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Berndt Mair, Trainer von St. Georgen. © www.runggaldier.it / Dieter Runggaldier

Berndt Mair: „Wir haben von A bis Z alles umgestellt“

Wenn der ASC St. Georgen am heutigen Sonntag um 14.30 Uhr den Bozner FC empfängt, dann macht er das erstmals in dieser Saison als alleiniger Tabellenführer. Wir haben im Vorfeld mit Jergina-Trainer Berndt Mair gesprochen.

St. Georgen war die große Unbekannte vor dieser Saison, eine Art Wundertüte. Zwölf Jahre lang hatte Patrizio Morini das Sagen bei den Jergina, bis sich die Wege nach der vergangenen Saison getrennt haben. Das Ruder übernahm Berndt Mair, der zwar einige Jahre bei Sexten als Trainer in der 2. Amateurliga aktiv war, bislang aber noch nie höher trainiert hatte. Viele fragten sich: Ist der einstige Kult-Stürmer dieser Aufgabe gewachsen? Zumal mit Martin Ritsch der alles überragende Spieler der letzten Jahre weggefallen ist. Nach elf Spieltagen lässt sich festhalten: St. Georgen ist da, wo es auch in den vergangenen Saisonen so oft war, nämlich an der Spitze der Oberliga-Tabelle.


„Ja, es läuft wirklich, aber wir müssen mit den Füßen auf dem Boden bleiben. Wir trainieren gut, sind alle heiß, auch die jungen Spieler sind sehr gut drauf und wir haben ein gutes Selbstvertrauen“, sagt Mair im Gespräch mit SportNews. Der Übungsleiter erklärt auch, dass sich nach seiner Ankunft vieles geändert hat. „Wir haben im Sommer von A bis Z alles umgestellt.“

Junge Spieler im Fokus

Was genau das bedeutet? „Zum Beispiel die jungen Spieler. Mit denen wird viel mehr geredet, wir geben ihnen Selbstvertrauen. In einem Spiel agieren wir teilweise mit vier jungen Spielern auf dem Feld. Und das nicht nur für die letzten zwei Minuten, sondern für 20, 25 Minuten. Diese Jungen müssen wachsen – dafür muss man ihnen aber auch die Möglichkeit geben, zu spielen“, so Mair.

St. Georgen beim Jubeln: Das ist in dieser Saison keine Seltenheit. © www.runggaldier.it / Dieter Runggaldier


Auch trainingsmäßig hat sich bei St. Georgen heuer etwas geändert, so wird meistens drei Mal anstatt wie in den letzten Jahren unter Patrizio Morini vier Mal wöchentlich trainiert. „Von gewissen Leuten wurde ja behauptet, dass die Reduzierung des Trainings von vier auf drei wöchentliche Einheiten ein Rückschritt ist. Wie man sieht, ist dem nicht so“, erklärt der St.-Georgen-Coach.

Was ist St. Georgens Stärke?

Trotzdem bleibt die Frage: Wie konnte St. Georgen einen Abgang wie jenen von Martin Ritsch verkraften? Immerhin war er im Vorjahr mit 25 Toren der Torschützenkönig der Oberliga. „Mit der Mannschaft, mit der Gruppe“, lautet die Antwort von Mair. „Wir sind in diesen Wochen extrem eng zusammengewachsen. Beispiel Tore: Die schießt nicht mehr nur einer, sondern das wird auf verschiedene Schultern verteilt.“ Trotzdem wird es den Trainer nun freuen, dass mit Ciro Iattarelli der letztjährige 17-Tore-Mann zurückgekommen ist. Er könnte heute gegen den Bozner FC sein Comeback feiern. „Ich habe ihm aber gesagt, dass heuer die Mannschaft im Vordergrund steht.“
„Es gibt nicht nur eine Meinung und sonst nichts, sondern die Meinung von allen.“ Berndt Mair

Mair scheint sich in St. Georgen also bestens eingefunden zu haben. „Ich habe das Glück, zu einem supergut organisierten Verein gekommen zu sein. Vor allem mein Trainer-Stab ist einfach klasse und hat mich super aufgenommen. Wir reden viel miteinander, es gibt nicht nur eine Meinung und sonst nichts, sondern die Meinung von allen. Mir wurde es hier leicht gemacht, mich zurechtzufinden, auch weil ich das Ambiente schon gekannt habe.“

Keine Nebenrolle

St. Georgen hat aktuell den zweitbesten Angriff der Liga (19 Tore) und zudem die beste Defensive (5 Gegentreffer). Es läuft also wie geschmiert. Doch wohin wollen die Jergina? „Wir sind in die Meisterschaft gestartet, um in die Top 5 zu kommen“, so Berndt Mair, der entschlossen hinterherschiebt: „Wir wollen nicht nur eine Nebenrolle spielen.“

Die Vorschau zum kompletten Spieltag gibt es hier.

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