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Aaron Malleier hat mit Nals ein kurioses letztes Spiel hinter sich.

Nals-Stürmer Aaron Malleier: „Wir geben nicht auf“

Der FC Nals zog diese Saison aus, um endlich wieder die Rückkehr in die Landesliga zu feiern. Nach 10 Spielen liegen die Etschtaler in der 1. Amateurliga (Gruppe A) – mit einem Spiel weniger und 10 Punkten Rückstand auf Tabellenführer Salurn – auf dem 5. Tabellenplatz. SportNews hat sich mit Stürmer Aaron Malleier über die Situation unterhalten.

Am letzten Spieltag im Heimspiel gegen Meran sah es bis kurz vor Spielende so aus, als würde der Rückstand noch größer werden, da Nals wegen einer Verletzung und ausgeschöpftem Wechselkontingent nur mehr mit 10 Mann auf dem Feld stand. Am Ende konnten die Nalser doch noch über die 3 Punkte jubeln. Wie das möglich war, ob Nals den Aufstieg schon ad acta gelegt hat und welches gemeinsame Ziel er, sein Zwillingsbruder Dennis und Ivan Dalceggio haben, erklärt Aaron Malleier im SportNews-Interview.



SportNews: Herr Malleier, am letzten Sonntag mussten Sie wegen einer Verletzung vom Feld. Wie schlimm ist die Verletzung?

„Mir geht es den Umständen entsprechend gut. Im Spiel gegen Meran erlitt ich eine Zerrung am linken Oberschenkel. Diese Woche werde ich pausieren, ich hoffe die nächste Woche wieder mit Lauftraining beginnen zu können. So genau weiß ich das aber nicht, denn ich hatte vorher noch nie eine Zerrung.“


Bereits vorher hat der Verletzungsteufel bei Nals ordentlich zugeschlagen...

„Grundsätzlich haben wir heuer ein Verletzungspech. Immer wieder erwischt es den einen oder anderen, zeitweise sogar an die 10 Spieler. Gegen Meran wurde nach 3 Minuten Torhüter Ivan Taibon am Kopf getroffen. Nach einigen Minuten war klar, dass er nicht weiterspielen konnte, denn bereits im Spiel gegen Salurn am 5. Spieltag wurde er am Kopf getroffen. Diesmal musste die Verletzung im Krankenhaus mit 5 Stichen genäht werden. Zum Glück haben wir mit Max Egger einen Reservetorhüter, der Ivan mehr als würdig vertrat. 10 Minuten später erwischte es Juri Oberkalmsteiner. Nach einem Kontrast fiel er unglücklich auf die Hüfte, die er bereits einmal operieren musste. Dadurch war auch bei ihm Feierabend. Längere Zeit fehlen wird auch Michael Osti, der am Fuß operiert werden muss.“


Es lief am Sonntag die 68. Minute und es stand 1:1. Bei Ihnen ging es wegen einer Zerrung nicht mehr weiter, das Wechselkontingent war aber schon erschöpft. Ihre Mannschaft musste zu zehnt weiterspielen...

„Ja, so war es. Ich blieb auf der Reservebank und dachte mir: Jetzt hinten alles dicht machen und zumindest einen Punkt nach Hause tun. Dann kassierten wir in der 88. Minute nach einem ungenauen Rückpass das 1:2. Ich sah schon den Punkt davonschwimmen, doch praktisch im Gegenzug konnte Martin Huber ausgleichen. Erneut der Gedanke: Es fehlen nur noch wenige Minuten, jetzt den Punkt absichern. Alle feuerten die Spieler an, die wenigen Minuten noch durchzuhalten. Dass wir dann noch zu zehnt den Siegtreffer mit Ivan Dalceggio erzielen konnten, war unglaublich. Die Freude nach dem Spiel war groß. Wir hatten in einigen Spielen Pech, diesmal stand das Glück auf unserer Seite.“

„Durch die vielen Verletzungen trainierten wir oft nicht einmal mit 11 Spielern.“ Aaron Malleier


Nals startete in diese Saison als Mitfavorit auf den Aufstieg. Warum klappt es heuer nicht so, wie in der abgebrochenen Corona-Saison?

