
Philipp Piffrader (links) mit seinem Cousin Thomas Piffrader. © David Laner
Brunecks Philipp Piffrader: Titeltraum und Trainer-Zukunft
Der Titelkampf in der Landesliga spitzt sich zu. Mittendrin: Der SSV Bruneck, der die Meisterschaft gewinnen will. Mittelfeldregisseur Philipp Piffrader sprach mit SportNews über die aktuelle Situation – und seine persönliche Zukunft.
26. April 2026
Von: det
Die Schlagzeilen in Bruneck gehörten in den letzten Wochen dem HC Pustertal. Der Eishockeyklub schrieb ein Märchen und schaffte es bis ins Finale der ICE Hockey League, musste sich dort aber den übermächtigen Graz99ers geschlagen geben. Steigt in Bruneck heuer dennoch eine Meisterparty? Das ist die große Frage, denn die Fußballer des SSV träumen vom langersehnten Titel in der Landesliga. Aktuell führen Kapitän Stefan Nagler & Co. das Klassement mit fünf Zählern Vorsprung an.
Philipp Piffrader, der Mittelfeld-Zauberer der Brunecker, drückt vor dem Gastspiel bei Weinstraße Süd am Sonntag (15.30 Uhr) aber auf die Euphoriebremse. „Fünf Partien stehen noch aus, und somit warten auf uns noch fünf Finalspiele. Es ist noch ein langer Weg, auch weil Naturns eine bärenstarke Mannschaft hat“, so Piffrader, der damit auf den großen Rivalen im Titelkampf anspielt: Naturns liegt den Bruneckern auf den Fersen, und das direkte Duell steht am vorletzten Spieltag noch an.
Ein Spezialist für die Freistöße: Philipp Piffrader (ganz links). © David Laner
„Um eine Meisterschaft zu gewinnen, brauchst du auch etwas Glück. Eines steht jedenfalls fest: Wir haben heuer einen großen Zusammenhalt in der Mannschaft, auf dem Platz, aber auch außerhalb. Das macht uns stark“, sagt Piffrader.
„Das hat weh getan.“ Philipp Piffrader über das geplatzte St.-Georgen-Engagement
Für den 34-jährigen Mittelfeldspieler ist es nicht nur wegen des Titelkampfes eine besondere Spielzeit. Es könnte auch seine letzte Saison als aktiver Fußballer sein. Eigentlich wäre geplant gewesen, dass Piffrader seine Karriere beendet und ab Herbst als Cheftrainer für seinen Heimatverein St. Georgen arbeitet. Allerdings hat sich dieses Engagement überraschend zerschlagen. „Das hat weh getan, auch, weil ich in den letzten Wochen da schon einiges an Arbeit investiert habe. Aber ich sage immer: Was dich nicht umwirft, macht dich nur stärker.“
Der Reiz des Trainer-Geschäfts
Wie sieht die Zukunft des Mittelfeldregisseurs also aus? „Ich weiß es ehrlich gesagt noch nicht“, so Piffrader, der früher oder später auf alle Fälle als Trainer einer Kampfmannschaft arbeiten möchte. „Das ist meine große Leidenschaft. Ich bin schon jahrelang Jugendtrainer und leite auch Fördertrainings für junge Spieler“, sagt der Pusterer.Doch zuvor hat Piffrader noch ein großes Ziel: den Meistertitel mit Bruneck. „Es gibt so viele Leute, die ihr Herzblut in diesen Verein hineinstecken, angefangen bei der Familie Oberleiter. Wir wollen heuer dieses Ziel erreichen“, gibt sich Philipp Piffrader kämpferisch.
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