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Der Haslacher SV steht nach drei Spielen an der Tabellenspitze der 1. Amateurliga Gruppe A. © M. Dorn

Guter Start, doch Haslach bleibt am Boden: „Abgerechnet wird am Ende“

Es sind zwar erst 3 Spieltage absolviert, trotzdem staunt man nicht schlecht, wenn man sich die Tabelle der 1. Amateurliga Gruppe A ansieht. Der Haslacher SV rangiert ohne Niederlage, zusammen mit Landesabsteiger Riffian Kuens auf dem 1. Tabellenplatz.

Noch verwunderlicher sind die letzten beiden Spieltage. Nach einem torlosen Remis zum Saisonauftakt auswärts gegen Gargazon, folgte ein 6:0-Sieg zu Hause gegen Schluderns und am letzten Spieltag ein 5:1 Auswärtserfolg gegen Aldein Petersberg. HSV-Sektionsleiter Dieter Obexer drückt trotz der Erfolge stark auf die Euphoriebremse. Was sich aber im Verein und in der Mannschaft im Sommer getan hat, wie man den letztjährigen Topskorer Lukas Springeth ersetzt und was die Ziele des Bozner Vorstadtvereins sind, erklärt der 40-Jährige im SportNews-Gespräch.


SportNews: Haslach mit 7 Punkten, ohne Niederlage, an der Tabellenspitze. Ein ungewöhnliches Bild oder?

Obexer: „Ja, eigentlich schon. Aber man muss einiges auch beachten. Es sind erst 3 Spieltag absolviert und es kann noch sehr viel passieren. Vielleicht sind wir zum Saisonauftakt auf zurzeit schwächere Teams gestoßen. Aber auch das kann sich schnell ändern. Abgerechnet wird am Ende der Saison und nicht nach 3 Spieltagen.“


In der abgelaufenen Saison sicherte sich der HSV erst in einem Entscheidungsspiel und einem 2:0-Sieg nach Verlängerung gegen Gargazon den direkten Klassenerhalt. Hat man im Sommer darauf reagiert?

„Auf jeden Fall. Unser erstes Ziel war den Kader quantitativ zu erweitern. Das bedeutet, dass wir jetzt eine Mannschaft haben die 27 Spieler zählt. Diese 27 Spieler sind von der Qualität her alle ungefähr gleich stark. Das heißt, dass sich die Mannschaft bei Wechsel während des Spiels kaum verändert und wir über 90 Minuten lang mit derselben Qualität spielen können.“


Mit Lukas Springeth verließ der Topscorer der abgelaufenen Saison Haslach in Richtung Terlan in die Landesliga. Anscheinend wurde dieser Verlust mit 11 Toren in 3 bzw. in Wirklichkeit in 2 Spielen schnell kompensiert?

„Einen Torjäger wie wir in der letzten Saison mit Lukas Springeth hatten, haben wir heuer vermutlich nicht und Springeth ist auch nicht so leicht zu ersetzen. Andererseits haben wir aber versucht das Toreschießen auf mehren Schultern zu verteilen. Ich glaube, das hat die Mannschaft schon verinnerlicht, denn beim 5:1-Sieg gegen Aldein Petersberg haben 3 Tore, 3 verschiedene Mittelfeldspieler erzielt. Der „Ersatz“ für Springeth ist grundsätzlich Simone Chiarello und der hat auch schon 2 Treffer erzielt.“


Auch die Abwehr wurde verstärkt…

„Das stimmt. Ich glaube das war im letzten Jahr unsere Schwäche. Wir haben fast 70 Tore bekommen, also im Schnitt über 2 Treffer. Teilweise mussten wir 3 Tore erzielen, um zumindest einen Punkt zu ergattern. Diesen Umstand wollten wir heuer unbedingt verbessern und ich glaube mit Benjamin Fodor und Philip Perlongo haben wir zwei Innenverteidiger geholt, die uns diese Stabilität geben.“


Was hat sich im Vereinsumfeld getan?

„Seit dieser Saison ist unser ehemaliger Stürmer Cescare Scaratti unser sportlicher Leiter. Als Teammanager fungieren daneben Jürgen Nestl und Stefano Corrado. Ich bin mir sicher, dass wir auch im Betreuerstab, neben den Trainern die die Verantwortung und Organisation auf dem Feld übernehmen, gut aufgestellt sind und unseren Spielern die bestmögliche Unterstützung bieten können.“


Welche Ziele hat der Haslacher SV?

„Das Ziel ist wie immer der Klassenerhalt. Nach 3 Spieltagen vom Aufstieg zu reden wäre fußballerischer Selbstmord. Die Landesliga wird für uns wohl nie ein Ziel werden. Ich bin schon froh, wenn wir nicht mehr eine solche nervenaufreibende Saison wie die letztjährige erleben müssen. Das muss unser Ziel sein und dafür werden wir, wie schon in den letzten Jahren alles geben.“

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