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Naturns hat sich in diesem Sommer hochkarätig verstärkt. Im Bild: Hannes Kiem. © SSV Naturns - Fußball

Landesliga | Eine Fülle an Top-Teams im Westen

In ihrer neuen Serie stellt die SportNews-Redaktion die Südtiroler Amateurligisten vor. Heute an der Reihe: Die Landesliga-Mannschaften im Westen von Südtirol.

Zumindest auf dem Papier ist Naturns einer der Favoriten auf den Meistertitel. Die Untervinschger holten mit Hannes Kiem und Michael Cia zwei Ex-Profis in die Landesliga. Dazu wurde unter anderem auch noch der 22-jährige Fabian Menghin (er kam ebenfalls von Serie-D-Absteiger Virtus Bozen) von einem Wechsel zu den Gelb-Blauen überzeugt. Neo-Trainer Christian Pixner kann ohne Frage auf eine hochtalentierte Truppe bauen. Die große Frage wird sein, wer die Tore für Naturns heuer schießen wird. Dazu kommt noch, dass wahrscheinlich jede Mannschaft gegen Naturns hochmotiviert sein wird, dem großen Favoriten ein Bein zu stellen. Der Aufstieg wird jedenfalls alles andere als ein Selbstläufer.


Lokalrivale Partschins spielte in der vergangenen Corona-Saison groß auf. Im Sommer mussten die Rot-Schwarzen ihren Torjäger Alexander Nischler zu Lana ziehen lassen. Auch Kreativspieler Michael Tscholl (er ging zu Plaus) ist nicht mehr dabei. Dafür wurde mit Stephan Lanpacher ein talentierter Offensivspieler dazugeholt. Fakt ist: Die Partschinser haben mit Daniel Lanthaler, Michael Aiello, Armin Rungg oder Olaf Stark starke Spieler in ihren Reihen und werden wohl auch in dieser Saison ein Wort um den Aufstieg mitreden.

Der Partschinser Michael Aiello (im weißen Trikot) zählt zu den besten Spielern der Liga. © www.runggaldier.it / Dieter Runggaldier

Stark einzuschätzen ist heuer auch Terlan. Die Etschtaler sind in den vergangenen Jahren zu einer konstanten Landesliga-Mannschaft herangereift und beendeten die vergangene Corona-Spielzeit auf Rang 4. Vor kurzem wurden die Terlaner durch Verteidiger Martin Hafner, Mittelfeldspieler Peter Gostner und Stürmer Felix Lintner (sie kamen allesamt vom Bozner FC) hochkarätig verstärkt. Damit zählt Terlan automatisch zu einem der Titel-Favoriten.

St. Martin Moos zählt heuer im Vergleich zum Vorjahr nicht mehr zu den Top-Favoriten auf den Aufstieg. Die Mortiner haben mit Artur Tschöll, Elmar Haller, Julian Prünster, Marco Baggio oder Max Lanthaler aber erfahrene Spieler in ihren Reihen, die wissen, worauf es ankommt. Nicht mehr dabei sind unter anderem Jan Pichler (SC Passeier), Noah Pixner (Naturns) oder Simon Breitenberger (zurück zu Ulten). Dafür wurde das Mittelfeld mit Walid Sogheir (zuletzt bei Meran) verstärkt. Gespannt darf man auf Neo-Trainer Paolo Goisis sein. Der Ex-Profi, der auch beim FC Südtirol spielte, wurde im Oktober als neuer Übungsleiter engagiert, konnte wegen dem damaligen Corona-Abbruch aber noch nicht auf der Mortiner Bank Platz nehmen. St. Martin Moos hat sicherlich das Potential, um oben mitzuspielen. Ob es für ganz vorne reicht, bleibt abzuwarten.


Gespannt darf man auch in Richtung Eppan blicken. Die Überetscher hatten sich in der vergangenen Spielzeit wieder gefangen und standen beim Abbruch auf dem sechsten Platz. Im Sommer schnappte man sich zudem mit Hugo Pomella, dem langjährigen Erfolgstrainer von Tramin, einen bekannten Übungsleiter. Im Kader gab es einen Umbruch. Gleich acht neue Spieler (darunter auch Nals-Verteidiger Fation Imeri) kamen im Sommer nach Eppan. Trotzdem wäre es eine Überraschung, wenn die Pomella-Truppe gleich schon um den Aufstieg mitspielen würde. Ein Platz im gesicherten Mittelfeld ist aber allemal drin.

Hugo Pomella gibt ab sofort bei Eppan die Kommandos. © Franz Griessmair

Latsch hat sich in den letzten Jahren in der Landesliga etabliert. Deshalb setzt man weiter auf Trainer Fabio Memmo (er geht in seine vierte Saison). Die Vinschger haben einen eingeschworenen Haufen mit vielen Spielern, die inzwischen reichlich Landesliga-Erfahrung aufweisen. Einzig im Sturm könnte heuer durch den Ausfall von Mattia Lo Presti der Schuh drücken. Die Memmo-Truppe kann normalerweise aber auf ihre starke Defensive vertrauen. Deshalb sollte ein Platz im Mittelfeld auch heuer drin sein.

Der SC Passeier wurde im Vorjahr nach einem großen Aderlass im Team von vielen als einer der Abstiegskandidaten gehandelt. Schlussendlich kamen die Passeirer aber gut aus den Startlöchern und belehrten vielen Kritiker eines Besseren. Das Team von Andreas Tschöll hat heuer mit Jan Pichler, der zuletzt bei St. Martin spielte, zudem einen technisch versierten Mittelfeldspieler dazubekommen. Somit ist für die Passeirer ein Platz im Mittelfeld drin. Das primäre Ziel bleibt jedoch der Klassenerhalt.

Jan Pichler (links) wechselte von St. Martin Moos zum SC Passeier. © www.runggaldier.it / Dieter Runggaldier


Schenna tat sich in der Vorsaison nach dem Abgang des langjährigen Torjägers Thomas Mair schwer. Im Tor wird heuer Pasquale Colosimo stehen. Der Routinier aus Kalabrien, der in Südtirol schon bei verschiedenen Vereinen wie Brixen, Meran, Nals, Bozen 96, Riffian Kuens oder Mals gespielt hat, soll mit seiner Erfahrung helfen. Der langjährige Oberliga-Trainer Stefan Gasser kann bei Schenna jedenfalls auf eine geschlossene Einheit bauen. Trotzdem werden die Burggräfler wohl um die hinteren Plätze spielen. Der Klassenerhalt ist Markus Unterthurner & Co. aber allemal zuzutrauen.

Riffian Kuens tat sich nach dem langersehnten Aufstieg im Vorjahr in der Landesliga dann schwer. In 9 Spielen konnten die Burggräfler keinen einzigen Sieg feiern (sie holten insgesamt 4 Punkte). Im Sturm soll künftig Nicolas Waldner für die Tore sorgen. Er traf in der 1. Amateurliga bei Tirol zumeist doppelstellig. Trotzdem wird die Mannschaft von Hannes Mussi wohl bis zum Ende gegen den Abstieg spielen.

Die Vorschau zu den Landesliga-Teams im Osten gibt es am Samstag auf SportNews.


Schlagwörter: Fussball Amateurfußball

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