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Nals-Stürmer Michael Osti zählt auch heuer mit seiner Mannschaft zum Favoritenkreis. Salurn hat aufgerüstet und will eine bessere Rolle spielen. © M. Dorn

1. Amateurliga | Der große Favorit im Westen ist nicht mehr alleine

Die große Favoritenrolle im Westkreis der 1. Amateurliga war im Vorjahr schnell geklärt. Doch der FC Nals musste einige Abgänge verkraften und die Konkurrenz schläft nicht. Wer kann den Etschtalern das Wasser reichen und wer um den Klassenerhalt zittern? Die große SportNews-Vorschau.

Der Favorit
Nals ist weiterhin die gejagte Mannschaft. Die Etschtaler müssen im Vergleich zur letzten Saison zwar einige namhafte Abgänge hinnehmen, sind aber der Topfavorit auf den Meistertitel. Torgarantie Dennis Malleier fehlt allerdings erst einmal. Kapitän Klaus Lechner (Leifers), Armin Stuefer (Sarntal) und Innenverteidiger Fation Imeri (Eppan) haben die Mannschaft von Trainer Alex Sincich verlassen, doch der Kader ist trotz allem das Beste, was die 1. Amateurliga zu bieten hat. Freilich: In der Breite hat Nals, das Mattia Valentini von Haslach zurückgeholt hat, abgebaut. Neu ist zudem Verteidiger Diego Leoni, der aus Ravenna nach Nals gekommen ist.

Die Herausforderer
Kaltern scharrt mit den Hufen und will – nach dem Katastrophenstart im Vorjahr – heuer besser aus den Startlöchern kommen. Der Kader von Neu-Trainer Patrick Fliri (zuletzt bei Schenna) ist auf allen Positionen top besetzt und eingespielt. Das kann man von Salurn zwar nicht behaupten, doch der Unterlandler Oberliga-Dino hat sich den schnellstmöglichen Aufstieg in die Landesliga auf die Fahnen geschrieben. Trainer Filippo Moratti (zu Anaune) musste man zwar ersetzen, doch mit den Ex-Eppanern Arber und Shkelqim Lekiqi haben zwei Hochkaräter den Weg nach Salurn gefunden.

Mit Alex Gius und Kaltern ist zu rechnen.

Wer sonst noch als Nals-Herausforderer in Frage kommt? Plaus vielleicht, das enorme Qualitäten hat und alle Leistungsträger rund um Felix Peer halten konnte. Auch auf Aldein Petersberg muss ein Auge geworfen werden. Der Überraschungseffekt ist nach der Mega-Vorsaison (Platz 2 beim Corona-Abbruch) zwar verpufft, doch vor allem zuhause sind Danny Fäckl & Co. nur schwer zu biegen. Potenzial für das vordere Tabellendrittel bringt auch Gargazon mit. Allerdings haben Coach Roberto Pignatelli & Co. kein gutes Jahr hinter sich. Die Neuzugänge Rudy Marcadella (Schlern), Luca Santer (Lana) oder Fabio Catalano (Meran) sollen Besserung geloben.
Der Abstiegskampf
Ulten vertraut weiterhin auf Ferdinando Antino und hat mit Simon Breitenberger (zurück aus St. Martin) und Kevin Platzgummer ein starkes Sturmduo. Auch Tormann Stefano Avanzo (Oberau) ist dazugekommen. Schlern muss auf Marcadella und Andrea Crisci (Gröden) verzichten, hat mit Francesco Bianco (vom Bozner FC) aber einen Top-Mittelfeldspieler geholt. Was beide gemeinsam haben, ist, dass sie aus Qualitätsgründen mit dem Abstieg nichts zu tun haben sollten. Dasselbe gilt für Schluderns, das mit viel Kampfkraft und Heimstärke sogar die Großen ärgern könnte. Neu ist Ex-Prad-Stürmer Matthias Steinhauser.

Schluderns (in blau) kann die Favoriten ärgern. Für Ritten geht es um den Klassenerhalt.

Frangart wollte Trainer Paolo Tornatore halten, doch der ist zu Sarntal abgesprungen. Sein Ersatz heißt Alessandro Puppin, der bisher u.a. Haslach und Kastelbell trainiert hat. Auch der FC Tirol musste sich nach einem neuen Coach umsehen, nachdem Christian Staffler nach Österreich und zum SC Neusiedl am See (3. Liga) abgewandert ist. Der Nachfolger kam mit Christian Avancini aus Algund. Die Eppan-Ikone muss auf Stephan Lanpacher (Partschins), Davide De Vito (St. Pauls) und Nicolas Waldner (Riffian Kuens) verzichten, die allesamt in höhere Ligen gewechselt sind. Dafür sind die Stürmer Gianluca Corea (Ritten, Ex-Lana) und Clemens Pugliese (Burgstall), sowie Allrounder Andrea Cirillo (Algund, Ex-Eppan) neu an Bord.

Am meisten zittern dürften – wie schon im Vorjahr – Ritten und Schlanders. Die Klobensteiner haben weiterhin Stefano Sonn auf der Kommandobrücke stehen, doch es gab auch zahlreiche Abgänge. Im Vorjahr konnte Ritten bis zum Abbruch (7 Spiele) als einziger Verein in der Liga keinen Sieg einfahren. Schlanders hat sich mit Vollblutstürmer Lukas Schuler verstärkt, muss aber auf Kapitän Fabian Lechthaler (zu Latsch) verzichten. Zudem zog sich Mittelfeld-Spieler David Lechthaler in der Vorbereitung einen Kreuzbandriss zu und wird der Truppe von Trainer Engelbert Grünfelder lange fehlen.
Potenzial zum Überraschungsteam
Plaus kann in dieser Liga jeden schlagen – auch wenn sie freilich kein richtiger Geheimtipp mehr sind. Von der Einzelspieler-Qualität her sind die Untervinschger ein Topteam und in allen Mannschaftsteilen gut besetzt. Zahlreiche Spieler bringen viel Ober- und Landesliga-Erfahrung mit, zudem kam mit Michael Tscholl ein Könner der Extraklasse von Partschins. Neu ist auch der Trainer: Roland Schiefer, bisher bei Tscherms Marling, betritt mit der 1. Amateurliga Neuland und hat die Aufgabe, die erfolgreiche Ära von Pauli Cassin fortzuführen.

Daniel Wielander, erfahrener Angreifer von Plaus. © Picasa

Der Transfercoup
Im Vergleich zur Vorsaison, als Nals Dennis Malleier und Michael Osti an Land zog, blieben die gewaltigen Transferkracher in diesem Sommer aus. Die SportNews-Redaktion hat sich deshalb auf zwei Transfercoups geeinigt. Ulten darf sich auf die Rückkehr von Simon Breitenberger freuen. Der 27-jährige Stürmer aus St. Gertraud war jahrelang die Lebensversicherung der Antino-Truppe und wurde im Vorjahr schmerzlich vermisst. Nach einem Intermezzo bei St. Martin Moos (7 Spiele/2 Tore) ist das Eigengewächs zurück in Ulten, was für den Verein noch Gold wert sein wird. Von den Namen her hat sich Salurn die dicksten Fische geangelt: Die Brüder Arber und Shkelqim Lekiqi bringen viel Ober- und Landesliga-Erfahrung mit ins Unterland – und zudem sind beide im besten Fußballer-Alter.

Schlagwörter: Fussball 1. Amateurliga

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