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Dieses Duell wird ein wahrer Leckerbissen: Fabio Bertoldi (Weinstraße Süd, links) und Stefan Pareiner (Ahrntal). © www.runggaldier.it / Dieter Runggaldier

Landesliga | Im Osten geht das Abstiegsgespenst um

In ihrer neuen Serie stellt die SportNews-Redaktion die Südtiroler Amateurligisten vor. Heute an der Reihe: Die Landesliga-Mannschaften im Südtiroler Osten und dem Unterland.

Fabio Bertoldi und Max Dalpiaz, dazu noch Akteure wie Joao Loyola, Armando Dauti oder Michael Palma: Wer soll diese Weinstraße Süd heuer schlagen? Die Unterlandler stellen den wohl besten Sturm, den die Landesliga je gesehen hat. Mit der Verpflichtung von Dalpiaz hat Tormaschine Bertoldi seinen kongenialen Partner gefunden, zusammen sind die beiden für 40 Tore gut – mindestens. Wer Meister werden will, bei dem muss aber über eine ganze Saison alles zusammenpassen. Deshalb wird es interessant zu sehen, wie die Weinstraße Süd – deren Manko in den letzten Jahren immer wieder auch die fehlende Konstanz war – sich über 38 Spieltage schlägt.


Denn es gibt neben den zahlreichen Top-Teams im Westen auch noch Gegner wie Bruneck, das schon seit Jahren am Oberliga-Aufstieg schnüffelt, aber nie so richtig zubeißen konnte. Obwohl mit Philipp Bachlechner ein Torgarant nicht mehr dabei ist, zählt die Truppe von Roberto Fuschini auch heuer wieder zu den größten Anwärtern auf den Titel. Die Zeit für den Klassensprung wäre ohnehin schon überreif.

Auch Ahrntal muss man auf dem Zettel haben
Vergessen darf man natürlich nie Ahrntal, der im Kampf um die Oberliga ebenfalls ein Wörtchen mitreden will. Die Teldra haben von Ligakonkurrent Bruneck Stürmer Bachlechner abgeluchst: Der körperlich starke Mittelstürmer war jener Angreifer-Typ, der der Mannschaft vom Toule in den letzten Jahren immer wieder gefehlt hat. Weil auch die Stützen David Zimmerhofer oder Patrick Psenner nach ihrem kurzen St.-Georgen-Abenteuer zurück sind, dürften die Ahrntaler heuer als gefährlicher Außenseiter so manch höher eingeschätzter Mannschaft Probleme bereiten.

Marco Mittermair, Torhüter von Milland. © Giacomelli


Eine sorgenlose Saison wird dagegen Milland spielen. Die Eisacktaler haben sich in der Landesliga längst etabliert und machen den Gegnern vor allem mit ihrem unbändigen Kampfgeist das Leben schwer. Spielermäßig gab es eine große Neuerung: Manuel Hofer kehrt nach zwei Jahren Milland zu Natz zurück. Obwohl der Stürmer in schwarz-gelb nie richtig angekommen war, ist es ein schwerwiegender Abgang, da Hofer Spiele im Alleingang entscheiden konnte. Sein Ersatz ist Thomas Ritsch, der es im stolzen Alter von 35 Jahren noch einmal versuchen will. Er bildet mit Alex Feltrin (39) einen erfahrenen Sturm, der jedoch etwas in die Jahre gekommen ist. Qualität hat die Mannschaft aber zur Genüge.
Abstiegssorgen in Albeins, Freienfeld & Co.
Bei Natz wird dagegen sehr viel von Rückkehrer Manuel Hofer abhängen. In der Saison 2018/19 erzielte er in der 1. Amateurliga 32 Tore für die Eisacktaler – findet er diese Form wieder, dann muss sich Natz keine Sorgen machen. Wenn nicht, dann droht der Abstiegskampf. Denn mit Luca Consalvo ist ein Top-Stürmer weg, zudem ist die Defensive alles andere als sattelfest. Trotzdem bringt Natz das Zeug mit, um in der Liga zu bestehen.

Stürmt wieder für Natz: Manuel Hofer. © Perathoner


Nach hinten orientieren müssen sich auch vier weitere Mannschaften. Die Auswahl Ridnauntal – die im Vorjahr bis zum Corona-Abbruch eine gute Figur abgegeben hat – hat sich zwar mit Patrick Graus im Sturm verstärkt, musste mit Michél Rainer, Michael Strickner, Andreas Agstner, Michél Braunhofer, André Hochrainer und Andreas Kruselburger sechs teils erfahrene Akteure ziehen lassen.

Albeins (mit Neu-Spielertrainer Manuel Sullmann) muss dagegen dringend sein Defensivproblem unter Kontrolle bringen (im Vorjahr 22 Gegentreffer nach 9 Spielen), ansonsten wird’s sehr brenzlig. Danny Fäckl, Markus Fiechter und Alexander Tauber sind nur mehr im Notfall mit von der Partie, dafür gibt es im Sturm mit Dennis Fanani, Damian Fanani und Peter Plaickner große Feuerkraft.

Dennis Fanani, Angreifer von Albeins. © Giacomelli


In Freienfeld weiß man schon jetzt, dass in dieser Saison der Kampf gegen den Strich wartet. Zwei hochkarätige Neuzugänge konnten die Wipptaler aber begrüßen, denn Benjamin Zulic (er hat mit St. Georgen eine Saison lang in der Serie D gespielt) und Philipp Amort (Ex-Milland) wissen, wie man in der Landesliga spielt.

Und zu guter Letzt wäre da noch Voran Leifers, das zwar einige starke Einzelspieler mitbringt (unter anderem Neuzugang Klaus Lechner, die Clementi-Brüder Stefan und Daniel, Alex Galassiti oder Luca Cappelletto), im Kollektiv aber noch nicht gut funktioniert. Im Vorjahr lag man nach 9 Spieltagen auf Platz 15 – der Abstiegskampf wartet.
Wie viele steigen ab?
Besonders spannend wird die Landesliga heuer, weil noch nicht klar ist, wie viele Mannschaften absteigen. Im Worst Case müssen gleich 7 (!) Teams eine Liga runter – allerdings nur dann, wenn vier Südtiroler Oberligisten absteigen. Es ist aber durchaus wahrscheinlich, dass vier oder fünf Landesligisten absteigen, deshalb wird der Abstiegskampf einmal mehr enorm interessant.

Schlagwörter: Amateurfußball Landesliga

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