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Die Adler und ihre Fans jubeln: Der Viertelfinalsieg gegen Asiago ist perfekt. © BK Photo

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Die Adler und ihre Fans jubeln: Der Viertelfinalsieg gegen Asiago ist perfekt. © BK Photo

Halbfinale! Diesen HC Meran schert gar nichts mehr

Ein Halbfinale in der Alps Hockey League mit Meraner Beteiligung – das gab es noch nie. Bis heute. Der Traditionsklub aus der Kurstadt hat Italienmeister Asiago am Samstagabend vor mehr als 1.500 begeisterten Zuschauern aus dem Bewerb geworfen. Jetzt träumen die Adler von ganz Großem.

Aus der MeranArena

Alexander Foppa

Von:
Alexander Foppa

Ausgerechnet jener Verein, der als einziger Verein (noch) nicht für die kommende Saison in der Alps Hockey League gemeldet hat, steht als erster und bislang einziger Südtiroler Klub in der vorletzten Playoff-Runde. Der HC Meran besiegte Asiago in der heimischen Arena mit 6:2 und entschied die Viertelfinalserie somit 4:2 für sich.


Aussteiger? Außenseiter? Abgeschriebener? Den HC Meran schert das alles nichts. Er steht völlig überraschend im Halbfinale der Alps Hockey League. Und das zum ersten Mal in seiner fünfjährigen Ligazugehörigkeit. Überraschend deshalb, weil der HCM durch den kompletten Grunddurchgang stolperte und diesen nur auf Platz zehn beendete.

Plötzlich ist in Meran alles anders

Doch was mit Beginn der fünften Jahreszeit in Meran Einzug hielt, kann getrost als sensationell bezeichnet werden. Verstärkt durch die Bozner Pascal Brunner und Enrico Larcher sowie die Unterlandler Alex Curti und Alex Egger haben die Adler zum ungeahnten Höhenflug angesetzt. Plötzlich stehen sie vor dem starken Torhüter Andy Bernard wie eine Mauer, spielen nach vorne lehrbuchartige Angriffszüge und drücken den Gegner mit harter Gangart in die Knie.

So geschehen auch an diesem Samstag, als die Adler ihre Beute förmlich in der Luft zerrissen. Vor den Augen von Nationaltrainer Jukka Jalonen drängten sie Asiago von Beginn an tief vors eigene Tor, erspielten sich Chance um Chance. Die Folge: eine frühe 3:0-Führung. Pascal Brunner murkste die Scheibe irgendwie über die Linie (10.), Patrick Tomasini lenkte einen Rein-Schuss ins Netz (15.) und Jakob Fuchs traf aus dem Slot (18.).

Und Asiago? Vom Italienmeister und seinen Offensivstars kam wenig. Eine durch HCM-Goalie Andy Bernard grandios vereitelte Chance von Topscorer Ryan Valentini und schließlich – kurz vor Drittelende – der erste Treffer durch Nick Porco (20.).

In der Folge sollte es dann aber spannend werden, nämlich als Lucas Chiodo zur Hälfte des Spiels auf 3:2 verkürzte. Doch gerade jetzt, als Meran richtig zu taumeln schien, kam die nächste Wendung in dieser unterhaltsamen Partie. Plötzlich waren die Kurstädter wieder am Drücker – und das wie! Merans formstärkster Mann, Reid Stefanson, übernahm nun das Kommando. Zunächst bediente er Filip Cruseman, der auf 4:2 stellte (35.), dann leistete er die Vorarbeit für Brayden Sherbinins 5:2 (37.). Danach folgte nur mehr die Kür, und zwar in Form von Daniel Gellons Powerplaytor zum 6:2. Danach brachen in der MeranArena alle Dämme.

Zieht jetzt Gröden nach?

Südtirols zweiter verbliebener Playoff-Teilnehmer, der HC Gröden, könnte dem HCM am Samstag folgen. Den Ladinern fehlt noch ein Sieg fürs Weiterkommen. Gewinnen sie am Sonntag (20.30 Uhr) zuhause gegen die Red Bull Juniors, spielen sie in der vorletzten Runde gegen Zell am See und Meran trifft auf Sisak. Sollte Gröden am Ende jedoch ausscheiden, bekommt es der HCM mit Meister Zell am See zu tun.


Das Viertelfinale der Alps Hockey League:

HC Meran – Asiago Hockey 6:2
Tore: 1:0 Pascal Brunner (9.57), 2:0 Patrick Tomasini (14.08), 3:0 Jakob Fuchs (17.01), 3:1 Nick Porco (19.13), 3:2 Lucas Chiodo (29.07), 4:2 Filip Cruseman (34.51), 5:2 Brayden Sherbinin (36.56), 6:2 Daniel Gellon (52.13)
Zuschauer: 1.523
Best-of-7-Serie: 4:2 – Meran im Halbfinale

HC Gherdëina – Salzburg II
Best-of-7-Serie: 3:2
Nächster Spieltermin: Sonntag, 20.30 Uhr

EK Zell am See – Wipptal Broncos

Best-of-7-Serie: 4:1 – Zell am See im Halbfinale

KHL Sisak – SG Cortina
Best-of-7-Serie: 4:1 – Sisak im Halbfinale

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