
Der HC Gröden steht im Finale der Alps Hockey League. © matthaeus kostner
Grödens Märchen: Vom drittletzten Platz ins Finale
Der HC Gröden vollbringt in der Alps Hockey League derzeit ein kleines Wunder. Nach dem Einzug ins Finale waren die Furie im siebten Eishockeyhimmel.
08. April 2026
Von: det
Der HC Gröden schreibt eines der schönsten Südtiroler Sportmärchen der letzten Jahre: Die Furie sind völlig unerwartet ins Finale der Alps Hockey League eingezogen. Im Viertelfinale räumten die Furie den Grunddurchgangssieger Salzburg aus dem Weg, im Halbfinale musste nun der Titelfavorit Zell am See dran glauben. Und das, obwohl die Grödner den Grunddurchgang auf dem 11. und drittletzten Platz abgeschlossen haben und es gerade so in die Playoffs geschafft haben.
Der heroische 6:1-Sieg über die Zeller Eisbären machte am Dienstag im rappelvollen Pranives-Stadion von Wolkenstein den Einzug ins erste AlpsHL-Finale perfekt. Matchwinner war dabei einmal mehr Goalie Claes Endre, der 41 Schüsse entschärfte. Der Schwede, der bis Mitte Jänner vereinslos war und erst dann in den Dolomitenort kam, ist ein absoluter Gamechanger.
„Ich kann nicht beschreiben, wie glücklich ich für dieses Team und für dieses Tal bin.“ Claes Endre
„Als ich Mitte Jänner hierhergekommen bin, sagten wir: Okay, zurzeit spielen wir nicht unser bestes Hockey. Aber wir wollen es spielen, wenn es draufankommt. Heute war es soweit“, so Endre nach dem Triumph über Zell am See. Dann fügte er an: „Ich kann nicht beschreiben, wie glücklich ich bin, für dieses Team, für dieses Tal. Wir sind eine unglaubliche Truppe, ja wie eine Familie. Das kann man an unserer Performance sehen.“
Zeller Eisbären als faire Verlierer
Schwer geschlagen waren dagegen die Zeller Eisbären. Max Wilfan, Routinier und Kapitän des Titelverteidigers, rang nach dem Halbfinalaus um Worte. „Alle sagten, wir wären die Favoriten, jetzt sind wir raus. Wir haben alles reingehauen, aber es hat leider nicht gereicht. Man muss an dieser Stelle den Grödnern gratulieren. Es ist unglaublich, was sie da abliefern. Sie haben uns das Leben schwer gemacht, taktisch und kämpferisch. Am Ende gewannen sie die Serie mit 4:2 und stehen verdient im Finale.“Jetzt träumt Gröden vom Titel. © matthaeus kostner
Auf wen Gröden im Finale trifft, entscheidet sich am Donnerstag. Dann stehen sich Sisak und Meran in Kroatien im alles entscheidenden Spiel 7 gegenüber.
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