
Die Grödner Hockey-Cracks durften in Meran gleich mehrfach jubeln. © BK Photo
Wildes Finale in Meran: Gröden schlägt zuerst zu
Das war ein feuriger Auftakt! Der HC Gherdëina hat im Südtiroler Titelduell in der Alps Hockey League ordentlich vorgelegt. Knapp 2.100 Zuschauer sahen völlig entfesselte Furie und eine klare Niederlage des HC Meran.
11. April 2026
Aus der MeranArena

Von:
Alexander Foppa
Reichlich Emotionen, viele Tore, noch mehr Härteeinlagen – und ein einziger Sieger: Der HC Gherdëina. Der vierfache Italienmeister entschied das erste Duell der beiden Südtiroler Traditionsklubs mit 5:1 für sich und krallt sich somit im Finale sofort den Heimvorteil.
Eines vorweg: Das hier und heute machte Lust auf mehr! Die Stimmung in der MeranArena war mehr als finalwürdig, beide Fanlager feuerten die zwei Sensationsfinalisten lautstark an, wobei die rund 400 Ladiner am Ende deutlich kräftiger an der Dezibelskala kurbelten. Sie feierten eine Glanzvorstellung ihrer Lieblinge in Rot und Blau – und zugleich den ersten Sieg in Meran seit über zwei Jahren.
Die Furie waren über die gesamte Spieldauer das bessere, aktivere und konkretere Team. In Gefahr geriet der Erfolg nie – auch, wenn Merans Sherbinin zwischenzeitlich verkürzte. Vozoviks Geniestreich zum 4:1 brachte schließlich die Entscheidung. Nachdem der HCG die beiden bisherigen Playoff-Serien mit Niederlagen begann, feierten sie nun erstmals den erhofften Auftaktsieg.
Meran unsortiert und kraftlos
Und Meran? Die Kurstädter konnten erstmals wieder auf Reid Stefanson bauen, mussten dafür aber neuerlich Pascal Brunner und Alexander Egger vorgeben – dementsprechend müde, unkonkret und abschlussschwach agierten sie. Vor Torhüter Andy Bernard, der seine Abschiedstour erfolglos startete, klafften immer wieder große Lücken. Und dennoch: Der HCM hat phasenweise gezeigt, dass mit ihm in diesem Finale zu rechnen sein wird. Das Signal dürfte bei Gröden angekommen sein.Die Highlights
| Grödner Traum-Start | Das erste Finaltor fällt in Minute 8: Moncada gewinnt ein Bully, Guimond zieht ab, der Puck bleibt vor dem Kasten liegen – Deluca reagiert am schnellsten und schiebt ihn mit der Rückhand ins Tor. Es ist das 1:0 der Gäste. |
| Hier Alu, dort Tore | Meran wird nur bei einem Pfostenschuss von Sherbinin (22.) richtig gefährlich, gewährt den Gästen gleichzeitig große Freiräume. Diese nutzen sie für einen Doppelschlag: Kasslatter erzielt im Nachschuss das 2:0 (30.), dann erhöht Moncada aus kurzer Distanz auf 3:0 (31.). Bitter für die Adler: Wegen Rangeleien nach dem ersten Gegentor agierten sie beim zweiten in doppelter Unterzahl. |
| Meran kann's doch | Auch der schier außerirdische HCG-Goalie Endre ist nur ein Mensch. Der Beweis: Verteidiger Sherbinin tanzt sich durch die Grödner Defensive und lässt dem Schweden mit einer präzisen Rückhand keine Chance – 1:3 (50.). |
| Grödner Traum-Finish | Mitten in Merans Drangphase stellt Vozovik den Grödner Drei-Tore-Vorsprung wieder her (51.), dann legt Schiavone mit dem 4:1 den Deckel drauf (55.). Zu diesem Zeitpunkt – 8 Minuten vor Schluss – agierten die Hausherren bereits ohne Goalie. Zuvor hatten sie noch einen Penalty vergeben (Nousiainen) und ein weiteres Mal Metall getroffen (Tomasini). |
| Nochmal Härte gefällig? | Immer wieder gibt es Raufereien – die schließlich zum letzten Höhepunkt führen: Moncada und Curti liefern sich einen Boxkampf. Es ist ein Zeichen, was im zweiten Spiel folgen könnte. |
Die erste Final-Schlacht ist geschlagen, weiter geht's am Dienstag im Pranives in Wolkenstein. Dort können sich die Fans ab 19.30 Uhr aufs nächste Final-Spektakel freuen.
Alps Hockey League, Finale 1
HC Meran Pircher – HC Gherdëina valgardena.it 1:5HCM: Bernard (Gamper); Golser-Sherbinin, Rein-Frick, Beber-Larcher, Carissimi-Curti; Cruseman-Claesson-Nousiainen, Gellon-Tomasini-Stefanson, Kuppelwieser-Trivellato-Fuchs, Mandruzzato-Laimer-Marinovich.
HCG: Endre (Rindone); Guimond-Senoner, Buono-Brighenti, Soracreppa-Vozovik, Linder; Biondi-Schiavone-Dostalek, Pitschieler-Moncada-Deluca, Kasslatter-Castlunger-Luisetti, Delucca-Esposito-Moroder, Demetz.
Tore: 0:1 Stephan Deluca (7.58), 0:2 Hannes Kasslatter (29.01), 0:3 Luke Moncada (30.28),1:3 Brayden Sherbinin (49.32), 1:4 Dmitry Vozovik (50.32), 1:5 Davide Schiavone (54.08)
Zuschauer: 2.089
Best-of-7-Serie: 0:1
Weitere Spieltermine: 14., 16., 18. April, eventuell 21., 23., 25. April
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