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Der HC Pustertal schlug Red Bull Salzburg. © I. Foppa / HC Pustertal

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Der HC Pustertal schlug Red Bull Salzburg. © I. Foppa / HC Pustertal

Besser geht’s nicht: Pustertal entzaubert Salzburg

Vor noch nicht allzu langer Zeit war Red Bull Salzburg in der ICE Hockey League (ICEHL) das Nonplusultra, für den HC Falkensteiner Pustertal unerreichbar. Seit dem Halbfinale in der letzten Saison hat sich das Blatt aber gewendet – und wie. Die neuen Kräfteverhältnisse untermauerten die Wölfe am Freitagabend mit einem grandiosen Auftritt.

Von:
Leo Holzknecht

227 Tage nach dem bisher glorreichsten Moment von Pustertals ICE-Geschichte gastierten die Bullen wieder in der Intercable Arena. Genau wie an jenem denkwürdigen Tag, als die Schwarz-Gelben den damaligen Dauermeister mit einem Sweep in den Urlaub schickten, herrschte im Wölfebau eine elektrisierende Stimmung. Tommy Purdeller & Co. saugten diese am Freitagabend förmlich auf, zelebrierten Eishockey vom Feinsten, spielten den Gegner ja fast schon schwindelig – und bejubelten einen völlig verdienten 3:1-Sieg.


Saisonübergreifend war es bereits der fünfte Pusterer Heimerfolg in Folge gegen Salzburg. Nach dem Trainerwechsel von Alan Letang zu Teemu Levijoki hatten die Österreicher zwar einen klaren Aufwärtstrend erkennen lassen (vier Siege in Serie), gegen diesen HCP war aber kein Kraut gewachsen – und das, obwohl Headcoach auf gleich vier Legionäre verzichten musste: Eddie Pasquale, Henry Bowlby, Austin Rueschhoff und Markus Lauridsen fehlten verletzt.

Pustertal besticht durch Geschlossenheit

Die Ausfälle kompensierten die Hausherren mit einem unglaublichen Laufpensum, perfekt funktionierenden Special Teams (zwei Tore fielen im Powerplay) und einem klaren Game Plan. Salzburg fand gegen die Pusterer Wucht nicht das richtige Rezept – besonders in den ersten 30 Minuten. Der 0:2-Rückstand schmeichelte den Bullen, die durch einen Geniestreich von Neuzugang Fredrik Claesson in der 39. Minute neues Leben eingehaucht bekamen.

Die Anspannung steigerte sich bei den Zusehern im Schlussdrittel von Minute zu Minute. Ein solch beherzter Auftritt wie an diesem Abend hatte jedoch nicht weniger als drei HCP-Punkte verdient. Und so gelang es den Wölfen – angeführt von einem erneut bombensicheren Colin Furlong im Tor – den Vorsprung über die Zeit zu retten.

Nach dem fünften Sieg in Folge klettert der HC Pustertal immer weiter nach oben. Am Sonntag, wenn die Wölfe um 17.30 Uhr beim HC Innsbruck gastieren, soll der Höhenflug fortgesetzt werden. Parallel musste sich der HC Bozen mit 2:3 nach Verlängerung in Fehervar geschlagen geben.

Die Höhepunkte

Was für ein StartPustertal wirbelt im ersten Drittel wie entfesselt, das Schussverhältnis von 19:3 spricht Bände: Zuerst scheitert Bardreau zweimal aus guter Position am wachsamen Kickert, dann trifft Wesley nur den Pfosten, ehe Fitzgerald in der 17. Minute nach einem Fontaine-Zuckerpass nur noch einnetzen muss – die Führung ist hoch verdient.
Das Powerplay stichtDie zweite Überzahl-Situation endet in der 32. Minute erneut mit einem Pusterer Treffer: Ierullo spielt quer auf DiTomaso, der nicht lange fackelt und Kickert mit einem Direktschuss das Nachsehen gibt.
Wie bitterBei einem Zwei-auf-eins assistiert Lobis Ierullo, der aber aus nächster Nähe an Kickerts Beinschoner hängen bleibt. Sekunden später knallt ein Osmanski-Schuss an den Pfosten, ehe Claesson aus dem Nichts mit einem Sonntagsschuss unter der Latte verkürzt.
Die Arena bebtDen Jubelschrei haben die Wölfe-Fans schon auf den Lippen, als Moncada Mitte des Schlussdrittels im Powerplay das leere Tor verfehlt. Kurz darauf steckt Mantinger sehenswert für Bardreau durch, der allein vor Kickert eiskalt bleibt.

HC Pustertal – Red Bull Salzburg 3:1

HCP: Furlong (Crepaz); Zanatta-Wesley, Farrance-Osmanski, Glira-DiTomaso, Zanatta; Mantinger-Fontaine-Purdeller, Lobis-Bardreau-Ierullo, Moncada-Fitzgerald-Lipon, Deluca-Zandegiacomo.
Coach: Jaspers

RBS: Kickert (Haitzmann); Robertson-Kalynuk, Nienhuis-Hörl, Rebernig-Lee, Claesson; Michael Raffl-Nissner-Rattie, Poisson-Brooks-Huber, Auer-Baltram-Wukovits, Böhm-Gesson-Hochkofler.
Coach: Letang

Tore: 1:0 Fitzgerald (16.55), 2:0 Di Tomaso (31.57), 2:1 Claesson (38.04), 3:1 Bardreau (52.22)

Zuschauer: 3.088

ICE Hockey League:

Graz99ers – EC KAC 3:1
Tore: 1:0 Currie (35.41), 2:0 Conley (46.51), 3:0 Conley (48.22), 3:1 Sablattnig (54.24)
Zuschauer: 4.126

Fehervar AV – HC Bozen 3:2 n.V.
Tore: 0:1 Bradley (28.38), 1:1 Terbocs (48.41), 1:2 Mantenuto (44.26), 2:2 Kuralt (53.03), 3:2 MacPherson (62.19)
Zuschauer: 3.788

Olimpija Lubljana – Vienna Capitals 3:1
Tore: 1:0 Halbert (14.13), 1:1 Antonitsch (26.13), 2:1 Brennan (43.26), 3:1 Lawrence (57.55)
Zuschauer: 2.136

HC Milano –Pioneers Vorarlberg 7:3
Tore: 1:0 Hannoun (4.32), 2:0 Lindquist (5.33), 3:0 Pietroniro (9.55), 4:0 Dello (14.24), 4:1 Serdachny (21.02), 4:2 Allan (25.49), 5:2 Saracino (36.51), 6:2 Valentine (37.04), 6:3 Kallionkieli (45.46), 7:3 Frycklund (58.40)
Zuschauer: 1.645

SPGUVTVP
1. HCB Südtirol16120466:3837
2. Linz16120464:4036
3. Olimpija Ljubljana16110567:4232
4. HC Pustertal14100443:3229
5. EC Klagenfurt1690758:4927
6. Graz99ers1690746:4627
7. EC Salzburg1680848:5025
8. HC Mailand17701054:5523
9. Fehervar17701036:5421
10. EC Villacher SV1460839:3920
11. Vienna Capitals1570839:4220
12. Ferencvarosi1460840:5017
13. HC Innsbruck16601034:5315
14. Vorarlberg17001736:801

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