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Ballt die Siegerfaust: Jannik Sinner. © Social Media

Mit Volldampf ins Halbfinale: Der alte Sinner ist zurück

Jannik Sinner hat seinen Höhenflug in den USA fortgesetzt: Der Sextner Tennisstar zog am Freitagabend (MESZ) dank einer ganz starken Leistung in das Halbfinale des ATP-500-Turnier in Washington ein.

Er stand in den letzten Wochen häufig in der Kritik. Seine Olympia-Absage nahmen ihm viele übel, dazu gesellte sich ein Formtief – und schon war sie da, die erste richtige Krise in der Karriere des Jannik Sinner. Diese scheint er nun aber im Eiltempo überwunden zu haben: Beim mit 1,8 Millionen Dollar dotierten Turnier in Washington spielt Sinner zurzeit groß auf und steht nach seinem 6:4, 6:2-Sieg über Steve Johnson (ATP 81) im Halbfinale. Dort trifft der 19-Jährige am Samstag auf US-Boy und Überraschungsmann Jenson Brooksby (ATP 130).


Zweisatzsieg zum Auftakt gegen Emil Ruusuvuori, Zweisatzsieg im Achtelfinale gegen Sebastian Korda und nun auch ein Zweisatzsieg im Viertelfinale: Jannik Sinner präsentiert sich in Washington von seiner Schokoladenseite. Die Leichtigkeit, die Lockerheit, die ihm in den letzten Wochen immer wieder gefehlt hat, ist zurück. Und auch spielerisch ist Sinner wieder ganz der Alte: Er scheut das Risiko nicht, bleibt auch in den (wenigen) schwierigen Momenten cool, verzückt das Publikum mit teils spektakulären Bällen und schlägt fantastisch auf. Kurzum: Der bald 20-Jährige hat und macht richtig Spaß.

Ein genialer zweiter Satz
Gegen Johnson war Sinner sofort hellwach, doch im ersten Satz konnte ihm der US-Amerikaner noch einigermaßen Paroli bieten. Das erste Break holte sich Sinner trotzdem und zog auf 4:2 davon. Danach wackelte der Südtiroler nur einmal kurz und musste eine Breakchance abwehren. Den Satzgewinn tütete er kurz darauf ein.

Jannik Sinner spielte bärenstark. © APA/getty / Mitchell Layton


Im zweiten Abschnitt kam Sinner zwar zunächst ins Straucheln und gab seinem Gegenüber zwei Breakmöglichkeiten, doch mit seiner Coolness machte der Sextner diese zunichte. Was Sinner danach zeigte, war großes Tennis. Der Südtiroler Profi spielte praktisch fehlerlos, gab kaum mehr einen Punkt ab und benötigte nur 31 Minuten, um den Satz zuzumachen. Der Einzug ins Halbfinale war nach insgesamt anderthalb Stunden Spielzeit perfekt.
Ein hochinteressantes Halbfinale wartet
Dort ist Sinner der Favorit. Sein Gegner Brooksby, eine große Nachwuchshoffnung in den USA, ist jedoch nicht zu unterschätzen. Der 20-Jährige hat in Washington schon Felix Auger-Aliassime (ATP 15) und Frances Tiafoe (ATP 50) ausgeschaltet. Genauso wie Sinner gab Brooksby noch keinen einzigen Satz ab. Am Samstag wartet also ein hochinteressantes Match zwischen den beiden Youngsters.

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