a Serie C

Hannes Fink (l.) und Fabian Tait (r.) gehen getrennte Wege – zumindest sportlich. © Savio/FCS

„Besseren Menschen gibt es nicht“: Das sagt Tait zum Fink-Abschied

Das vorzeitige Karriereende von Kapitän Hannes Fink hat am Mittwoch hohe Wellen geschlagen – nicht nur im Umfeld des FC Südtirol. Einer, der in die Entscheidung involviert war und nun sein direkter Nachfolger wird, ist Fabian Tait.

Von:
Alexander Foppa

Der 29-Jährige aus Salurn hat so lange mit Fink zusammengespielt, wie kein anderer Fußballer. Nach dem Supercup am kommenden Samstag wird er seinen langjährigen Weggefährten in dessen Amt als Spielführer beerben. Bevor es aber soweit ist, richtet Tait emotionale Worte an seinen Freund und Mitspieler.


„Ich war einer derjenigen, die versucht haben, Gianni (Hannes Fink, Anm.d.R.) noch umzustimmen. Ich habe ihm gesagt: Du hast es dir verdient, in der Serie B zu spielen“, erzählt Tait, der seit dem Gewinn des Meistertitels in Triest in regem Austausch mit Fink stand. Vergangene Woche hat ihm dieser schließlich seinen definitiven Entschluss mitgeteilt. „Es tut mir unheimlich leid, weil er war die wichtigste Person innerhalb der Kabine. Er hatte in jedem Moment das richtige Wort parat, wusste immer, was zu tun war, um dem Team weiterzuhelfen – auch bzw. besonders in Phasen, in denen er selbst selten auf dem Platz stand.“

„Er wird dem Verein in Zukunft weiterhelfen, egal in welcher Position.“ Fabian Tait über Hannes Fink

Besonders menschlich ist Tait von seinem Freund und langjährigen Teamkollegen angetan. In jenen Stunden, in denen Fink seinen Abschied bekanntgab, sagte Tait gegenüber SportNews mit gebrochener Stimme: „Er ist die tollste Person, die ich im Fußball kennengelernt habe. Einen besseren Menschen gibt es nicht. Er wird dem Verein in Zukunft weiterhelfen, egal in welcher Position.“

Fabian Tait und Hannes Fink (v.l.) durchlebten auf dem Rasen schöne und schwierige Phasen.


Sieben Jahre lang standen Fink und Tait gemeinsam auf dem Feld, haben sich gegenseitig hochgezogen, gepusht und weitergebracht. Gemeinsam sind sie durch dick und dünn gegangen. „In dieser Zeit habe ich viel von ihm und seiner Mannschaftsführung gelernt.“

Diese Erfahrung will Tait nun einbringen, wenn es gilt, in Finks Fußstapfen als FCS-Kapitän zu treten. Eines will er im gleichtun: „Bei jedem Training, an jedem Tag saß Gianni bereits in der Kabine, als ich reinkam – und ich bin einer, der gewöhnlich früh im FCS-Center ist. Wir haben diese ruhigen Minuten genutzt, um uns auszutauschen, um über das letzte Spiel, das nächste Training oder auch Dinge abseits des Rasens zu sprechen. Genau das habe ich mir vorgenommen: Für jeden da zu sein und jedem zuzuhöhren. Genau so wie er es gemacht hat.“

Empfehlungen

Kommentare (0)

Bestätigen Sie den Aktivierungslink in unserer E-Mail, um Ihr Konto zu verifizieren und Kommentare zu schreiben.

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

© 2022 First Avenue GmbH