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Roland Harrasser (links) wird mit St. Georgen auf Martin Ciaghi und Obermais treffen. © www.runggaldier.it / Dieter Runggaldier

Kleinere Brötchen hier, Angriffslust da: Die Lage der Oberligisten

Bei Obermais, St. Georgen und Stegen wird wieder der Meisterschaftsball rollen: Sie nehmen an der am Sonntag beginnenden Mini-Oberliga teil. Wie sieht die Situation bei den Teams vor dem Re-Start aus?

Es wird ernst: Nach exakt einem halben Jahr Pause wird in Südtirol und dem Trentino wieder Oberliga-Fußball gespielt. Obermais, St. Georgen, Stegen, Vipo Trient, Levico, Lavis und Gardolo nehmen an der Meisterschaft teil. Alles startet bei 0, bis zum 27. Juni werden 14 Spieltage durchgepeitscht, der Sieger (und womöglich auch der Tabellenzweite mittels „ripescaggio“) steigt in die Serie D auf. Wie sieht die personelle Situation der Südtiroler aus?

Obermais: „Eine Vorbereitung aufs nächste Jahr“
Der souveräne Spitzenreiter der Abbruch-Meisterschaft muss kleinere Brötchen backen. Zu viele namhafte Spieler verzichten nämlich auf den Re-Start: Allen voran Stürmer-Ass Jonas Clementi, der mit sieben Treffern der zweitbeste Oberliga-Torschütze in den ersten neun Spielen war. Zudem muss Trainer Luca Lomi auf die Stamm-Abwehr verzichten: Lukas Obkircher, Cristian Parise, Fabian Tratter und Bernardo Ceravolo haben für den Wiederbeginn allesamt abgesagt.

Luca Lomi, Trainer von Obermais. © DLife/LO


Neu dazugekommen sind Peter Wörndle (Schenna), Martin Prantl (Riffian Kuens), Moritz Tschöll, Noah Pixner (beide St. Martin Moos) – allerdings können sie die große Qualitätslücke nicht schließen. Lomi ruft deshalb folgendes Ziel aus: „Wir wollen in erster Linie einfach wieder spielen. Für mich ist es eine Vorbereitung auf die nächste Saison.“ Mit dem Aufstieg werden die Meraner in der Mini-Meisterschaft nichts zu tun haben, im nächsten Fußballjahr dürften sie aber wieder ganz vorne mitmischen: Dann kommen nämlich Clementi, Obkircher und Tratter wieder zurück. Parise ist für die kommende Saison fraglich, Ceravolo hat seine Karriere beendet.
St. Georgen will vorne mitspielen
Wesentlich besser aufgestellt ist St. Georgen, das zusammen mit Levico zu den großen Favoriten auf den Titel der Mini-Oberliga zählt. „Nur mitspielen ist zu wenig“, lautet die klare Ansage von Trainer Patrizio Morini. Untermauert haben die Jergina ihre Ambitionen mit namhaften Transfers. Torhüter Patrick Psenner, Mittelfeldregisseur David Zimmerhofer und Angreifer Luca Consalvo sind drei absolute Top-Leute. Weggefallen sind dagegen Denis Kerrniqi und Luca Bertoldi. Roland Harrasser & Co. haben in diesen Wochen vier Mal trainiert, dazu immer ein Spiel untereinander gemacht, da Testmatches nicht erlaubt waren.

