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Patrick Burger ist der neue Trainer von Plose. © Teis Villnöß / Social Media

Nach dem tiefen Fall: Plose plant den Neuanfang

„Die Enttäuschung ist sicher groß bei uns“, sagt Max Tinkhauser. Er ist der sportliche Leiter von Plose und musste mit seinem Klub vor wenigen Wochen den bitteren Gang in die 2. Amateurliga hinnehmen.

Plose ist ein Verein mit einer speziellen Geschichte. Von 2012 bis 2014 spielten die Fußballer aus dem 1500-Seelen-Ort St. Andrä in der Oberliga und sorgten so für das glorreichste Kapitel der Vereinsgeschichte. Von diesen Zeiten kann man bei den Eisacktalern aktuell aber nur träumen: Denn am diesjährigen 29. Mai wurde der bittere Abstieg in die 2. Amateurliga besiegelt. Letztmals waren die Eisacktaler dort in der Saison 1990/91 vertreten. Ein bitterer Abstieg, für den auch Max Tinkhauser keine exakte Erklärung hat.


„Als wir in der Oberliga gespielt haben, hat wirklich alles zusammengepasst. Die Spieler, der Ehrgeiz, die Qualität, die Einstellung – da ist einfach alles glatt gelaufen“, so der sportliche Leiter, der es treffend beschreibt: „Für so einen kleinen Dorfverein wie wir es sind, war es eine Ausnahmesituation. Als danach einige Leistungsträger weggefallen sind, wussten wir, dass wir es schwerer haben werden.“

Michael Burger (in blau) geht weiterhin für Plose auf Torjagd. © Andrea Giacomelli


Solche Leistungsträger waren Matthias Regele, Roman Prosch, Hansjörg Stockner oder Günther Fischer. Wobei die beiden Letztgenannten schon seit längerem zurückgetreten sind, aber immer wieder ausgeholfen haben. „Dass es so weit runtergeht, das hätten wir uns nicht gedacht“, so Tinkhauser. Den Kopf in den Sand steckt man in St. Andrä deshalb aber nicht – im Gegenteil. Die Planungen für den Neuanfang laufen schon auf Hochtouren.
Patrick Burger ist der neue Trainer
So wird im kommenden Fußballjahr ein neuer Trainer das Sagen an der Seitenlinie haben. Patrick Burger, früher Torhüter und zuletzt Trainer bei Teis Villnöß, übernimmt beim Traditionsverein. Dabei wird es zu einer ganz besonderen Konstellation kommen: Denn bei Plose trifft „Buge“ auf seinen Bruder Michael Burger, der im Angriff für die nötigen Tore sorgen soll.

Nicht mehr dabei sind unterdessen die Vereinslegenden Hansjörg Stockner und Günther Fischer, die sich fix in die Altherren-Mannschaft verabschiedet haben. Dafür sollen einige Spieler, die mit dem Fußball aufgehört haben, reaktiviert werden. Das Grundgerüst der Mannschaft bilden weiterhin Matthias Stockner, Thomas Knoflach, Maximilian Oberhauser, Michael Burger sowie die Messner-Brüder Raphael und Florian.

Thomas Knoflach geht mit Plose in die 2. Amateurliga. © David Laner


„Unser Ziel ist es, allen, die auf dem Berg Fußball spielen wollen, eine Möglichkeit hierfür zu bieten. Die Spieler sollen sich zum Verein hingezogen fühlen. Und natürlich wollen wir die Lust und die Freude wieder entfachen. Danach werden wir als Mannschaft auch so auftreten, dass der Erfolg kommt. Wenn es mit dem Wieder-Aufstieg in die 1. Amateurliga klappen sollte, dann gut, aber das ist nicht das primäre Ziel“, so Max Tinkhauser abschließend.

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Kommentare (1)

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markus oberhuber [melden]

Wenn Herr Tinkhauser keine Erklärung hat, kann ich sie ihm geben. Die Mannschaft ist einfach zu schlecht und ohne Corona wäre der ASC Plose schon früher abgestiegen und inzwischen vielleicht noch eine Klasse tiefer. Von der Oberliga zu sprechen ist so, wie wenn der TSV 1860 München über die Deutsche Meisterschaft spricht.

30.06.2022 22:34

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