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Kapitän Elvin Reka, der zuletzt auch als Spielertrainer fungierte, wird den Club nach vielen Jahren verlassen.

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Kapitän Elvin Reka, der zuletzt auch als Spielertrainer fungierte, wird den Club nach vielen Jahren verlassen.

Riesen-Umbruch bei Olimpia Meran: „Drei Stammspieler bleiben“

Olimpia Meran war eine der Überraschungsmannschaften der abgelaufenen Landesliga-Saison. Der Aufsteiger aus der Kurstadt landete auf Anhieb in den Top 3 – und das, obwohl sich Trainer-Mastermind Max Bertinato im Winter für ein Engagement bei der eigenen A-Jugend entschied.

Jetzt gibt es in Meran einen großen Umbruch. Stützen wie Kapitän und Spielertrainer Elvin Reka (Ulten), Luca Fedel (Partschins), Tormann Emanuele Gentile (Lavis) oder Armando Kozi (wird mit mehreren Oberligisten in Verbindung gebracht) sind weg. Dafür kehrt Bertinato auf den Trainerstuhl zurück.


Kompliment zur tollen Meisterschaft von Olimpia: Als Aufsteiger auf Rang drei vorgeprescht hinter Bruneck und Naturns – überrascht?

Max Bertinato: „Ich muss weiter ausholen: Es ist das Ergebnis von fünf Jahren harter Arbeit. Wir sind damals quasi bei Null gestartet, wurden dafür belächelt, weil wir viermal die Woche trainiert haben. Seit zwei Jahren ernten wir die Früchte dieser Arbeit mit Pokalsieg, Aufstieg und jetzt Rang drei. Alle Spieler haben eine riesige Entwicklung durchgemacht. Das hat Begehrlichkeiten geweckt, mit dem Ergebnis, dass es im Hinblick auf die neue Saison einen radikalen Schnitt gibt.“


Inwiefern?
„Vom letztjährigen Stammpersonal werden mit Ilir Skuka, Khalid Muneeb und Sabian Shahimi nur mehr drei mit in die neue Saison gehen. Den Rest des Kaders bilden A-Jugendspieler der Jahrgänge 2009 und 2010 sowie fünf bis sechs Juniorenspieler des FC Obermais. Das wird eine riesige, faszinierende Herausforderung. Ich bin gespannt, ob wir mit diesem Gerüst die Klasse halten können. Ich freue mich auf die Challenge.“

„Ich mache diese Arbeit aus purer Passion, ohne dass ich Geld dafür nehme.“ Max Bertinato, Trainer Olimpia Meran


Sind Sie nicht müde vom Trainerjob?

„Ich bin jetzt 67 Jahre alt. Seit ich 29 Jahre alt bin, mache ich Trainer. Ich habe 15 Meistertitel errungen, dazu einige Pokalsiege. Es macht mir noch immer großen Spaß, die jungen Spieler weiter zu bringen, ihnen etwas zu lernen, sie zu entwickeln, ihnen eine Siegermentalität einzuimpfen. Für mich ist nicht das technische Können entscheidend, sondern die Mentalität. Ich mache diese Arbeit aus purer Passion, ohne dass ich dabei Geld verdiene. Im Gegenteil, ich pumpe aus eigener Tasche Geld in den Verein. Wir haben 350 Spieler, dazu 57 Mitarbeiter zwischen Trainern, Co-Trainern und Betreuern.“


Sie haben nach der Hinrunde Ihr Traineramt überraschend zurückgelegt, um sich um die A-Jugend zu kümmern. Jetzt übernehmen Sie wieder: Woher dieser Sinneswandel?

„Ich habe mich damals bewusst zur Seite gestellt, weil ich verstehen wollte, ob in unserer A-Jugend wirklich keine brauchbaren Talente sind. Jetzt sind ganz viele einen großen Schritt weiter, anderen werde ich die Zeit geben. Fakt ist, dass viele Spieler, mit denen ich die letzten fünf Jahre gearbeitet habe, bei anderen Klubs viel mehr verdienen können. Deswegen bin ich nicht enttäuscht, denn das gehört zum Geschäft. Mich freut es, dass fast alle in höherklassige Vereine gewechselt sind. Dass dieser Erfolgszyklus gesprengt wurde, schmerzt. Aber Zyklen sind da, um zerstört zu werden.“

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