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Stegens Team steht vor dem Sprung in die Oberliga. © www.runggaldier.it / Dieter Runggaldier

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort: Ein Stegener Märchen

In Stein gemeißelt – sprich offiziell – ist es noch nicht. Aber mittlerweile gilt es als gesichert, dass Stegen in der nächsten Saison in der Oberliga spielen wird. Ein Aufstieg, der für alle überraschend kommt. Vor allem für die Pusterer selbst.

Bereits im Vorjahr hatte Stegen für eine kleine Sensation gesorgt. Damals war das Team von Thomas Piffrader auf Platz 3 der Landesliga gelandet. Im Sommer gab es dann einen Umbruch, Stützen wie Philipp Piffrader, Simon Harrasser (beide zu St. Georgen) oder Stefan Hilber (Taufers) haben klaffende Lücken hinterlassen. „Wir wollten in erster Linie nicht absteigen“, blickt Trainer Piffrader heute zurück. „In den ersten Spielen der Saison haben wir uns dann effektiv bluthart getan. Nach 5 Partien hatten wir 3 Zähler auf dem Konto, nach 7 waren es 6 Zähler. Da habe ich mir manchmal gedacht: Können wir uns heuer wirklich halten?“

In 12 Spielen gab es 11 Siege
Danach aber geschah etwas Unerwartetes. Der Stegen-Motor nahm plötzlich an Fahrt auf – und war kaum mehr zu stoppen. Punkt für Punkt und Position für Position arbeitete man sich nach oben. In den letzten 12 Spielen gab es nur eine einzige Niederlage, dafür aber 11 Siege. Und das, obwohl Stegen – getreu seiner Leitlinie der letzten Jahre – auf große Namen weitestgehend verzichtet. Dafür bildeten zahlreiche junge und hungrige Spieler eine verschworene Einheit, die sich mit erfrischendem und aufopferungsvollem Fußball langsam aber sicher im Spitzenfeld der Liga etablierte.

Thomas Piffrader, Trainer von Stegen. © www.runggaldier.it / Dieter Runggaldier


Am 8. März zwang man schließlich Naturns mit 3:0 in die Knie. Die Untervinschger waren ihrerseits Herbstmeister gewesen und somit der Top-Kandidat auf den Titel. Weil an jenem Tag auch Bruneck patzte, stand Stegen plötzlich alleine an der Spitze der Landesliga. „Wir sind einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen“, muss Trainer Piffrader schmunzeln. Wenige Tage später wurden nämlich sämtliche Meisterschaften wegen der Coronakrise zunächst unter- und schließlich abgebrochen.
Der Stegener Weg soll weitergegangen werden
Damals rechnete in Stegen noch niemand damit, dass der Sieg an jenem 8. März das Aufstiegsstück hätte sein können. „Als vor einem Monat Verbandspräsident Tappeiner gesagt hat, dass die Erstplatzierten aufsteigen könnten, haben wir uns zum ersten Mal damit beschäftigt“, so Piffrader. Nun hat der Amateurliga-Verband LND in seiner Sitzung am Donnerstag entschieden, dass dies tatsächlich so sein wird. Am Montag soll der Stegener Aufstieg offiziell abgesegnet werden, die Rückkehr in die Oberliga nach mehr als 10 Jahren wird also Realität. „So richtig glauben werde ich es wohl erst, wenn es schwarz auf weiß steht“, muss Piffrader schmunzeln.

Soll zu Stegen zurückkehren: Philipp Piffrader. © www.runggaldier.it / Dieter Runggaldier


Fest steht, dass sich bei Stegen einiges getan hat. Mit Markus Kirchler (zu Gais) und Lukas Gatterer (Studiengründe) stehen 2 Stützen nicht mehr zur Verfügung, auch hinter dem Verbleib von Markus Mutschlechner steht ein dickes Fragezeichen. Philipp Sinner war in der letzten Saison lange verletzt, Ivo Nöckler will es trotz Knorpelschaden versuchen. Von Mareo kommt Gabriel Frenner, von der SPG Gsies Florian Appenbichler. Gold wert wäre für Stegen auch die Rückkehr von Trainer-Sohn Philipp Piffrader, der zuletzt bei St. Georgen gespielt hat. „Egal ob Oberliga oder Landesliga“, stellt Trainer Piffrader klar, „wir werden weiterhin den Stegener Weg gehen.“



SPGUVTVP
1. Stegen19123438:2939
2. Bruneck19106334:1136
3. Ahrntal19113536:2236
4. Naturns19104527:2234
5. Terlan1995529:1532
6. Milland1986522:1130
7. Schenna1985640:3329
8. Partschins1984726:2328
9. Latsch1968519:1726
10. Weinstraße Süd1975727:2326
11. SC Passeier1956827:3321
12. Natz19631023:3621
13. Albeins1947821:2619
14. SSV Leifers1946919:3718
15. Freienfeld19361015:3315
16. Eppan19051410:425

Autor: det

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