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Nach dem Eishockeyspiel in Mailand kam es zu heftigen Krawallen. © Screenshot

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Nach dem Eishockeyspiel in Mailand kam es zu heftigen Krawallen. © Screenshot

Tritte und Schläge: Angriff auf Bozner Fans in Mailand

Es sollte ein wahres Eishockeyfest werden, das Aufeinandertreffen am Sonntag zwischen Mailand und Bozen. Und so war es auch bis weit nach Spielende, doch dann nahm der Abend ein übles Ende – speziell für die mitgereisten Fans aus Südtirol.

Aus Mailand

Alexander Foppa

Von:
Alexander Foppa

Es waren Bilder, die unterschiedlicher kaum hätten sein können: Drinnen in der neuen Fiera Ice Arena in der Mailänder Vorstadt Rho lieferten die Spieler auf dem Eis und 4.000 Fans auf den Rängen ein wahres Spektakel. Draußen vor den Stadiontoren schlug die sportliche Rivalität nach der Partie in pure Gewalt um.


Zunächst lief alles glatt – auch weil alle Seiten bestens vorbereitet waren auf das erstmalige Wiedersehen der beiden wichtigsten Eishockeystädte Italiens. Seit 14 Jahren hatten sich diese nicht mehr auf dem Eis duelliert. Mailands Vereinspräsident, der Sterzinger Christof Leitner, und sein Team hatten dafür gesorgt, dass im Stadion nicht nur alles wie am Schnürchen lief, sondern eine Atmosphäre herrschte, die es in der ICE Hockey League so wohl noch nie gegeben hat.


Die Quästuren in Mailand und Bozen hatten dieses Hochrisikospiel im Vorfeld gemeinsam durchgesprochen, die rund 200 Gästefans waren sogar mit einem eigenen Sicherheitsdienst angereist. Und dennoch kam es nach dem 4:3-Sieg der Foxes zu unschönen Szenen.

Fanbus bei Abreise attackiert

Rund zwei Dutzend Mailänder Ultras attackierten die Südtiroler Fanbusse, als diese gerade dabei waren, das Stadionareal zu verlassen. Dabei ging nicht nur ein Seitenfenster eines Busses zu Bruch, Anhänger beider Lager schlugen und traten aufeinander ein. Die Mailänder verwendeten beim Versuch, den Bus der Bozner Ultras zu stürmen, auch Gürtel, Steine und Stangen.

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So ausgeklügelt das Sicherheitskonzept im Stadion war, so undisponiert wirkte das Großaufgebot an Sicherheitskräften im Stadionumfeld. Erst langsam gelang es, die Situation unter Kontrolle zu bringen und die Bozner Anhänger vor den Angriffen zu schützen. Die vermummten Randalierer flüchteten schließlich zurück in Richtung des Mailänder Fanbereichs.


Welche Folgen diese unschönen Szenen haben werden, ist noch offen. Am Abend wurden keine Personen festgenommen, die Ordnungshüter werden aber entsprechendes Bildmaterial auswerten. Sowohl in der Bozner als auch in der Mailänder Fankurve, die mit jener von Serie-A-Klub Inter verflochten ist, befinden sich schon jetzt Anhänger, gegen die Stadionverbote am Laufen sind.

Das Wichtigste aber nach diesem Abend: Es wurden keine Verletzten gemeldet, es blieb offenbar beim Sachschaden. Diesem zum Trotz konnten die Bozner Eishockeyfans die Heimreise planmäßig antreten. Eine Polizeieskorte begleitete sie auf der Autobahn bis nach Brescia.

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