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Stefan Scherer zählt mit Mölten Vöran zu den Aufstiegskandidaten. © Mölten Vöran Social Media / Manfred Tammerle

2. Amateurliga | Wer macht im Vinschger Kreis das Rennen?

An diesem Wochenende beginnen in Südtirol die Amateurliga-Meisterschaften. Vorab stellt SportNews alle Ligen vor. Heute an der Reihe: Der A-Kreis der 2. Amateurliga.

Die Favoriten
Eins vorweg: Den klaren Favoriten, die krasse Übermannschaft gibt es in dieser Gruppe nicht. Trotzdem haben sich einige Teams herauskristallisiert, die im Kampf um den Titel ein gehöriges Wort mitreden wollen und werden. Dazu gehört in erster Linie Mölten Vöran, das aus seinem Angriff auf die 1. Amateurliga keinen Hehl macht. „Wenn nicht jetzt, wann dann“, heißt es aus dem Klub-Haus. Die Mannschaft von Ivan Blasinger verfügt über einen soliden Stamm, eine bärenstarke Defensive und mit Stefan Scherer auch über einen Knipser, der im Vorjahr 16 Mal zugeschlagen hat.


Thomas Schuler, Mittelfeldstratege von Schlanders. © Sarah Mitterer


Ebenfalls vorne zu erwarten ist Absteiger Schlanders: Die Truppe von Stefan Federspiel musste zwar Abwehrchef Alex Bordato zu Latsch ziehen lassen, doch in Sachen Kampf, Leidenschaft und Physis macht den Vinschgern keiner was vor. Und das sind die Zutaten, um in dieser Liga erfolgreich zu sein.


Die Herausforderer
Dazu zählt eine Reihe von Mannschaften. Allen voran Morter, das mit Fabian Trenkwalder und Johannes Höllrigl (er erzielte im Vorjahr 20 Tore) zwei der besten Stürmer der Liga in seinen Reihen hat. Tscherms Marling hat ebenfalls Potenzial: Ob Neo-Trainer Hansi Mair dieses entfalten kann, wird sich zeigen. Die Qualität, um vorne mitzuspielen, ist jedenfalls da.

Klaus Niederstätter hat Ritten die Treue gehalten. © David Laner


Genauso wie bei Ritten, das nach dem Abstieg von der 1. Amateurliga einen totalen Umbruch durchgemacht hat. Top-Spieler wie Klaus Tauferer, Daniel Ventura, Alberto Bontadi und langjährige Stützen wie Thomas Mulser oder Ivan Perini haben den Verein verlassen bzw. sind kürzergetreten. Neo-Trainer Ferdinando Antino konnte aber auch einige Neuzugänge begrüßen wie etwa Cedric Fofana (von Terlan) oder Simone Scudier (Girlan).

Girlans Spieler (von links Simon Kerschbaumer, Felix Leimgruber, David Auer und Stefan Vieider) wollen heuer wieder jubeln. © FC Girlan / Social Media


Apropos Girlan: Im Vorjahr noch knapp am Aufstieg gescheitert, hat sich auch bei den Überetschern einiges getan. Stützen wie Benjamin Schweigkofler und Daniel Vieider haben aufgehört, dafür kamen einige verheißungsvolle Talente aus diversen Bozner Klubs. Mit dem 19-jährigen Nik Messner verfügen die Girlaner zudem über einen Top-Stürmer (im Vorjahr 14 Tore). Waren die Überetscher im Vorjahr noch einer der Favoriten, so sind sie heuer ein Geheimtipp.
Das Mittelfeld / Der Abstiegskampf
Kastelbell Tschars war in den letzten Jahren stets ein Top-Anwärter auf den Meistertitel, doch klappen wollte es nie – auch wenn die Vinschger oft den besten Kader vorweisen konnten. Nun folgte ein Strategiewechsel: Mit Neo-Trainer Roland Schiefer soll in erster Linie wieder den jungen einheimischen Fußballern eine Bühne geboten werden. Namhafte Abgänge wie Philipp Ausserer, Alexander Pohl (beide Pause) und Uli Rungg (Partschins) wurden nicht ersetzt. Deshalb wird Kastelbell heuer auch nichts mit dem Titelrennen zu tun haben.

Alexander Pohl spielt nicht mehr für Kastelbell Tschars. © Sarah Mitterer


Andrian will ebenfalls eine ruhige Meisterschaft spielen. Schlägt Top-Neuzugang Christian Ponzio ein, dann können die Etschtaler auch der einen oder anderen Spitzenmannschaft ein Bein stellen. Auch auf Aufsteiger Jenesien dürfte eine sorglose Saison zukommen: Die Mannschaft hat Euphorie und auch einige richtig starke Fußballer in ihren Reihen, wie Ex-St.-Pauls-Akteur Alexander Kaufmann und Stürmer Michael Höller. Und wer steigt ab? Treffen kann es die halbe Liga! Die eben genannten drei Mannschaften sollten sich nicht in Sicherheit wiegen, doch besonders gefährdet sind andere Teams, nämlich Goldrain, Mals und Tscherms.
Der Top-Transfer der Liga

Christian Ponzio, neuer Stürmer von Andrian.


Christian Ponzio hat in der Südtiroler Fußballwelt schon mehrmals für Aufsehen gesorgt. Im September 2017 etwa, als er im zarten Alter von 17 Jahren sechs Tore in einem einzigen 2.-Amateurliga-Spiel für Branzoll Leifers erzielte. Oder im Vorjahr, als er sich in den Reihen von 3.-Amateurliga-Klub Oberau Juventus Club mit 14 Treffern zum Torschützenkönig der Liga krönte. Nun hat der ehemalige FC-Südtirol-Jugendspieler einen neuen Verein gefunden: Er geht künftig für Andrian auf Torjagd und soll auch dort wieder das eine oder andere torreiche Kunststück vollbringen.

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