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Indrit Koni, vor drei Jahren noch in der Serie D, knipst jetzt für Oberau Juventus Club. © MATTEO_GROPPO

2. Amateurliga | David gegen Goliath im B-Kreis

Nachdem am Dienstag der A-Kreis der 2. Amateurliga vorgestellt wurde, ist nun die Gruppe B an der Reihe. Dort hat sich im Sommer richtig viel getan. Herausgekommen ist eine Übermannschaft, ein Sturm-Traumduo sowie eine kuriose Trainersituation kurz vor Meisterschaftsstart.

Die Favoriten
„Die Favoriten“ ist in diesem Fall der falsche Ausdruck. Eigentlich müsste es „Der Favorit“ heißen. Denn in der Gruppe B geht Oberau Juventus Club von der Pole Position aus ins Rennen. Und das, obwohl die Bozner ein Aufsteiger sind. Vom Kader her könnte die Truppe von Francesco Cosa aber locker in der 1. Amateurliga, wenn nicht sogar in der Landesliga mitspielen. Daniele Speziale, Simone Nale, Gianpietro Verdini, Manuel Mariz, Alex Tade und als i-Tüpfelchen Neuzugang Indrit Koni – das sind Spieler, die in ihren Karrieren konstant zwischen Landesliga, Oberliga und Serie D umhergetingelt sind.


Oberau-Präsident Damiano Nale (links) und Topspieler Manuel Mariz.


Es fühlt sich also ein bisschen wie David gegen Goliath an, aber aufgepasst: Die 2. Amateurliga ist kein Zuckerschlecken, denn hier wird robust, kompromisslos, manchmal auch über dem Rahmen des erlaubten zu Werke gegangen. Ob sich die technisch beschlagene „Star“-Truppe davon aus dem Konzept bringen lässt? Fest steht: Mit diesem Kader kann sich Oberau Juventus Club nur selbst schlagen.


Die Herausforderer
Die ganze Liga wird versucht sein, dem großen Favoriten ein Bein zu stellen. Besonders Acht geben sollte man dabei auf Laag, Auer und Montan. Laag spielte im Vorjahr eine bärenstarke Saison (Platz 3) und kann auf ein Traumduo im Sturm setzen: Bilal Kanoune lieferte sich in der vergangenen Spielzeit mit seinem Teamkollegen Alexander Fabris ein Duell um die Torjägerkrone, das Erstgenannter schließlich mit 19:16-Buden für sich entschied. Dieser Angriff lässt keine Wünsche offen!

Knipser-Qualitäten: Alexander Fabris (in rot) ist einer der besten Stürmer der Liga. © www.runggaldier.it / Dieter Runggaldier


Auer, in der vergangenen Saison auf Rang 4, gibt als Ziel eine bessere Platzierung als im Vorjahr aus. Das kann die Truppe von Fabio Ianeselli schaffen. Neu mit dabei ist unter anderem der bekannte Goalie Juri Osti. Und Montan verfügt schon seit Jahren über denselben Mannschaftsstamm, auch wenn mit Martin Malojer (Karriereende) eine Identifikationsfigur nicht mehr dabei ist. Dafür kam von USD Brixen mit Roberto De Lorenzo ein verlässlicher Knipser. Auch Klausen (mit Benjamin Stuefer als Spielertrainer und Stefan Stuefer als Torjäger) könnte sich im Kampf um ganz vorne einmischen.
Das Mittelfeld / Der Abstiegskampf
Sarntal landete im Vorjahr ohne Niederlage auf Platz 2. Das zu wiederholen, wird schwierig. Zumal neben Erfolgstrainer Paolo Tornatore (zu Voran Leifers) auch die beiden Top-Stürmer Ronald Aichhorner (zum SC Passeier) und Armin Stuefer (zu Kaltern) nicht mehr dabei sind. Die kurioseste Story ereignete sich bei den Sarnern kurz vor Meisterschaftsstart: Die Zusammenarbeit mit Trainer Gaspare Perri wurde – angeblich wegen interner Querelen – beendet, seinen Posten übernimmt Co-Trainer Francisco Vincenzo Oliveti.

Wohin geht die Reise von Unterland Berg? © Andrea Giacomelli


Absteiger Feldthurns wird sich in der neuen Liga ebenfalls erst einmal etablieren müssen, während Steinegg seine gewohnt ruhige Meisterschaft spielen wird. Den Klassenerhalt erst eintüten müssen Unterland Berg (mit Ex-Oberliga-Verteidiger Endrit Duriqi) und Neumarkt (mit dem neuen Stürmer Nikola Jurcevic), während Teis Villnöß (ohne langjährige Stützen wie Alexander Profanter) und Aufsteiger Eggental zu den heißesten Abstiegskandidaten zählen.
Der Top-Transfer der Liga
Oberau Juventus Club musste mit Christian Ponzio seinen letztjährigen Toptorjäger ziehen lassen. Paradoxerweise sind die Bozner im Sturm trotzdem besser geworden. Der Grund heißt Indrit Koni. In der Saison 2018/19 war der 23-Jährige mit 12 Toren noch bester Torschütze von Virtus Bozen – und das in der Serie D, wohlbemerkt. Auch wenn Koni sein Temperament nicht immer ganz unter Kontrolle hat, ist er dennoch ein Fußballer, der nicht in diese Liga gehört – und deshalb für viele viele Tore sorgen wird.

Was sich in der Gruppe A getan hat, lest ihr hier.

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