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Für Manuel Prossliner ist das Kapitel SSV Brixen nach 15 Jahren zu Ende. © Franz Griessmair

Nach 15 Jahren SSV Brixen: Prossliner geht von Bord

Beim SSV Brixen hat sich im Hinblick auf die neue Oberliga-Saison fast nichts getan. Nur eine namhafte Änderung gab es: Kapitän Manuel Prossliner wird nicht mehr dabei sein.

Prossliner war das letzte Übrigbleibsel der Alten Brixner Garde: Zusammen mit Spielern wie Markus Fiechter oder Danny Fäckl prägte „Prosse“ im letzten Jahrzehnt den Fußball in der Domstadt. Während sich Fiechter und Fäckl schon vor einiger Zeit verabschiedet haben, blieb der beinharte Defensivmann an Bord und führte Brixen in den letzten beiden Jahren als Kapitän aufs Feld. Nun hat er aber einen Schlussstrich gezogen.


„Ich habe in den letzten Monaten gesehen, dass es auch ohne Fußball geht“, meint Prossliner, der heuer 36 Jahre alt wird. Der Gedanke vom Abschied war in den letzten Monaten gereift, seit einigen Tagen ist es nun fix, dass der Defensivmann künftig nicht mehr in der Oberliga für Brixen spielen wird. Ob es ein endgültiges Karriereende ist, das lässt Prossliner noch offen. „Ich kann nicht ausschließen, dass ich vielleicht doch noch bei einem Verein unterkomme“, meint der Verteidiger aus Klausen.

Highlights, beste Mitspieler und unangenehme Gegner
In seinen Jugendjahren spielte Prossliner beim FC Südtirol und bei Fiorenzuola, einem Klub in der Serie C2 in der Nähe von Piacenza. Im Erwachsenenfußball lief der körperlich starke Verteidiger zunächst für Bozen 96 in der Oberliga und der Serie D auf, ehe es ihn 2005 zum SSV Brixen zog. Dort stand er in den letzten 15 Jahren in der Oberliga stets seinen Mann und erlebte mit dem Verein aus der Domstadt Höhen und Tiefen. „Eines der Highlights war sicher der zweite Platz in der Oberliga, den wir in der Saison 2007/08 unter Walter Zingerle eingefahren haben. Da haben wir die Playoffs bestritten, das war schon besonders“, so Prossliner.

Prossliner (links) im Duell mit Jonas Clementi: Den Obermaiser Stürmer (hier noch im Trikot von St. Pauls) bezeichnet „Prosse“ als einen seiner stärksten Gegenspieler. © www.runggaldier.it / Dieter Runggaldier


Wenn er über seine besten Mitspieler nachdenkt, kommt ihm ein Name schnell in den Sinn. „Martin Ritsch war ein absoluter Ausnahmekönner. Aber auch unser Tormann Matthias Siller oder die Aushängeschilder Markus Fiechter und Danny Fäckl waren und sind besondere Spieler, mit denen ich mich auch außerhalb des Feldes gut verstehe.“ Und sein unangenehmster Gegner? „Eine Mannschaft wie den AC Trient der letzten Jahre hat man selten gesehen. Die waren immer zwei Schritte schneller. Von den Spielern her war es immer bärig, gegen einen Martin Ritsch, einen Matthias Bacher oder einen Jonas Clementi zu spielen“, so Prossliner.

Klar ist: Das Kapitel Brixen ist für ihn nun zu Ende. Ob auch das Kapitel Fußball fertig ist, das bleibt abzuwarten.

Schlagwörter: Fussball

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