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Duell der Gegensätze: Lukas Hofer (links) will mit Gitschberg Jochtal nach oben, Marc Peintner (rechts) muss seinen Blick mit Rasen Antholz dagegen nach unten richten. © David Laner

1. Amateurliga | Ein kurioser Transfer, aber kein Favorit im Osten

Während sich im A-Kreis der 1. Amateurliga einiges getan hat, verlief der Sommer bei den östlichen Klubs vergleichsweise ruhig. Einige Transfers haben es trotzdem in sich. Der große SportNews-Check der 1. Amateurliga, Gruppe B.

Der Favorit
Einen klaren Favoriten gibt es in dieser Gruppe nicht. Im Vorjahr lag Latzfons Verdings bei Abbruch der Meisterschaft auf Platz 1, allerdings ging hier mit Torjäger und Pferdelunge Simon Oberrauch (er wechselte zu St. Pauls in die Oberliga) eine enorm wichtige Stütze verloren. Trotzdem hat das Team von Trainer Lukas Steinacher das Zeug, bis zum Schluss ganz vorne mitzuspielen. Die Konkurrenz wird allerdings nicht kleiner. Vor allem bei Gitschberg Jochtal scheint die Zeit für einen Klassensprung reif zu sein. Tormaschine Lukas Hofer & Co. schnuppern seit Jahren am großen Coup, doch gelingen wollte der Aufstieg in die Landesliga noch nicht. Vom Kader her zählen die Fußballer aus der Ferienregion zum Besten, was die 1. Amateurliga zu bieten hat – unter anderem auch, weil man mit Simon Mair einen absoluten Top-Goalie hat.

Die Herausforderer
In erster Linie ist hier Lüsen zu nennen. Die Eisacktaler zählen nach dem Turboaufstieg von der 3. in die 1. Amateurliga (innerhalb von nur 11 Monaten) längst zu den Topadressen im Ost-Kreis. Auf der Torhüterposition gab es einen Wechsel (Rene Pradi ging, Alex Piok von Milland kam), zudem wurde das Team mit Matteo Lorenzi (ebenfalls Milland) verstärkt. Aber auch die solide Mannschaft von Kiens (mit dem langjährigen Stegen-Spieler Alexander Falkensteiner), Taufers (mit Trainer Kurt Volgger und Neuzugang Michael Feichter) oder Vahrn könnten vorne ein Wörtchen mitreden.

Vahrn ist eine Mannschaft, die überraschen kann.

Der Abstiegskampf
Die halbe Liga wird in den Abstiegskampf verstrickt sein – auch, weil es nicht unwahrscheinlich ist, dass drei anstatt wie gewohnt zwei Vereine am Ende absteigen. In einer Liga mit 14 Teams ist das eine beträchtliche Anzahl. Mareo, Feldthurns, Rasen Antholz und Reischach sind auf dem Papier am meisten gefährdet, genauso wie Schabs: Die Mannschaft um Simon Senoner und Alex Vecchio hat zwar Talent, doch dieses muss auch auf den Platz gebracht werden. Der Pokalauftakt war jedenfalls nicht erheiternd, immerhin gab es gegen den 2.-Amateurligisten St. Lorenzen eine 1:4-Niederlage.

>>> Hier gibt es die große Vorschau auf den A-Kreis <<<
Team für Überraschungen
Ein Punkt nach 7 Spielen: Für die SPG Gsies lief im letzten Jahr alles schief, was nur schief laufen konnte. Deshalb hat man die letzten Monate genutzt, um den Kader ordentlich aufzumotzen. Angefangen beim Coach: Trainerlegende Peter „Schmittla“ Unteregelsbacher hat im Gsiesertal künftig das Sagen. Auf dem Feld sind unter anderem Tobias Sinner und Philipp Sinner zurückgekehrt, die in den letzten Jahren bei Stegen in der Landes- und Oberliga gespielt haben. Vor allem Angreifer Tobias Sinner wird seiner Mannschaft mit den nötigen Toren enorm weiterhelfen. Die SPG Gsies hat die Qualität, für die eine oder andere Überraschung in dieser Saison sorgen zu können.
Transfer des Sommers

Vom Langläufer zum Stürmer: Patrick Burger (SPG Gsies).


Den absoluten Transferkracher gab es in der 1. Amateurliga, Gruppe B nicht. Dafür kam es bei der SPG Gsies zu einer kuriosen Verpflichtung. Künftig wird im Sturm der Pusterer nämlich Patrick Burger auflaufen, der in den letzten Jahren als talentierter Langläufer Mitglied der Polizeisportgruppe war und regelmäßig an internationalen Rennen teilgenommen hat. Nun entschloss er sich, wieder mehr Fußball zu spielen. Sein Debüt hatte der Angreifer (Jahrgang 1999) übrigens schon in der Saison 2015/16 gegeben, als der ASC Gsiesertal noch in der 3. Amateurliga aktiv war. Nun jagt Burger also wieder dem Ball nach – und ließ in der Vorbereitung schon mit dem einen oder anderen Treffer aufhorchen.

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