„Stimmt. Wir wollten dort anschließen, wo wir in der letzten Saison aufgehört haben. Nach 8 Spielen hatten wir 7 Siege in der Tasche. Heuer starteten wir auch gut, die Mannschaft ist fast die gleiche wie voriges Jahr. Dass es nicht so läuft hat einmal mit der ellenlangen Verletzungsliste zu tun und dann glaube ich rückblickend einen Knacks beim 2:2 gegen Salurn in der Mannschaft vernommen zu haben. Wir waren bis fast zum Schluss mit 2:0 in Front und mussten in den Schlussminuten noch das 2:2 hinnehmen. Da erkannten wir, es geht nicht so leicht wie wir meinten und danach war die Leichtigkeit in unserem Spiel verloren gegangen. Durch die vielen Verletzungen trainierten wir oft nicht einmal mit 11 Spielern. Das macht das Training auch schwieriger.“


Gibt der FC Nals diese Saison schon auf und überlässt anderen den Aufstieg?

„Nein, das ganz sicher nicht. Klar wir sind einige Punkte zurück. In dieser Liga kann aber jeder jeden schlagen und deshalb ist noch lange nicht sicher, dass auch Salurn am Ende das Rennen machen wird, wenngleich ich sagen muss, dass Salurn zu den stärksten Teams in diesem Kreis gehört. Sie sind aber auf keinen Fall besser als wir. Es fehlen noch 4 Spiele in der Hinrunde und noch die ganze Rückrunde. Sollten wir die Verletzungen besser in Griff bekommen, dann können wir auch einiges aufholen. Wir geben nicht auf, die Meisterschaft ist noch lange nicht entschieden. Jetzt gilt es als erstes die letzten 4 Spiele der Hinrunde ohne größere Schäden zu überstehen. Mit Schluderns haben wir am Wochenende bereits den nächsten unbequemen Gegner und das auch noch auswärts.“

Am Wochenende feierte Nals einen spektakulären Last-Minute-Sieg. © FC Nals/Social Media


Sie werden in wenigen Tagen 33 Jahre alt, wie lange spielt Aaron Malleier noch Fußball?

„Ich wollte und will weiterhin mit Nals die Meisterschaft gewinnen und in die Landesliga aufsteigen. Sollte das heuer nicht gelingen, dann muss ich noch mindestens ein Jahr anhängen. Und dann gibt es noch ein Ziel: Mein Zwillingsbruder Dennis, Ivan Dalceggio und ich sind seit unserer Kindheit Freunde und haben auch meist zusammen bei Nals gespielt. Unser Ziel ist es , noch so lange wie möglich für unseren Heimatverein zu spielen und dann auch gemeinsam unsere Karriere zu beenden.“


Ihr Zwillingsbruder Dennis kam bei Nals heuer erst einmal zum Einsatz. Warum?

„Das stimmt. Er stand einige Zeit nicht zur Verfügung, da er sich zusammen mit Mitspieler Patrick Christanell und dem ehemaligen Nals-Spieler Christian Kröss auf den Jakobsweg begab. Jetzt ist er aber zurück und wieder voll einsatzfähig.“

Zur Person

  • Aaron Malleier ist am 6. November 1988 geboren, 15 Minuten vor seinem Zwillingsbruder Dennis.
  • Insgesamt absolvierte der fast 33-Jährige 270 Meisterschaftsspiele. 207 Einsätze für den FC Nals (Landesliga und 1. Amateurliga), 63 Spiele für Obermais (Landesliga und Oberliga).
  • Insgesamt erzielte er 88 Tore (81 für Nals, deren 7 für Obermais)
  • Am meisten Treffer erzielte Aaron Malleier in der Saison 2011/12, als er in 25 Spielen 20 Mal einnetzte.
  • In der darauffolgenden Saison noch einmal 16 Tore bei 24 Einsätzen.
  • In der wegen Corona abgebrochenen Saison 2019/20 kam er in 15 Spielen auf 10 Treffer.
  • Beruflich ist er als selbstständiger Vertreter für Julius Meinl unterwegs.

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Schlagwörter: Fussball Amateurfußball

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