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St. Lorenzens Stefan Huber (links) im Duell mit Mühlwalds Alexander Ausserhofer und Julian Steiner: Beide Teams sind Kandidaten für ganz vorne. © David Laner

2. Amateurliga | Ein latenter Raubvogel im Jagdfieber

Der Vinschger Kreis und die Bozner Gruppe wurden schon ausführlich vorgestellt. Nun fehlt von der 2. Amateurliga nur mehr die Pusterer Staffel (Gruppe C), die unter die Lupe genommen werden muss. Wer ist der Favorit, wer geht als Außenseiter ins Rennen und wer muss zittern?

Die Favoriten

Wenn man St. Lorenzen mit einem Tier vergleichen müsste, wäre das der Falke. Seit Jahren schon kreist der Klub aus dem Brunecker Vorort mit Geduld und Beharrlichkeit um die Top-Positionen der 2. Amateurliga herum, in der vergangenen Saison landete man etwa auf dem 5. Platz. Doch irgendwann muss es ja so weit sein, und dieser hungrige Raubvogel stürzt sich zum finalen Angriff in die Tiefe. Ob sich der Falke heuer schon seine Beute schnappt? Zumindest sind die Lorenzener ein ganz ganz heißer Kandidat, um die Meisterschaft zu gewinnen. Aus einem einfachen Grund: Während die Konkurrenten auf dem Papier schwächer geworden sind, geht St. Lorenzen mit nahezu unverändertem Kader in die Saison. Die Mannschaft ist eingespielt und hat mit Luca Mirabella den besten Stürmer der Liga in ihren Reihen.


Michael Burger (Nummer 9) will für Plose auch in der 2. Amateurliga knipsen. © David Laner


Ebenfalls Ambitionen, in die 1. Amateurliga aufzusteigen (oder besser gesagt zurückzukehren), hegt Plose. Allerdings wurde nach dem bitteren Abstieg im Mai der Reset-Knopf gedrückt. Mit Neo-Trainer Patrick Burger, aber ohne Günther Fischer und Hansjörg Stockner starten die Fußballer aus St. Andrä ihre Mission Wiederaufstieg. Das Potenzial für ganz vorne ist jedenfalls vorhanden.

Die Herausforderer

Mannschaften, die den beiden vermeintlichen Favoriten ein Bein stellen können, gibt es viele. Beispielsweise Hochpustertal, das von einer starken Saison kommt (Platz 4). Allerdings hat sich Torgarant Alan Bosa in Richtung Stegen verabschiedet. Mühlwald, im Vorjahr sensationeller Dritter, konnte seine umworbene Tormaschine Matthias Maurer (19 Buden) halten, dafür musste man den zweiten Top-Stürmer im Bunde, Boris Simoncic (12 Tore), nach Reischach (1. Amateurliga) ziehen lassen. Ob das für ein neuerliches Spitzen-Ergebnis reicht? Auch Absteiger Mareo St. Vigil wird sich in den vorderen Sphären der Tabelle wiederfinden.

Michael Mair (links) schielt mit Hochpustertal nach oben, Hannes Niederkofler muss mit Olang den Blick nach hinten richten. © David Laner


Eine Mannschaft muss heuer kleinere Brötchen backen, nämlich Steinhaus. In den letzten Jahren oft als Aufstiegsaspirant gestartet, hinterließ die Verjüngungskur der Ahrntaler ihre Spuren. Vor Trainingsstart ging es zudem turbulent zu, denn eigentlich wäre Harald Kaneider als Trainer vorgesehen gewesen, allerdings ging die Zusammenarbeit schon zu Ende, bevor sie überhaupt begonnen hatte. Neuer Coach ist Reinhard Niederkofler, der in seiner Karriere auch schon beim SSV Ahrntal an der Seitenlinie stand. Obwohl man mit David Mair am Tinkhof ein großes Torhütertalent von St. Georgen in seinen Reihen hat, wird es für eine entscheidende Rolle aller Voraussicht nicht reichen.

Das Mittelfeld / Der Abstiegskampf

Der Abstiegskampf wird wie immer das Sahnehäubchen der Meisterschaft sein. Taisten Welsberg hat – trotz des Karriereendes von Freistoßspezialist Martin Gitzl – das Zeug, eine ruhige Meisterschaft zu spielen. Mehr Sorgen müssen sich dagegen Aufsteiger Wiesen, Gossensaß, Gais, Sexten und Olang machen.

Alex Schwingshackl (Taisten, links) und Manuel Watschinger (Sexten) werden sich auch heuer packende Duelle liefern. © David Laner


Gais hat mit Markus Niederkofler zwar einen prominenten Trainer, gleichzeitig aber auch eine sehr junge Mannschaft. Sexten musste neben Berndt Mair auch seine Talente Marcel Villgratner und Jonas Happacher ziehen lassen. Und Olang hat im Vorjahr gerade so den Klassenerhalt eingetütet, sich nun aber mit Karl-Heinz Pedevilla als Trainer und dem Landesligaerfahrenen Talent Thomas Laner verstärkt. Entscheidend wird wie immer der Wille, die Leidenschaft und das Durchhaltevermögen sein.

Der Top-Transfer der Liga

Thomas Laner spielt wieder für Olang. © Lukas Schnarf


11 Punkte aus 22 Spielen: Dass Olang mit einer solchen Bilanz im Vorjahr nicht abgestiegen ist, grenzt an ein kleines Wunder. Auch heuer droht den Pusterern der Abstiegskampf. Allerdings wurde die Qualität – vor allem im Mittelfeld – angehoben. Denn Thomas Laner ist nach mehreren Jahren in Bruneck zu seinem Stammverein zurückgekehrt. Im Vorjahr absolvierte er beim Landesliga-Topklub 21 Spiele. Er wird bei Olang trotz seines jungen Alters (Jahrgang 2000) eine Schlüsselrolle einnehmen.

Hier geht es zu den Vorstellungen von Kreis A und Kreis B.

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