es war nicht bloß ein Jubelschwall, der sich am Samstag um kurz vor 22 Uhr im Pranives-Stadion von Wolkenstein abspielte. Es war eine regelrechte Gefühlsexplosion. Als im vierten Finale gegen Meran die Schlusssirene ertönte und der erste Grödner Meistertitel seit 45 Jahren perfekt war, gab es kein Halten mehr. Auf dem Eis flogen Schläger, Handschuhe und Helme durch die Luft, auf den Tribünen lagen sich Alt und Jung in den Armen. Müsste man die pure Ekstase zeichnen, die Szene im Pranives wäre die perfekte Vorlage gewesen.


Es dauerte danach nicht lange, bis sich die große Party vollends aufs Eis verlegte. Viele, sehr viele der 2.100 Fans im Stadion „stürmten“ nach der Siegerzeremonie aufs eisige Oval und jubelten mit ihren Helden mit. Einer, der mit dem Autogrammschreiben und Selfie-Knipsen gar nicht mehr hinterherkam, war Kapitän Simon Pitschieler. In unserem Video-Interview versucht er, seine Gefühle zu beschreiben.

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Einen besonders emotionalen Moment erlebte unterdessen Julian Senoner. „Ich widme diesen Titel meiner Mama, die ich vor fünf Monaten verloren habe“, sagt der Grödner Assistenzkapitän. „Ich weiß, dass sie heute heruntergeschaut hat und stolz auf mich, stolz auf das ganze Team ist. Das erfüllt mein Herz“, so die emotionalen Worte von Senoner.

Eine Statue für Grödens Goalie-Held?

Der große Grödner Held in dieser Saison ist ein Schwede. Goalie Claes Endre, der im Jänner zu den Furie gestoßen ist, stieg in Windeseile zum Star auf und hexte seine Ladiner zum Titel. Eine Fangquote von über 94 Prozent – das ist sagenhaft. Während des Matches wurde Endre immer wieder mit Sprechchören gefeiert – bekommt er nun eine Statue? „Das glaube ich nicht“, lacht der Schwede und ergänzt: „Ich habe mich hier von der ersten Minute an so wohl gefühlt. Nun verspüre ich riesige Emotionen und kann nicht glauben, was wir geschafft haben. Wir sind wie eine Familie.“

Hannes Kasslatter, Führungsspieler der Grödner, nimmt uns ebenfalls mit in seine Gefühlswelt. Und er verrät im Video-Interview, wer in der Meisternacht zum Partykönig mutieren dürfte.

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Walter Ploner, der Präsident des HC Gröden, war beim bislang letzten Titelgewinn der Ladiner schon dabei. „Das war 1997, als wir die Serie B gewonnen haben. Damals habe ich selbst noch gespielt. Jetzt sind wir Meister in der Alps Hockey League. Das ist einfach kaum zu glauben. Ich muss der Mannschaft, dem Trainerstab, einfach allen ein riesiges Kompliment aussprechen.“

Die besondere Geschichte des Trainers

Auch Trainer Marcel Skokan schrieb ein spezielles Märchen. Er war vor vielen Jahren bereits Jugendcoach in Gröden und holte damals bereits einige Titel. Nun darf er erstmals im Erwachsenenbereich einen Meisterpott in die Höhe stemmen. „Das ist der größte Erfolg meiner Karriere. Das werde ich nie mehr vergessen“, so Skokan, der die Grödner erst im Laufe der Saison übernommen hat. „Ich habe früh gemerkt, dass in diesem Team enorm viele gute Einzelspieler sind. Ich musste zunächst also Psychologe spielen. Irgendwann ist die Mannschaft richtig zusammengewachsen.“

Tobias Brighenti, eigentlich Kapitän der Unterland Cavaliers, hat die Grödner in den Playoffs verstärkt. Auch der Unterlandler war nach dem Match hin und weg.

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