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Die Mannschschaft des SV Vahrn posierte für das Teamfoto vor der Mauern der Burg Salern.

Endlich kein Abstiegskampf in Vahrn: „Hat viel Kraft gekostet“

In den letzten beiden Saisonen krebste Vahrn in der 1. Amateurliga (Gruppe B) stets im hinteren Tabellenmittelfeld herum. Das Abstiegsgespenst war für einige Zeit auch präsent. Heuer scheint es besser zu laufen.

21 Punkte weisen die Eisacktaler aktuell auf. Der Rückstand auf Tabellenführer Gröden beträgt nur 5 Punkte. Die interne Torschützenliste führt mit 9 Treffern Lukas Edenhauser an. Wie der inzwischen „eingebürgerte“ Vahrner den Verlauf der bisherigen Saison sieht, warum es eine Serie von 3 Niederlagen in Folge gab und warum das Pokalspiel gegen Landesligist Auswahl Ridnauntal für das Team zu einem wichtigen Spiel wurde, erzählt der 29-Jährige im SportNews-Interview.


Wie zufrieden kann Vahrn mit dem derzeitigen Verlauf der Saison sein?

Edenhauser: „Im Großen und Ganzen kann man mit dem bisherigen Verlauf sehr zufrieden sein. Wir haben 21 Punkte auf dem Konto und das kann sich schon sehen lassen.“


Welches Meisterschaftsziel hat dein Verein zu Beginn der Saison ausgegeben?

„Die Vereinsführung hat als klares Ziel den Klassenerhalt ausgegeben. In den letzten beiden Saisonen waren wir die längste Zeit immer hinten drinnen. Von dort weg zu kommen, hat immer wahnsinnig viel Kraft und zusätzlich Glück gebraucht. Deshalb ist als Nebenziel auch der Wunsch da, so früh als möglich die Klasse zu sichern und nicht wieder hinten hinein zu rutschen.“


Das scheint euch heuer auch zu gelingen?

„Ja, bis jetzt schaut es gut aus. Den Aufstieg sollen sich andere ausmachen. Der Aufstieg ist für uns auch kein Thema. Sollten wir frühzeitig den Klassenerhalt schaffen, dann gibt uns das die Gelegenheit in der Rückrunde einige Nachwuchsspieler mehr einzusetzen. Ein weiteres Ziel ist eh schon fast erreicht. Im heurigen Team bin ich der einzige Auswärtige, wenngleich auch ich schon seit einiger Zeit mit meiner Familie in Vahrn wohne. Ein besonders toller Nebeneffekt, wenn alles Einheimische auf dem Feld stehen, ist, dass auch viel mehr Zuschauer kommen, denn jeder im Dorf kennt jemand in der Mannschaft und will das auch live mitverfolgen.“

Lukas Edenhauser spielte für den SSV Brixen und den FC Südtirol.


Ende September bis Anfang Oktober gab es eine Serie von drei Niederlagen in Serie. Pleiten setzte es gegen Kiens, Reischach und Rasen Antholz. Was war der Grund?

„Wir sind relativ gut mit 2 Siegen und einem Remis in die neue Saison gestartet. Vielleicht hat man sich dann gedacht, das läuft heuer alles von alleine. Die Negativserie hat uns gelehrt, dass dem nicht so ist. Die Mannschaft hat dann aber gemeinsam die Situation analysiert und wir waren zum Glück imstande den Schalter wieder umzulegen. Danach gab es eine Serie von 3 Siegen und 2 Unentschieden. Ganz typisch war das letzte Spiel gegen Barbian Villanders. Wir siegten in diesem ausgeglichenen Spiel knapp mit 2:1. Warum haben wir gewonnen? Weil wir in der Tabelle weiter vorne stehen und Barbian Villanders ganz hinten liegt. Diese Erkenntnis kenne ich nur zu gut, denn genau das ist uns in den letzten beiden Jahren öfter als uns lieb war passiert. Zumindest ebenbürtig gespielt und am Ende ohne Punkte dagestanden.“


Mit Manuel Rella steht heuer ein neuer Übungsleiter an der Linie. Mitunter ein Grund, dass es besser läuft?

„Ich habe in den letzten Jahren mit sehr vielen Trainern zusammengearbeitet. Jeder hat seine Guten Seiten, aber auch seine weniger guten Seiten. Am Ende kommt es darauf an, ob der Trainer mit seinen Schwerpunkten, Eigenschaften und Zielen zum Verein passt. Trainer Rella hat es mit Sicherheit geschafft die Schnittstelle zwischen erfahrenen Spielern und talentierten Nachwuchsspielern zu überbrücken. Die Stimmung in der Kabine ist hervorragend. Junge und alte Spieler ziehen alle am selben Strang.“


Ende August gab es das Pokalspiel gegen die Auswahl Ridnauntal. Für Vahrn vielleicht kein besonderes Spiel. Für euren Trainer Manuel Rella hingegen war es ein besonderes Match, denn es ging gegen seinen Bruder Renè.

„Das stimmt. Für uns war es grundsätzlich ein Spiel wie jedes andere. Ein Pokalspiel. Man hat aber die ganze Trainingswoche bis zum Wochenende hin gemerkt, dass es für unseren Trainer etwas Besonderes ist. Nicht nur weil auf der anderen Seitenlinie sein Bruder steht, sondern auch weil er von dort kommt und auch schon als Co-Trainer im Ridnauntal tätig war.“


Am Ende habt ihr eurem Coach eine Freude bereitet.

„Wir haben glücklich im Elfmeterschießen gewonnen. Damit haben wir unserem Trainer sicherlich viel Freude bereitet.“


Zum Hinrundenabschluss steht noch das Spiel gegen Latzfons Verdings auf dem Programm.

„Das wird mit Sicherheit ein interessanter letzter Hinrundenspieltag, denn punktemäßig sind wir heuer nah beieinander. Zudem ist dieses Duell für uns ein Derby, das immer für Brisanz und Gesprächsstoff sorgt. Wenn wir das auch noch gut überstehen, dann kann man von einer guten Hinrunde sprechen.“

Lukas Edenhauser: Zur Person

  • Geboren ist Angreifer Lukas Edenhauser am 24. Jänner 1993 in Bozen
  • Er wohnt zusammen mit Freundin Alexandra und seinem 3-jährigen Sohn in Vahrn
  • Beruflich ist der fast 30-Jährige im Bereich der erneuerbaren Energien tätig
  • Fußballerisch hat Edenhauser in seiner Heimatgemeinde Feldthurns die 1. Schritte gemacht
  • Im Mittelschulalter wechselte er nach Bozen zum FC Südtirol und spielte dort in der B-Jugend und A-Jugend
  • Noch im A-Jugendalter wechselte der Stürmer zum SSV Brixen
  • Im Erwachsenenalter lief er entweder für den SSV Brixen oder für Vahrn auf

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