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Werner Gerstgrasser und seine Plauser Teamkollegen freuen sich auf die 1. Amateurliga. © Facebook

Plaus, Schabs & Mareo: Neue Kräfte in der 1. Amateurliga

Drei Vereine steigen von der 2. Amateurliga eine Liga auf. Für zwei von ihnen, Schabs und Mareo/St. Vigil, ist es eine Rückkehr. Die dritte Mannschaft im Bunde betritt hingegen Neuland.

Nachdem Plaus (Gruppe A) in den letzten Jahren stets knapp am Aufstieg gescheitert ist, hat es jetzt funktioniert: Trainer Paul Cassin und seine Mannschaft spielen künftig in der 1. Amateurliga – zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte. Dementsprechend groß ist die Freude darüber. „Gott sei Dank, hat es jetzt endlich mit dem Aufstieg geklappt. Noch einmal die 2. Amateurliga in Angriff zu nehmen, wäre für alle schwierig geworden“, so Cassin, der bis zuletzt gezittert hat: „Eine Zeit lang haben wir gedacht, die Saison wird annulliert. Die Angst war schon groß.“

„So schön wie auf dem Platz aufzusteigen, ist es nicht. Aber die Freude ist riesig.“
Paul Cassin, SV Plaus

Zwar hätte sich Cassin über einen Aufstieg mit Meistertitel auf dem grünen Rasen noch etwas mehr gefreut, doch nach den Strapazen der letzten Saisonen freut man sich im Untervinschgau auf die 1. Amateurliga. Der Kader wird im Großen und Ganzen derselbe bleiben. Es gebe einige Abgänge so Cassin, doch man sei in guten Gesprächen mit neuen Spielern: „Kleinigkeiten haben sich bei uns immer getan, so wird es auch heuer sein.“
Kurioses Schabs: Meistertrainer außer Amtes
Eine skurrile Situation ergab sich in Schabs (Gruppe B), wo der Meistertrainer zum Zeitpunkt des Aufstiegs gar nicht mehr im Amt war. Manuel Mutschlechner entschied im Winter, dass er – trotz Tabellenführung – nicht weitermachen möchte. „Zeitgründe, aber auch die fehlende Motivation haben den Ausschlag gegeben“, so der Trainer: „Den Aufstieg hat Schabs der Mannschaft und dem Verein zu verdanken. Ich war nur ein kleiner Teil davon.“

Aufsteiger aus dem Pustertal: Das Team des SV Schabs. © Facebook

Jetzt hat Michele De Angelis das Vergnügen, mit Schabs in die 1. Amateurliga zu starten. Er kam im Winter neu zur Mannschaft, hievte den ehemaligen Oberligisten im Pokal eine Runde weiter, saß aufgrund der Coronakrise aber noch bei keinem Meisterschaftsspiel auf der Trainerbank. Kurios ist das allemal, doch wer konnte schon mit einer weltweiten Pandemie rechnen?
Mareo: Unverhofft kommt oft
Im Kreis C kam Mareo/St. Vigil in etwa so zum Aufstieg, wie die Mutter Gottes zum Kind – oder um es mit anderen Worten zu sagen: Unerwarteter geht kaum. Die Gadertaler waren unter Neu-Trainer Marco Scalzini mit dem Ziel Klassenerhalt gestartet, doch dann lief die Hinrunde weit über den Erwartungen. Doch noch ein anderer Punkt ließ Mareo zittern. Das Match gegen St. Lorenzen musste nach einer Stunde (beim Stand von 1:0 für die Enneberger) abgebrochen werden. Alle Nachholtermine machten die heftigen Schneefälle im Spätherbst zunichte.

Im Sommer hätte wohl kaum jemand auf Mareo als Aufsteiger gewettet. © Facebook

Dann kam die Coronakrise und bis zuletzt wusste niemand so genau, wie das Spiel gewertet wird. Mittlerweile ist das Spiel offiziell zwar noch immer nicht gewertet (laut Rundschreiben vom 18. Juni soll die endgültige Tabelle am Freitag veröffentlicht werden; Anm. d. Red.), doch am Aufstieg von Mareo wird das nichts ändern. „Es ist natürlich eine sehr schöne Überraschung“, sagt Scalzini und ergänzt: „Das Schwierige kommt jetzt. Wir konnten schlecht planen, weil wir nie wussten, in welcher Liga wir spielen.“ Mega-Transfers sind allerdings keine zu erwarten, stattdessen möchte der Klub, für den es eine Rückkehr in die 1. Amateurliga ist, einheimische Spieler aus höheren Ligen zurückholen. „Erste Kontakte haben wir geknüpft, jetzt schauen wir was sich ergibt“, so Scalzini.
Amateursaison 2019/20: Alle Südtiroler Aufsteiger
Landesliga: SV Stegen
1. Amateurliga: SV Riffian und Auswahl Ridnauntal
2. Amateurliga: SV Plaus, SV Schabs und SC Mareo
3. Amateurliga: SV Prad, SV Morter, Unterland Berg und SV Gossensaß

Autor: christian.staffler

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