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Strahlen um die Wette: Martin Ritsch mit seiner Tochter Mia. © T. Debelyak

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Strahlen um die Wette: Martin Ritsch mit seiner Tochter Mia. © T. Debelyak

Rekord, Zukunft, privates Glück: Martin Ritsch im Rampenlicht

Auch mit bald 36 Jahren ist Martin Ritsch noch eine absolute Ausnahmeerscheinung im Südtiroler Amateurfußball. Nachdem er seinen ASV Kiens in die Landesliga geschossen hatte, zeigte sich der Brixner in Plauderlaune.

Thomas Debelyak

Von:
Thomas Debelyak

Die Achillessehne schmerzte, das Gehen wurde zur Qual. Und doch strahlte Martin Ritsch am Samstagabend unter dem Schlernmassiv mit der untergehenden Sonne um die Wette. Mit seinem ASV Kiens machte der 35-jährige Ausnahmespieler den Aufstieg in die Landesliga klar: Im Entscheidungsspiel der Vize-Meister der 1. Amateurliga setzten sich die Pusterer mit 3:1 gegen St. Martin Moos durch – mit einem Ritsch, der mit seinem zwischenzeitlichen 1:1 die Wende herbeiführte.


Unglaublich, aber wahr: Es war dies das 29. Saisontor des Brixners. 28 Treffer hatte er in der Meisterschaft erzielt, nun folgte ein weiterer im Entscheidungsspiel. Damit knackte Ritsch, der für viele als der beste Amateurfußballer des Landes gilt, seinen persönlichen Torrekord. So viele Buden waren dem Mittelfeldspieler (!) in einer Saison noch nie gelungen.

Martin Ritsch wird von seinen Teamkollegen bejubelt. © T. Debelyak

Martin Ritsch wird von seinen Teamkollegen bejubelt. © T. Debelyak


„Eigentlich wollte ich heuer die 30 knacken, aber dann habe ich mich leider verletzt und es nicht geschafft. Doch das ist am Ende egal, denn was zählt, ist die Mannschaft. Und da ist heute allen ein Stein vom Herzen gefallen. Dieser Sieg wird in die Kiener Geschichte eingehen“, so Ritsch.
„Wie wir reagiert haben, das macht mich stolz.“ Martin Ritsch

Bemerkenswert ist die Leistung von Kiens insofern, weil es erst vor wenigen Tagen eine niederschmetternde Niederlage gegeben hat. Im großen Finale um den Meistertitel kassierten die Pusterer eine 1:4-Schlappe gegen Latzfons Verdings und mussten so ins Entscheidungsspiel. „Gegen Latzfons sind wir nach einer Minute in Rückstand geraten und haben klar verloren. Auch heute (Samstag, Anm. d. Red.) bekamen wir nach wenigen Sekunden ein Gegentor, dieses Mal haben wir aber richtig reagiert. Das macht mich stolz“, so Ritsch, der mit seinen Kienern anschließend ausgiebig feierte.

Die Lust auf Fußball ist noch groß

Und wie sieht die Zukunft des Ausnahmespielers aus? „Jetzt bin ich erst einmal froh, dass Pause ist. Mir tut ehrlich gesagt alles weh“, lacht der Brixner. „Die Lust auf Fußball ist aber nach wie vor groß, deshalb denke ich schon, dass ich in der kommenden Saison wieder auf dem Feld stehen werde.“

Einige Fotos vom Entscheidungsspiel zwischen Kiens und St. Martin Moos:


Kiens wird das Landesliga-Abenteuer also aller Voraussicht nach mit seinem Star in Angriff nehmen. Und vielleicht mit einem weiteren Top-Spieler? Unter anderem ist der Ahrntaler Knipser Stefan Pareiner, der vor wenigen Wochen eigentlich seine Karriere beendet hat, ein heißes Thema bei Kiens.

Großes Familienglück im Hause Ritsch

Ritsch will nun unterdessen eine wohlverdiente Sommerpause genießen – und zwar mit seiner Familie. Erst vor zwei Wochen wurde der Mittelfeldspieler zum zweiten Mal Papa, als seine Freundin Vera die kleine Zoe zur Welt brachte. Zoe war – genauso wie ihre 4-jährige Schwester Mia und Mama Vera – am Samstag dabei, als der Papa mit seinen Kienern den grandiosen Aufstieg in die Landesliga feierte. Das rundete den perfekten Tag des Martin Ritsch ab.

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