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Kehrt zu seinem Heimatverein Ahrntal zurück: Robert Niederkofler. © David Laner

Robert Niederkoflers Ahrntal-Rückkehr: „Eine reizvolle Aufgabe“

Lange war der SSV Ahrntal in der abgelaufenen Saison mittendrin im Titelkampf gewesen. Doch am Ende war die Konkurrenz, sprich Weinstraße Süd, einfach abgeklärter. Die Planungen für die neue Saison sind schon fortgeschritten – inklusive einiger klingender Namen, die nicht nur den Kader betreffen.

Was die Transfers betrifft, ist es beim SSV Ahrntal für gewöhnlich immer ruhig. Das ist in diesem Jahr nicht anders. Die „Teldra“ haben mit Michael Gruber (Bruneck), Simon Harrasser (Stegen) und Jonas Wierer (Kiens) drei interessante Namen für die neue Saison verpflichtet, ansonsten ändert sich in der Mannschaft des Landesligisten nicht viel. Eine große Veränderung gab es dafür außerhalb des Platzes: Mit Robert Niederkofler ist nämlich ein alter Bekannter ins „Toule“ zurückgekehrt. Allerdings nicht als Spieler oder Trainer, sondern als sportlicher Leiter.


Niederkofler war früher ein hochtalentierter Verteidiger, der in der Jugend des FC Südtirol gespielt und mit diesem Klub auch die Serie D gewonnen hat. Später lief er bei Brixen, Stegen, vor allem aber bei seinem Heimatverein Ahrntal auf. Im „Toule“ war er eine prägende Figur des zehnjährigen Oberliga-Abenteuers. 2018 beendete „Bobo“ seine Karriere und wurde Trainer bei Steinhaus in der 2. Amateurliga. Für vier Jahre betreute er den Pusterer Klub, den er heuer auf Platz 2 und somit an die Schwelle des Aufstiegs geführt hat. Vorerst war es das aber mit der Trainerlaufbahn, denn der 41-Jährige wird als sportlicher Macher zu seinem Heimatverein Ahrntal zurückkehren.

„Natürlich hätte es mir gefallen, als Trainer weiterzumachen, doch der Reiz, zum Heimatverein zurückzukehren, war zu groß.“ Robert Niederkofler

„Vor zwei Monaten hat mich Ahrntals Präsident Andreas Stolzlechner kontaktiert und gemeint, dass er eine reizvolle Aufgabe für mich hätte. Ich sollte der neue sportliche Leiter werden – eine Rolle, die im Toule in den letzten Jahren nie so richtig ausgefüllt worden war“, erklärt der sympathische Niederkofler und ergänzt: „Wir sind mit Steinhaus heuer auf Platz 2 in der 2. Amateurliga gelandet. Natürlich hätte es mir gefallen, da weiterzumachen, aber der Reiz, zum Heimatverein zurückzukehren, war zu groß.“
Wohin will der SSV Ahrntal?
Als sportlicher Leiter fungiert Niederkofler nun also als Kader-Architekt und kann die Zukunft des Vereins aktiv mitgestalten. Wohin er den renommierten Verein aus dem Osten Südtirols manövrieren will? „Das Hauptziel bleibt weiterhin, mit so viel wie möglich einheimischen Fußballern zu spielen. Im nächsten Landesliga-Jahr wollen wir wieder einen Top-5-Platz holen. Langfristig wäre es natürlich schön, in die Oberliga zu kommen. Unser Credo ist jedoch: Wir können, müssen aber nicht aufsteigen.“

Robert Niederkofler (links) im Duell mit Ex-Profi Joachim Degasperi, der hier für St. Georgen gespielt hat. © Franz Griessmair


Dass Ahrntal das Zeug hat, vorne mitzuspielen, haben die „Teldra“ in der abgelaufenen Saison bewiesen. Deshalb wird der Kader auch nicht groß verändert. Trainer bleibt weiterhin Jürgen Großgasteiger, der von Richard Maurer (er ist Spieler-Co-Trainer) unterstützt wird. Neu dazugekommen sind wie erwähnt Gruber, Wierer und Harrasser, wobei Letztgenannter noch an den Folgen eines Kreuzbandrisses laboriert und wohl erst im Laufe der Meisterschaft einsatzfähig sein wird.
Die Aushängeschilder bleiben an Bord
Ein Fragezeichen steht hinter Innenverteidiger Benjamin Zimmerhofer, der eine bärenstarke Saison absolviert hat. Er zog sich im Saison-Finish einen Kreuzbandriss zu, könnte diese Verletzung aber auf konservative Weise behandeln und früher als gedacht zurückkommen. Nicht mehr mit dabei ist Maximilian Hofer, den es zu Bruneck zieht. Zudem werden Jacob Brunner und Hannes Zonta aus Studiengründen wegfallen. Stürmer Philipp Bachlechner hatte die Mannschaft schon während der vergangenen Rückrunde verlassen und könnte bei St. Georgen anheuern.

Ansonsten bleibt im Toule alles gleich: Auch die Aushängeschilder David Zimmerhofer, Patrick Psenner und Stefan Pareiner sind weiterhin mit dabei. „Es wird eine spannende Saison werden, ich und wir freuen uns schon darauf“, ist die Begeisterung bei Robert Niederkofler & Co. groß.

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