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So kennt man ihn: Mattia Lo Presti beim Jubeln nach einem seiner zahlreichen Treffer. © Sarah Mitterer

„Er hatte einen großen Schutzengel“: Not-OP bei Mattia Lo Presti

Er ist der Torgarant seines Heimatvereins Latsch und gilt gemeinhin als einer der besten Angreifer der Landesliga. Seinen größten Kampf muss Mattia Lo Presti nun aber außerhalb des Fußballplatzes austragen. Ihn ereilte in der letzten Woche nämlich ein brutaler Schicksalsschlag.

Die Zeilen, die Landesligaklub Latsch auf seinen sozialen Kanälen schreibt, gehen unter die Haut. „Wie ein Schlag ins Gesicht traf uns letzte Woche die Nachricht, dass sich unser Mattia einer Notoperation unterziehen musste“, heißt es in dem Statement. „Mittlerweile die überaus erleichternde Nachricht, dass er sich auf dem Weg der Besserung befindet. Seine Schutzengel haben großartige Arbeit geleistet.“


Was ist passiert? „Vor einer Woche“, erzählt sein älterer Bruder Manuel (übrigens ein erfolgreicher Eishockeyspieler beim HC Meran) gegenüber SportNews, „spürte Mattia plötzlich Schmerzen in der Brust. Er wurde sofort ins Krankenhaus von Schlanders gebracht, wo die Ärzte diagnostizierten: Die Aorta, also die Hauptschlagader, ist gerissen.“

„Wir wussten eine Nacht lang nicht, ob er durchkommen wird.“
Manuel Lo Presti
Sofort wurde klar, dass die Situation ernst ist. „So etwas ist lebensgefährlich“, so Manuel. Mattia, der in der unterbrochenen Landesliga-Meisterschaft mit vier Treffern wieder einmal der Toptorjäger von Latsch ist, wurde unverzüglich mit dem Helikopter nach Trient gebracht und viereinhalb Stunden lang notoperiert. „Wir wussten eine Nacht lang nicht, ob er durchkommen wird. Das war schrecklich“, so Manuel Lo Presti. Mattia ist aber ein Kämpfer, einer, der niemals aufgibt und deshalb auch diese hochkomplizierte Operation überstand.

„Gott sei Dank geht es ihm nun – den Umständen entsprechend – wieder gut“, so Manuel Lo Presti. Auf Mattia (Jahrgang 1993) wartet nun eine lange Reha. Ob er jemals wieder seinem großen Hobby, dem Fußballspielen, nachgehen kann, ist mehr als nur fraglich – und zurzeit auch nicht relevant. „Wichtig ist, dass er wieder komplett gesund wird“, hofft sein Bruder. Wenn das einer schafft, dann ist es Kämpfer Mattia Lo Presti.


Autor: det

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