
Der Napoli Club Bozen feierte im Frühjahr Titel, steht jetzt aber negativ im Fokus.
Abbruch-Skandal in 2. Amateurliga: Milde Strafen
Nur wenige Minuten war die neue Amateurfußball-Saison alt, da gab es schon den ersten Skandal zu verbuchen. Weil sich ein Schiedsrichter vom Napoli Club Bozen bedroht fühlte, gab es einen Spielabbruch in der 2. Amateurliga.
03. September 2026
Von: cst
Der Napoli Club Bozen gastierte zum Auftakt der neuen Saison in Raas. Nach 68 Minuten wurde ein Feldspieler der Landeshauptstädter (beim Stand von 1:1) mit einer Roten Karte vom Feld geschickt, nachdem er seinem Gegenspieler einen Faustschlag in den Bauch versetzt hatte. In der Folge eskalierte das Geschehen offenbar dermaßen, dass die Partie abgebrochen wurde.
Der Linienrichter der Bozner und ein Ersatzspieler sollen den Unparteiischen mit drastischen Worten und dem „Versprechen“ ihn nach dem Spiel aufzulauern, Angst eingejagt haben. Der Schiedsrichter brach die Partie in der Folge ab, wofür er vom Sportgericht im Rundschreiben am Donnerstag gerügt wurde. „Die entstandene Situation erscheint (…) nicht derart gravierend, dass sie die Maßnahme des Spielabbruchs gerechtfertigt hätte.“ Deshalb wird die Partie beim Stand von 0:0 neu ausgetragen.
Keine allzuhohen Strafen
Die Strafen für die Verantwortlichen des Napoli Clubs sind derweil mild ausgefallen. Der vom Platz verwiesene Spieler bekam die Mindeststrafe von drei Partien aufgebrummt, der pöbelnde Ersatzspieler muss vier Wochen (Zeitstrafe) zuschauen. Ein Spiel lang muss der Trainer draußen bleiben. Am längsten wurde der Linienrichter aus dem Verkehr gezogen. Er darf drei Monate lang keine Tätigkeit ausführen, so das Sportgericht.Profil bearbeiten
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