Patrizio Morini, Erfolgstrainer von St. Georgen. © Griessmair


Bevor das Training Ende März losging, hatte sich St. Georgen einfallsreich fitgehalten: „Wir haben den Kader in 3 Gruppen aufgeteilt. Tormanntrainer Silvio Sommadossi trainierte mit einer Gruppe im Hochpustertal, Co-Trainer Thomas Ritsch in Brixen mit den dortigen Spielern, und ich mit dem Rest in St. Georgen. Natürlich immer mit Abstand, auf der Straße und ohne Ball“, so Morini.
Stegen: Erfahrung sammeln nach dem Kulturschock
Für Stegen geht es in erster Linie darum, für das nächste Jahr dazuzulernen. Die Pusterer, die vor einem Jahr unverhofft in die Oberliga gekommen waren, lagen bei Abbruch der Saison auf dem letzten Platz. „Für uns war der Kulturschock, in der Oberliga mitzuspielen, schon groß“, so Stegen-Trainer Thomas Piffrader. „Nun geht es für uns darum, weiter zu lernen. Bis auf zwei Spieler hat niemand vorher in der Oberliga gespielt. Wir werden diese Mini-Meisterschaft nutzen, um uns an das Tempo, die Abgeklärtheit und die Härte anzupassen.“

Will mit Stegen Erfahrung sammeln: Thomas Piffrader. © Laner


Weggefallen vom letztjährigen Kader ist niemand, dafür sind mit Jonas Engl (Terenten) und Giovanni Lacedelli (Taufers) 2 neue Akteure mit Perspektive für die nächste Saison dazugekommen.
Der komplette Spielplan
1. Spieltag (Sonntag, 25. April, 16 Uhr)
Vipo Trient – Obermais
Gardolo – Stegen
Lavis – Levico
St. Georgen ist spielfrei

2. Spieltag (Sonntag, 2. Mai, 16 Uhr)
Stegen – Lavis
St. Georgen – Gardolo
Levico – Vipo Trient
Obermais ist spielfrei

3. Spieltag (Sonntag, 9. Mai, 16 Uhr)
Gardolo – Obermais
Lavis – St. Georgen
Stegen – Levico
Vipo Trient ist spielfrei

4. Spieltag (Mittwoch, 12. Mai, 20 Uhr)
St. Georgen – Stegen
Obermais – Lavis
Vipo Trient – Gardolo
Levico ist spielfrei

5. Spieltag (Sonntag, 16. Mai, 16 Uhr)
Lavis – Vipo Trient
Stegen – Obermais
St. Georgen – Levico
Gardolo ist spielfrei

6. Spieltag (Mittwoch, 19. Mai, 20 Uhr)
Obermais – St. Georgen
Vipo Trient – Stegen
Gardolo – Levico
Lavis ist spielfrei

7. Spieltag (Sonntag, 23. Mai, 16 Uhr)
Lavis – Gardolo
St. Georgen – Vipo Trient
Levico – Obermais
Stegen ist spielfrei

8. Spieltag (Sonntag, 30. Mai, 17 Uhr)
Obermais – Vipo Trient
Stegen – Gardolo
Levico – Lavis
St. Georgen ist spielfrei

9. Spieltag (Mittwoch, 2. Juni, 17 Uhr)
Lavis – Stegen
Gardolo – St. Georgen
Vipo Trient – Levico
Obermais ist spielfrei

10. Spieltag (Sonntag, 6. Juni, 17 Uhr)
Obermais – Gardolo
St. Georgen – Lavis
Levico – Stegen
Vipo Trient ist spielfrei

11. Spieltag (Sonntag, 13. Juni, 17 Uhr)
Stegen – St. Georgen
Lavis – Obermais
Gardolo – Vipo Trient
Levico ist spielfrei

12. Spieltag (Mittwoch, 16. Juni, 20 Uhr)
Vipo Trient – Lavis
Obermais – Stegen
Levico – St. Georgen
Gardolo ist spielfrei

13. Spieltag (Sonntag, 20. Juni, 17 Uhr)
St. Georgen – Obermais
Stegen – Vipo Trient
Levico – Gardolo
Lavis ist spielfrei

14. Spieltag (Sonntag, 27. Juni, 17 Uhr)
Gardolo – Lavis
Vipo Trient – St. Georgen
Obermais – Levico
Stegen ist spielfrei

Schlagwörter: Fussball

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