
Luca Zanatta & Co. gewannen knapp. © I. Foppa / HC Pustertal
Pusterer Schwerstarbeit gegen zähe Linzer
Sie mussten hart arbeiten, Checks einstecken, Druckphasen überstehen und ein großes Laufpensum abspulen, um am Freitagabend als Sieger hervorzugehen. Die Rede ist von den Wölfen des HC Falkensteiner Pustertal, die hartnäckigen Black Wings Linz das Nachsehen gaben.
16. Januar 2026
Aus der Intercable Arena
Von:
Leo Holzknecht
Zum vierten und letzten Mal im Laufe des Grunddurchgangs kreuzten die Pusterer und die Linzer am Freitagabend die Schläger. Ein Gesetz blieb dabei bestehen – nämlich jenes, dass sich in diesem Duell stets die Heimmannschaft durchsetzt. An diesem Abend hing diese Serie jedoch am seidenen Faden, da sich die Vereine über 60 Minuten auf Augenhöhe begegneten. Schlussendlich gaben Nuancen den Ausschlag zugunsten der siegreichen Wölfe – 3:1 hieß es am Ende.
Laut offiziellen Angaben durchquerten am Freitag 2.578 Fans die Drehkreuze der Intercable Arena. Die Ästhetiker unter ihnen kamen nicht auf ihre Kosten, da schön herausgespielte Aktionen rar waren und das Spiel von viel Kampf und Krampf gekennzeichnet war. Dennoch entwickelte sich eine fesselnde, mitreißende Partie, die durchaus etwas von Playoff-Eishockey hatte. Beide Mannschaften gaben keinen Zentimeter her, agierten mit Härte (und Fairness) und machten defensiv vieles richtig. Dass nur vier Tore fielen, war darauf zurückzuführen – wobei auch die Torhüter Eddie Pasquale und Rasmus Tirronen ihren Teil dazu beitrugen.
Den Sieg haben die Wölfe auch ihrer Charakterstärke zu verdanken, fiel doch schon nach 65 Sekunden die schnelle Linzer Führung. Nach diesem Schock übernahmen die Hausherren sukzessive die Spielkontrolle und drehten dank des auffälligen Alan Lobis und JC Lipon das Spiel. Und wie schon gegen Meister Red Bull Salzburg vor knapp einer Woche verwalteten Daniel Glira & Co. diesen Vorsprung hervorragend – bis Austin Rueschoff kurz vor Schluss mit einem Empty-net-Treffer alles klarmachte.
Pustertal kommt Playoffs näher
Durch den Sieg gegen den direkten Konkurrenten machten die Schwarz-Gelben einen wichtigen Schritt in Richtung Playoffs. Der Abstand zum Tabellensiebten Fehervar beträgt nun schon zehn Punkte – zudem haben die Wölfe zwei Spiele weniger als die Ungarn bestritten. Wenn Ferencvaros Budapest in 48 Stunden in der Intercable Arena gastiert, soll der nächste Schritt in Richtung direkter Playoff-Einzug gemacht werden.Die Höhepunkte
| Linzer Blitzstart | Erst 65 Sekunden sind gespielt, als Pasquale erstmals hinter sich greifen muss. Nach Knott-Zuspiel lenkt St-Amant im Powerplay entscheidend ab. |
| Lobis macht’s | Bei einem Konter über Purdeller wächst Tirronen noch über sich hinaus, zu Beginn des Mitteldrittels muss er aber kapitulieren: Lobis trifft aus dem Slot haargenau das Eck – wiederum im Powerplay. |
| Überfälliges 2:1 | Pustertal drückt – und geht erstmals in Führung. Nach einem Glira-Schuss verwertet der vor dem Tor postierte Lipon den Abpraller. |
| Pustertal macht dicht | Linz ist zwar bemüht, der Pusterer Sieg gerät jedoch zu keinem Zeitpunkt ernsthaft in Gefahr. Rueschoff beruhigt kurz vor Schluss mit dem 3:1 alle Pusterer Gemüter. |
HC Pustertal – Black Wings Linz 3:1
HCP: Pasquale (Rabanser); Zanatta-Blum, Lauridsen-Di Tomaso, Glira-Osmanski; Saracino-Andergassen-Bowlby, Mantinger-Bardreau-Lipon, Rueschoff-Ticar-Purdeller, Ierullo-Frycklund-Lobis, Deluca.Trainer: Jaspers
BWL: Tirronen (Höneckl); Roe-Würschl, Auvitu-Kragl, Söllinger-Moro, Lindner; Lebler-Collins-Ograjensek, Neubauer-Knott-St. Amant, Pusnik-Oschgan-Romig, Kristler-Maver-Gaffal.
Trainer: Lukas
Tore: 0:1 St-Amant (1.05), 1:1 Lobis (23.39), 2:1 Lipon (36.17), 3:1 Rueschhoff (59.31)
Zuschauer: 2578
ICE Hockey League:
Klagenfurter AC – AV Fehérvár 3:2 n.V.Tore: 1:0 Petersen (16.49), 2:0 Simovic (17.22), 2:1 Messner (21.12), 2:2 Bartalis (23.46), 3:2 Mursak (62.58)
Zuschauer: 4005
Villacher SV – Red Bull Salzburg 2:5
Tore: 0:1 Nissner (5.08), 0:2 Bourke (9.04), 0:3 St. Denis (13.43), 1:3 Rebernig (33.00), 2:3 Hughes (44.20), 2:4 Coe (52.31), 2:5 Nissner (58.59)
Zuschauer: 3324
HC Innsbruck – Graz 99ers 3:2
Tore: 1:0 Kudla (27.23), 1:1 Roy (35.40), 1:2 Feldner (36.26), 2:2 Rappold (53.20), 3:2 Benker (55.52)
Zuschauer: 1800
Pioneers Vorarlberg – Vienna Capitals 4:0
Tore: 1:0 Kernberger (3.15), 2:0 Macierzynski (13.54), 3:0 Korecky (17.58), 4:0 Maier (57.53)
Zuschauer: 1681
HC Bozen – Ferencváros 3:2 (hier geht's zum Bericht)
Tore: 1:0 Bradley (9.13), 2:0 Pollock (13.43), 2:1 Tammela (15.55), 2:2 Antonen (44.26), 3:2 McClure (56.01)
Zuschauer: 3.290
| SP | G | U | V | TV | P | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. EC Klagenfurt | 37 | 26 | 0 | 11 | 129:87 | 79 |
| 2. Graz99ers | 37 | 25 | 0 | 12 | 121:80 | 75 |
| 3. HCB Südtirol | 37 | 23 | 0 | 14 | 132:93 | 72 |
| 4. EC Salzburg | 38 | 25 | 0 | 13 | 126:78 | 72 |
| 5. Olimpija Ljubljana | 38 | 23 | 0 | 15 | 139:106 | 65 |
| 6. HC Pustertal | 36 | 21 | 0 | 15 | 125:98 | 63 |
| 7. Fehérvár | 38 | 17 | 0 | 21 | 91:119 | 53 |
| 8. Linz | 38 | 18 | 0 | 20 | 120:122 | 49 |
| 9. Ferencvárosi | 38 | 14 | 0 | 24 | 101:135 | 47 |
| 10. Vienna Capitals | 37 | 15 | 0 | 22 | 89:112 | 46 |
| 11. EC Villach | 36 | 14 | 0 | 22 | 110:125 | 44 |
| 12. Vorarlberg | 36 | 12 | 0 | 24 | 89:142 | 36 |
| 13. HC Innsbruck | 38 | 9 | 0 | 29 | 92:167 | 25 |
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