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Szene aus dem Hinspiel, das der FC Südtirol gewinnen konnte: Raphael Odogwu & Co. können sich am Mittwoch auf einen Derbyfight einstellen. © Bordoni

Stars, Trainer & Fanszene: Das ist der AC Trient

Es ist Derbyzeit im Profifußball der Region Südtirol-Trentino. Das hat es in den letzten Jahren nicht gegeben, dementsprechend groß ist die Begeisterung. Das Briamasco-Stadion in Trient ist für das Match am Mittwochabend (21 Uhr) komplett ausverkauft.

Das Hinspiel in Bozen hat der FC Südtirol mit 2:0 gewonnen. Doch aufgepasst: Trient ist gut in Form und hat das am Sonntag mit einem 2:2-Unentschieden gegen Padova unter Beweis gestellt. SportNews stellt den Derbygegner des FC Südtirol in allen Details vor.

Die Mannschaft

Kapitän des AC Trient ist mit Andrea Trainotti (28) ein Innenverteidiger aus Rovereto. Er ist seit 2019 dabei, machte also beide Aufstiege mit und ist auch in der Serie C ein Leistungsträger. Mit Luca Belcastro (30) hat man einen kreativen Offensivgeist, ähnlich wie es Daniele Casiraghi beim FCS ist, unter Vertrag. Im Tor steht mit dem 25-jährigen Römer Gabriele Marchegiani ein Serie-B-erfahrener Spieler (5 Spiele für SPAL). Talentiert ist Linksverteidiger Federico Simonti. Der 21-Jährige aus der Toskana spielt seine erst zweite Profisaison, lässt aber Potenzial für höhere Aufgaben anklingen.

Davide Voltan (links) war im Hinspiel erfolgreich. © Bordoni

Die Stars

Im Gegensatz zu vielen Aufsteigern, hat Trient durchaus einige Stars bzw. prominente Namen im Kader. Der bekannteste ist Cristian Pasquato (32), der bei Juventus ausgebildet wurde und bis 2016 in der Serie A (27 Spiele, 2 Tore) und Serie B (195 Spiele, 30 Tore) gespielt hat. Danach ging es für den offensiven Mittelfeldspieler für zwei Jahre zu Legia nach Polen. Im Winter schnappte sich Trient mit Riccardo Bocalon einen Spieler, der 2012 7 Spiele für den FC Südtirol bestritten hat. Der Stürmer entwickelte sich in der Folge zu einer Tormaschine in der Serie C und auch eine Liga höher klappte es nicht schlecht (148 Spiele, 26 Tore). Highlight war das entscheidende Tor im Serie-B-Playoff-Finale, das Venezia unter Trainer Paolo Zanetti im Vorjahr in die Serie A katapultierte. Bei Trient läuft es für Pasquato (6 Tore, 3 Vorlagen) und Bocalon (2 Tore in 4 Spielen) gut.

Der Trainer

Carmine Parlato wurde nach dem Aufstieg in die Serie D als Trainer installiert. Er übernahm von Flavio Toccoli, der trotz des Gewinns des Oberliga-Meistertitels gehen musste.

Beliebt in Trient: Carmine Parlato. © Social Media / AC Trento

Unter der Führung Parlato, der als ausgewiesener Serie-D-Fachmann galt, schaffte Trient auf Anhieb den Sprung zurück in den Profifußball. Der 51-jährige Napolitaner, der bei den Anhängern sehr beliebt ist, durfte bleiben und leistet auch in der 3. Liga bisher gute Arbeit. Trient liegt auf Rang 12 und hat Chancen auf die Playoffs. Sein Vertrag läuft zu Saisonende aus.

Die Fanszene

Früher berüchtigt, dann fast verschwunden und mittlerweile wieder im Kommen. Die politisch extrem rechts angesiedelte Ultraszene (Ultras Trento 1978) hat sich 2015 aufgelöst. Mittlerweile haben sich viele Trient-Fans unter dem Namen Blue Yellow wieder zusammengeschlossen. Auf Schlägereien und Auseinandersetzungen, für die man früher gefürchtet war, wird mittlerweile weitgehend verzichtet. Trotzdem gibt es immer wieder gezielte Aktionen der „neuen“ Ultras, wie z.B. nach dem Aufstieg im Vorjahr, als mehr als 80 bengalische Feuer die San-Lorenzo-Brücke in Trient erleuchteten. Der Grund: Aufstieg und 100. Vereinsgeburtstag.


SportNews ist am Mittwochabend live im Stadion und wird einen ausführlichen Liveticker vom Derby zwischen dem AC Trient und dem FC Südtirol bringen.

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