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Keiner hat öfter getroffen: Clemens Pugliese ist der Toptorjäger der 1. Amateurliga – und gemeinsam mit Michael Höller (Jenesien) auch im Südtiroler Fußball.

Der Torjäger, der (fast) aus dem Nichts kam

Er war eine der großen Überraschungen in der bisherigen Südtiroler Amateurfußball-Saison: Clemens Pugliese hat in seinen ersten Monaten in der 1. Amateurliga wie am Fließband getroffen. Das hat viele überrascht, ihn selbst allerdings nicht.

Ein komplett Unbekannter war Clemens Pugliese in der Südtiroler Fußballszene nicht. Immerhin hat der Burgstaller für seinen Heimatverein in den letzten Jahren auch schon einige Tore geschossen. Dass er in seiner ersten Saison in der 1. Amateurliga mit 13 Hinrundentoren startet, davon konnte man aber nicht ausgehen. Oder?


„Ich bin eigentlich nicht überrascht, denn ich kenne meine Qualitäten“, sagt Pugliese und ergänzt: „Ich habe gut trainiert und mich im Sommer top vorbereitet, aber auch immer an mich selbst geglaubt.“ Der Lohn für die Arbeit kann sich sehen lassen. Pugliese ist als treffsicherster Goalgetter der gesamten 1. Amateurliga der Aufsteiger der Liga und hat mit dem FC Tirol gleich viele Punkte gesammelt, wie Meisterschaftsfavorit Nals. „Wir sind als Mannschaft gemeinsam gewachsen, denn der Start war nicht so gut“, sagt Pugliese über Rang 6 in der Winterpause.

Als Waldner-Ersatz voll eingeschlagen
Vor seinem Wechsel nach Tirol habe er dort niemanden gekannt, so der Burgstaller. Die Eingewöhnung sei ihm aber leicht gefallen: „Ich wurde gut aufgenommen und habe sofort erkannt, dass wir eine gute Mannschaft haben.“ Tirols Sportchef Fabian Gruber bestätigt den Eindruck seines Stürmers: „Er hat sich schnell integriert und überhaupt keine Eingewöhnungszeit gebraucht. Er hat den abgewanderten Nic Waldner (zu Riffian Kuens; Anm. d. Red.) mehr als nur gleichwertig ersetzt.“

Immer auf Achse: Pugliese (hinten) ist ein Stürmer, der sich auch in den Dienst der Mannschaft stellt. © FC Nals Facebook / A. Windegger

Pugliese, der einen Großteil seiner Jugendzeit beim Bozner FC verbracht hat, und der FC Tirol, das ist eine Win-Win-Situation. „Ich hatte nach der ganzen Coronazeit große Lust etwas höher als bisher zu spielen und wollte auch mir etwas beweisen. Da hat sich das mit Tirol super ergeben“, so der Angreifer. Für Gruber hat der Erfolg auch noch andere Namen: „Alle suchen Stürmer und wir sind in der glücklichen Lage, einen treffsicheren zu haben. Er profitiert auch von guten Vorlagen und starken Mitspielern im Angriff, wie die beiden Corea-Brüder.“

Ob die starken Auftritte im Tirol-Trikot schon Begehrlichkeiten geweckt haben? „Clemens kann das gut einzuschätzen. Er muss jetzt das bestätigen, was er gezeigt hat. Und das ist nicht immer einfach“, so Gruber, der es als ehemaliger Stürmer in der Landes- und Oberliga wissen muss. Pugliese nimmt es gelassen, ist aber hochmotiviert: „Man kann nie in die Zukunft schauen und wissen was passiert. Ich gebe mein Bestes und will so weit wie möglich kommen.“

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