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Viel Grund zum Jubeln hatten die Spieler von Mareo/St. Vigil heuer noch nicht. © D. Laner (2)

Das große Ziel von Mareo: „Endlich einen Sieg feiern“

Mit 3 Punkten ziert Mareo St. Vigil das Ende der Tabelle der 1. Amateurliga Gruppe B. Schon in der wegen Corona abgebrochenen Saison 2020/21 konnten Ploner & Co. als Aufsteiger in 7 Spielen nur deren 4 Punkte (1 Sieg und 1 Remis) sammeln. Dass es auch heuer schwierig werden würde, war vorauszusehen.

Marco Scalzini, der zu Saisonbeginn an der Seitenlinie stand, verabschiedete sich schon vor dem Ende der Hinrunde. In der Rückrunde übernahm Andreas Engl die Mannschaft. Im SportNews-Interview erklärt der 55-Jährige welche Ziele er in dieser Saison noch anstrebt und warum ihnen Manfred Mölgg Glück brachte.


SportNews: Als man an Sie herangetreten ist, die Mannschaft zu übernehmen und sich die Tabelle angeschaut haben, was ging Ihnen durch den Kopf?

Andreas Engl: „Ehrlich gesagt, habe ich zu den Vereinsverantwortlichen gesagt, sie sollen bis zum Ende der Saison eine interne Übergangslösung anstreben. Das wollten sie aber nicht.“


Warum?

„Weil sie in dieser Saison bereits die Weichen für die nächste Saison stellen wollen, sprich mit einer schlagkräftigen Mannschaft die 2. Amateurliga zu bestreiten. Wichtig ist dem Verein auch, dass diese Truppe zusammenbleibt. Ich muss sagen, dass die Mannschaft trotz der schlechten Ergebnisse zusammenhält. Etwas was mich sehr beeindruckt, denn es ist nicht einfach fleißig zu trainieren, und dann trotzdem fast jeden Spieltag mit leeren Händen dazustehen.“


Wie ist denn das Mannschaftsgefüge?

„Es gibt ältere Spieler und eine Reihe von jungen Spielern. Die Älteren helfen den Jungen sehr viel und geben ihnen wertvolle Tipps. Ich würde sagen, es ist eine gesunde Mischung aus Jung und Alt.“

Andreas Engl arbeitet hauptberuflich im Fitness-Sektor (hier bei der Therapie mit Olang-Spieler Jan Buzzo).


Bleiben Sie auch in der nächsten Saison bei Mareo St. Vigil?

„Darüber habe ich bis jetzt noch nicht groß nachgedacht. Der Verein hat sich diesbezüglich bei mir auch noch nicht gemeldet. Wir werden sehen. Die Priorität liegt zurzeit ganz klar auf den nächsten Spielen.“


Was sind denn noch die Ziele für die verbleibenden Spiele?

„Das wichtigste Ziel ist auf jeden Fall zumindest ein Spiel zu gewinnen, denn das hat sich die Mannschaft verdient. Zudem will ich ihnen noch so viel wie möglich für die nächste Saison mitgeben. Wenn sie imstande sind sich taktisch noch zu verbessern und die Fehleranfälligkeit zur reduzieren, dann ist man mit dieser Mannschaft imstande in der 2. Amateurliga eine gute Meisterschaft zu spielen.“


Gegen Spitzenreiter Gitschberg Jochtal am vorletzten Spieltag, hätte es beinahe mit dem 1. Sieg geklappt.

„Das war ein typisches Spiel Erster gegen Letzter. Sie hatten Tormöglichkeiten für mehrere Spiele, brachten aber die Kugel nicht in unserem Tor unter. Wir hingegen waren vor dem Tor sehr effizient. Am Ende, auch wenn der Ausgleich erst in der 96. Minute fiel, mussten wir von Glück reden, dass es zumindest zu 1 Punkt reichte.“

Gegen Gitschberg Jochtal hätte es für Mareo beinahe mit dem ersten Saisonsieg geklappt.


Kurios war auch der Ausschluss von Paul Cristofolini oder?

„Ja in der Tat, denn beim Elfmeterfoul zeigte ihm der Schiedsrichter die gelb-rote Karte, obwohl er erst in der 2. Halbzeit mit der Nummer 14 eingewechselt wurde und vorher nicht verwarnt wurde. Sehr wohl verwarnt wurde vorher unsere Nummer 4 Ivan Mutschlechner. Auf diese Verwechslung haben wir den Schiedsrichter auch aufmerksam gemacht, er zeigte uns aber seinen Vermerk und dort stand die Nummer 14.“


Die Reaktion von Mannschaft und Verein?

„Im Nachhinein keine, denn man kann eh nicht viel tun, denn am Ende zählt das, was der Schiedsrichter notiert. Danach ist nichts passiert, denn wir konnten mit dem Punkt auch zufrieden sein.“


Mit Manfred Mölgg gibt es auch einen sehr bekannten Sportler in Mareo St. Vigil. Sieht er sich die Spiele seines Heimatvereins ab und zu auch an?

„Seit ich dort bin, habe ich ihn nie auf der Zuschauertribüne gesehen. Vor dem Spiel gegen Gitschberg Jochtal gab es in der Nähe eine Feier anlässlich seines Rücktrittes. Er übermittelte aber die besten Glückwünsche für das Spiel und am Ende hat es uns auch Glück gebracht, denn gegen Gitschberg Jochtal holen nicht alle einen Punkt.“

Zur Person

  • Der 55-Jährige Andreas Engl spielte u.a. bei Terenten, Vintl (1. Amateurliga) und dem SSV Bruneck (Ober- und Landesliga)
  • Beim SSV Bruneck war er nach seiner aktiven Karriere über Jahre hinweg als Co-Trainer tätig, trainierte aber u.a. auch Uttenheim, Dietenheim, Terenten und Taisten Welsberg
  • Der studierte Sportlehrer betreibt in der Brunecker Fraktion St. Georgen zusammen mit den Gebrüdern Jürgen und Bernd Volgger seit über 20 Jahren das Fitnessstudio Physiofit

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