
Der HC Pustertal vergab den ersten Matchpuck. © Domen Jancic
Der Pustertal-Frust: „Sie konnten tun, was sie wollten“
Dem HC Falkensteiner Pustertal ist es am Sonntagabend nicht gelungen, das Finale in der ICE Hockey League (ICEHL) vorzeitig klarzumachen. Zog Trainer Jason Jaspers hinsichtlich der eigenen Leistung ein positives Fazit, so war er auf die Schiedsrichterleistung nicht gut zu sprechen.
06. April 2026
Von: leo
Immer wieder ist in den Playoffs davon die Rede, dass Special Teams Spiele entscheiden. Wer sich im Powerplay und in Unterzahl auszeichnet, hat gute Siegchancen. Pustertal konnte sein Können am Sonntag im vierten Halbfinalspiel gegen Olimpija Ljubljana nur bedingt unter Beweis stellen, weil die Wölfe lediglich eine Überzahlsituation vorfanden. Gleichzeitig mussten Raphael Andergassen & Co. fünfmal in Unterzahl ran. Ein Umstand, der Jason Jaspers gar nicht gefiel.
„Ich könnte nicht stolzer auf die Spieler sein“, sagte der Kanadier nach dem Spiel. „Wir haben heute in einer feindseligen Umgebung sehr stark gekämpft. Den Unterschied haben am Ende die Strafminuten gemacht.“ Jaspers kritisierte in weiterer Folge die Unparteiischen indirekt. „Fünf Powerplays gegen eines. Stellen Sie sich vor, das wäre andersrum gewesen. In der Overtime konnten sie tun, was sie wollten“, ärgerte sich Jaspers kopfschüttelnd.
Ein Strafen-Ungleichgewicht
Besonders eine Szene dürfte den Kanadier auf die Palme gebracht haben: Rund eine Minute vor dem entscheidenden Tor durch Nik Simsic wurde der einschiebebereite Henry Bowlby von hinten zu Fall gebracht. Ladislav Smetana und Trpimir Piragic ließen die Aktion laufen. „Trotz dieses Ungleichgewichts waren wir eine Minute davon entfernt, das Spiel zu gewinnen“, so Jaspers. „Wir haben nicht erwartet, mit acht Siegen in Serie ins Finale zu marschieren. Ljubljana hat heute nicht locker gelassen, immer weitergekämpft und starkes Eishockey geboten. Wir nehmen die Niederlage an und werden uns wieder an die Arbeit begeben.“Der HC Pustertal muss die Feierlichkeiten verschieben. © Domen Jancic
Ljubljana-Coach Ben Cooper sprach hingegen von einem großartigen Abend. „Ich bin nicht nur stolz auf die Spieler, weil wir gewonnen haben, sondern vor allem wegen der Leistung. Jeder hat an den Sieg geglaubt und alles in die Waagschale geworfen.“
Über die Torflaute, mit der die grünen Drachen in den ersten drei Partien zu kämpfen hatten, habe sich das Team keine großen Gedanken gemacht. „Das erste Tor war natürlich wichtig. Aber wir wissen, dass wir ins Schwarze treffen können – das haben wir die ganze Saison getan. Es ging darum, die richtigen Dinge zu tun und an den Prozess zu glauben. Egal, ob durch Glück oder eine schöne Aktion – der Puck musste irgendwann reingehen“, so Cooper abschließend.
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