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Daniel Fank ist der Spieler mit den viertmeisten Einsätzen in der Bozner Klubgeschichte. © ICEHL

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Daniel Fank ist der Spieler mit den viertmeisten Einsätzen in der Bozner Klubgeschichte. © ICEHL

Daniel Frank muss gehen: Eine Legende verlässt Bozen

Daniel Frank ist die am heißesten diskutierte Personalie dieses Eishockey-Sommers. Doch jetzt steht fest: Der dienstälteste, erfolgreichste Spieler, der Mannschaftskapitän des HC Bozen geht von Bord. Wir fassen die Hintergründe und Reaktionen zusammen.

Es war der Sommer 2013, als der damals erst 19-jährige Daniel Frank in seiner Eisdiele in Meran auf Geschäftsführer Dieter Knoll traf und ihn fragte, ob es im Team einen Platz für einen jungen Spieler gebe, der zuvor in der Red Bull Academy ausgebildet worden war, in Deutschland und für die Meraner Adler gespielt sowie erste Erfahrungen in den Nachwuchs-Nationalteams gesammelt hatte. Es war der Beginn von etwas Großem.


Frank kam zum HC Bozen, als dieser vor 13 Jahren in die ICE Hockey League, die damalige EBEL, wechselte. Seitdem lief er ununterbrochen für seinen Herzensverein auf. Er war der einzige Spieler des aktuellen Kaders, der mit den Foxes zwei Mal Meister wurde (2014 und 2018). Doch damit nicht genug: Er sammelte 715 Einsätze und 166 Scorerpunkte – das bedeutet Platz vier in der ewigen HCB-Rangliste hinter Klublegenden wie Martin Pavlu (mehr als 930 Spiele), Alexander Egger (892) und Anton Bernard (737).

Daniel Frank im Jahr 2018 vor seiner damaligen Eisdiele als frischgebackener zweifacher EBEL-Meister. © SN

Daniel Frank im Jahr 2018 vor seiner damaligen Eisdiele als frischgebackener zweifacher EBEL-Meister. © SN


Frank ist einer der letzten großen Publikumslieblinge beim erfolgreichsten Eishockeyverein Italiens. Nicht nur seine Vereinsverbundenheit, auch sein Kampfgeist, seine Opferbereitschaft, seine Leidenschaft machten ihn zum Fan-Helden und gleichzeitig über Jahre zum Leistungsträger. In den vergangenen vier Spielzeiten führte der Meraner den HCB als Kapitän aufs Eis. Allerdings musste Frank auch schwierige Phasen durchmachen: eine vergebene Großchance gegen Ende des dramatischen siebten Finalspiels gegen Salzburg 2023 oder ein halbes Dutzend schwererer Gehirnerschütterungen, die letzte im Frühjahr 2025. Seitdem fand der Stürmer nicht mehr zu alter Stärke.

13 Jahre, 715 Spiele, 2 Titel

Der frühere Kapitän der italienischen Nationalmannschaft (92 Länderspiele) war zuletzt beim HC Bozen nicht mehr unumstritten, dennoch wollte er – wie er nach Saisonende im SportNews-Interview verriet – nochmal seine alte Klasse unter Beweis stellen. Doch ein Daniel Frank als möglicher Ergänzungsspieler? Das passte dem Verein nicht ins Konzept – und wohl auch Frank selbst nicht. Somit ist sein Abgang seit diesem Freitagvormittag besiegelt.
„Ich kam als junger Bursche mit einem Traum. Ich durfte das große Privileg erleben, diesen Traum zu leben.“ Daniel Frank

Nachdem die Frank-Personalie geklärt ist, steht die 13 Mann starke Offensivabteilung des HC Bozen. Wie es für den langjährigen Käptn nun selbst weitergeht, ist offen. Seine Eisdiele, in der er sich einst Dieter Knoll anbot, hat er mittlerweile abgegeben, sich beruflich neu orientiert. Die Liebe für den HC Bozen dürfte jedoch bleiben. Jenem Verein, bei dem sich Daniel Frank seine Träume erfüllt hat, bei dem er zur Legende aufgestiegen ist.

Das sagt HCB-Boss Dieter Knoll

  • Daniel hat den HC Bozen nicht nur mit dem „C“ auf der Brust vertreten, sondern vor allem mit den Werten, für die dieser Verein steht. Es war keineswegs selbstverständlich, jemanden zu finden, der die Kabine in guten wie in schwierigen Zeiten zusammenhalten konnte – und genau das hat Daniel über viele Jahre hinweg getan. Wir danken ihm für alles, was er für dieses Trikot geleistet hat, und dafür, dass er vorgelebt hat, wie man mit Beharrlichkeit und harter Arbeit seine Ziele erreichen kann. Unsere Verbindung zu Daniel endet nicht mit seinem Abschied: Die Türen des HCB stehen ihm jederzeit offen – ganz gleich, in welcher Form sich unsere Wege in Zukunft wieder kreuzen werden.

Das sagt Daniel Frank

  • Ich möchte einfach nur Danke sagen. Danke an den Verein, der immer an mich geglaubt hat. Danke an die Fans für all die unglaublichen Emotionen, die wir in diesen Jahren gemeinsam erlebt haben. Danke an meine Familie und an alle Menschen, die immer an meiner Seite standen (...) Nicht einmal in meinen schönsten Träumen hätte ich mir vorstellen können, mit dem Sport, den ich liebe, und für die Mannschaft, die ich liebe und immer lieben werde, so viel zu erreichen. Ich habe dem HCB viel gegeben – und ebenso viel zurückbekommen. Ich durfte außergewöhnliche Jahre erleben, unglaubliche Erfolge feiern, bittere Enttäuschungen verkraften, schwere Verletzungen überwinden und auch schwierige Saisonen durchstehen. Das gehört zum Sport. Und wie jede schöne Geschichte muss auch diese irgendwann ihr letztes Kapitel erreichen. Ich kam als junger Bursche mit einem Traum. Ich durfte das große Privileg erleben, diesen Traum zu leben. Heute schließe ich dieses Kapitel mit einem Lächeln und großer Dankbarkeit. Und mit einer Botschaft: Wer an sich glaubt, kämpft und seinen Traum verfolgt, für den ist nichts unmöglich.

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