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Als Trainer immer mittendrin: Alex Mayr, Coach von St. Pauls. © Dieter Runggaldier

St.-Pauls-Coach Alex Mayr: „Wir halten den Ball flach“

Ohne Zweifel: St. Pauls ist in der bisherigen Oberliga-Meisterschaft das große Überraschungsteam. Mit 13 Punkten stehen die Überetscher auf Rang 3 der Tabelle. Trainer Alex Mayr bleibt aber bescheiden.

Für Mayr war es ein Einstand nach Maß: Der ehemalige Stürmer, der vor dieser Saison noch nie eine Kampfmannschaft trainiert hatte, hat mit dem Traumstart die Erwartungen übertroffen. Was auffällt: St. Pauls ist eine starke Einheit, die auch den Ausfall von Schlüsselspielern kompensieren kann. Beispiel Sonntag, als mit Toni Tarantino und Jonas Clementi der Stammgoalie und der Torjäger vom Dienst verletzt passen mussten, die Paulsner gegen Rotaliana aber trotzdem mit 4:0 gewinnen konnten. SportNews hat sich mit Trainer Alex Mayr unterhalten.


6 Spiele, 13 Punkte, Platz 3: Hätten Sie sich einen solchen Einstand als Oberliga-Trainer erwartet?

Alex Mayr: „Uns ist ein guter Start geglückt, das ist korrekt. Aber wir halten den Ball flach, das ist eine Momentaufnahme und unser sportlicher Weg ist noch lang. Es gibt viel zu tun.“


Oberliga-Größen wie Obermais (3:0) oder Brixen (5:2) wurden klar geschlagen. Was macht St. Pauls zurzeit so stark?

„Unser Willen. Wir müssen über unsere Leistungsgrenze gehen, um wichtige Ausfälle in den ersten Wochen zu kompensieren. Und das machen wir.“


Gibt es Spieler, die sich bislang besonders hervorgetan haben?

„Für mich zählt die Mannschaft. Ein Sonderlob gibt es aber für Philipp Schweigkofler, unseren Fanliebling und Beispiel für andere junge Spieler: Wo eine Wille, da ein Weg.“

Philipp Schweigkofler, Verteidiger von St. Pauls. © Dieter Runggaldier


Sie trainieren heuer das erste Mal eine Kampfmannschaft: Welche Schwierigkeiten bzw. Herausforderungen gibt es da im Vergleich zum Jugendbereich?

„Meine persönliche Herangehensweise ändert sich nicht grundlegend, weil ich bei der Jugendarbeit immer Vollgas gegeben habe. Aber die Oberliga ist viel komplexer, zahlreiche Variablen – interne wie externe – kommen dazu. Das macht es aber auch spannend. Und ich lerne wieder was dazu, das gefällt mir.“


Wie läuft die Arbeit mit dem prominenten Co-Trainer Yuri Pellegrini, der in seiner aktiven Karriere in der Serie B gespielt hat und als Trainer schon in China im Einsatz war?

„Es macht uns Spaß. Wir verstehen und ergänzen uns sehr gut. Fachlich und menschlich ist Yuri eine große Bereicherung.“

Der 16-jährige Nik Messner (rechts) hat schon 2 Treffer auf dem Konto. © Dieter Runggaldier


Im Vorjahr war die Mannschaft von Jonas Clementi abhängig. Heuer fällt auf, dass bereits 9 Spieler getroffen haben. Wie erklären Sie sich das?

„Zum einen spielen wir mit einer anderen taktischen Ausrichtung, zum anderen fehlte unser bester Spieler in den ersten Partien mehrmals wegen Sperre und Verletzung. Da mussten andere einspringen.“


Wie lauten die weiteren Ziele für diese Saison? Geht der Blick nach oben oder hat der Klassenerhalt immer noch Priorität?

„Wir haben drei Prioritäten bzw. Ziele: Wir wollen jungen Spielern unserer Jugendabteilung die Möglichkeit geben, in der Ersten Mannschaft zu spielen. Auch ein positiver Umgang im Verein, mit unseren Jugendmannschaften und im Dorf sind uns sehr wichtig. Und für das sportliche Ziel, den Klassenerhalt, werden wir alles geben.“

Autor: det

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