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Die zwei besten Teams der Oberliga: St. Georgen und Virtus Bozen. (Foto: Runggaldier) Er ist der beste Spieler der Liga: Max Dalpiaz. (Foto: Runggaldier) Andreas Klotzner kommt mit seinen Obermaisern nicht auf Touren. (Foto: Runggaldier)

Von Überfliegern und Abgestürzten: Tops & Flops der Oberliga-Hinrunde

Zeitgleich mit der Landesliga ist auch die Oberliga in die Winterpause gegangen. Wir haben genauer hingeschaut und sagen euch, wer auf Kurs liegt und wer nicht.

TOPS

Der Titelkampf: Der Oberliga-Meister 2017/18 kommt aus Südtirol. Im Moment liegt Virtus Bozen mit 41 Punkten in Führung, gefolgt von St. Georgen. Wenn die Pusterer das Nachholspiel gegen Calciochiese am 28. Jänner gewinnen, dann rückt die Truppe von Trainer Patrizio Morini bis auf zwei Punkte an die Hauptstädter heran. Verliert St. Georgen gegen den Tabellenvierten, dann wird es ganz schwer. Aber: Virtus Bozen hat in der laufenden Saison schon zweimal gegen St. Georgen verloren. Es bleibt spannend.

Die Aufsteiger: Bleibt alles so wie es ist, dann steigt heuer kein Neuling ab. Mit St. Pauls und Anaune Val di Non liegen sogar zwei Aufsteiger in den Top 6. Während St. Pauls von einem starken Start und Zehn-Tore-Mann Jonas Clementi profitiert, haben die Nonstaler mit Nicolò Bisarcò den besten Jugendspieler der Liga in ihren Reihen. Der 18-jährige Rotschopf hat bereits neun Saisontore auf dem Konto – gleich viele wie die St. Georgen-Bomber Thomas Piffrader und Matthias Bacher. Zudem ist die Mannschaft aus Cles das einzige Team, das St. Georgen geschlagen hat.

Die Toptorjäger: Mit 15 erzielten Toren sind Luca Consalvo und Elis Kaptina die besten Torschützen der Oberliga. Während Consalvo die Überlebensversicherung für Brixen ist, blüht Kaptina unter Trainer Alfredo Sebastiani richtig auf. Zusammen mit Matteo Timpone (elf Tore) bildet der Ex-Traminer das beste Offensiv-Duo der Liga. Zur Erinnerung: Im Vorjahr hatte Kaptina bei Tramin dreimal getroffen. Der Überflieger der Saison steht damit fest.

Max Dalpiaz: Matthias Bacher hat den besten Torriecher, Martin Ciaghi schießt herausragende Freistöße, Mohammed Majdi ist ein überragender Techniker. Max Dalpiaz hat alles zusammen. Der Nonstaler in Diensten von Tramin ist der beste Spieler der Liga – daran ändert auch Virtus-Neuzugang Niels-Peter Mörck nichts. Das beweisen nicht nur die zehn Tore von Dalpiaz, sondern vor allem seine Auftritte. Ohne ihn wäre Tramin mitten drin im Abstiegskampf.


FLOPS

Die Abgestürzten: Im Vorjahr spielten der Bozner FC und Obermais um den Titel mit. Ein halbes Jahr später kämpfen beide ums Überleben in der Oberliga. Während die blau-weißen Meraner mit Verletzungspech zu kämpfen haben, sind die Talferstädter nach dem Totalumbruch im Sommer schon fast abgestiegen. Nur acht Punkte sammelte der Bozner FC in 16 Spielen. Zudem gelangen Emmanuele Bocchio & Co. nur zwölf Treffer. Zusammen mit dem Tabellenvorletzten Ahrntal ist das der schlechteste Wert der Liga – und eindeutig zu wenig für den Klassenerhalt.

Naturns: Trotz der Abgänge von Tormann Felix Piazzo und Kapitän Bacher gab man sich in Naturns im Sommer optimistisch. Das änderte sich schlagartig, als man Mitte der Hinrunde am Tabellenende angekommen war. Zwar hat sich die Truppe von Trainer Gustav Grünfelder etwas erholt, Ruhe ist in Naturns aber nicht eingekehrt. Zur sportlichen Schieflage gesellten sich Trainerdiskussionen und Probleme in der Kabine. Das führte dazu, dass mit Martin Blaas der beste Torschütze den Verein noch vor der Winterpause in Richtung Meran verließ.

Die Brixner Abwehr: Alle 30 Minuten schlägt es im Schnitt im Brixner Kasten ein. Macht in Summe 49 Gegentore in 16 Spielen. Viel zu viel, um über mehr, als den Abstiegskampf nachzudenken. Zum Hinrunden-Abschluss gegen St. Pauls stand Stammkeeper Matthias Siller endlich wieder im Tor – und es gab prompt einen Sieg. Trotzdem: Trainer Klaus Schuster sollte ich etwas einfallen lassen. Siller alleine wird zu wenig sein um die Schießbude zu schließen – zumal er von einer schweren Knieverletzung zurückkommt und keine Spielpraxis hat.

SN/cst

Autor: sportnews

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