a Amateurligen

Simon Breitenberger, Stürmer von Ulten, wird länger ausfallen.

RÜCKPASS | So bitter kann der Fußball sein

Für Ulten-Stürmer Simon Breitenberger gab es am vergangenen Sonntag einen immens bitteren Nachmittag. Was das mit den Toten Hosen und einem Tesla zu tun hat, gibt’s im SportNews-Rückpass.

TATORT 1. Amateurliga: Ein unfassbares Pech
Es vergeht in Fußball-Südtirol kaum ein Meisterschaftsgewinn, ein besonderer Sieg oder ein spezieller Mannschaftsabend, ohne dass im Freudentaumel zu später Stund aus irgendeiner Lautsprecher-Box die Stimme des berühmt-berüchtigten Toten-Hosen-Frontmann Campino dröhnt. „An Tagen wie diese“, hört man da, „wünscht man sich Unendlichkeit.“ Dann gibt es aber auch Tage, an denen wünscht man sich alles, außer Unendlichkeit. So einen erlebte am vergangenen Sonntag Simon Breitenberger, Top-Stürmer von Ulten.


Breitenberger, das muss den weniger Ulten-affinen Fußballfans in Südtirol erklärt werden, netzt für seinen Heimatverein schon seit Jahren so verlässlich ein wie ein Fischkutter an der Amalfiküste. Nach seinem kurzen Intermezzo bei St. Martin Moos in der Landesliga stürmt er seit heuer wieder für die Ultner, für die er bisher nicht nur vier Tore geschossen hat, sondern dank seiner Physis auch für viel Wasserverdrängung vor dem gegnerischen Kasten sorgt und somit enorm wichtig ist. Am Sonntag aber erlebte Breitenberger einen bitteren Nachmittag – auch, weil es sein letztes Fußballspiel für lange Zeit gewesen sein wird.

Kreuzbandriss statt Tor
Das Duell gegen Schluderns verlief zunächst im Stile eines Teslas, sprich mit recht vielen Ecken. Eine davon führte zum frühen 1:0 für Ulten, eine weitere sollte ebenfalls für Wirbel sorgen: Nach 35 Minuten wurde Simon Breitenberger bei einem Eckball zu Boden gerissen, weshalb es Elfmeter gab. Diesen führte der Stürmer selbst aus und schoss vorbei.

In der Folge lieferten sich beide Teams ein umkämpftes Match, das Breitenberger in der Nachspielzeit hätte entscheiden können, doch im Eins-gegen-Eins mit dem gegnerischen Goalie behielt er die Nerven nicht. Wer weiß, wie sich die Sekunden und Minuten danach entwickelt hätten, wäre der Ball im Tor gelandet. So jedenfalls verdrehte sich der Ultner Torgarant bei einem Zweikampf unmittelbar nach dieser Großchance unglücklich das Knie und zog sich einen Kreuzbandriss zu. Wie brutal der Fußball doch sein kann. Unglaublich bitter für Breitenberger und den SV Ulten, der somit seinen Top-Stürmer verliert.

Empfehlungen

Kommentare (0)

Bestätigen Sie den Aktivierungslink in unserer E-Mail, um Ihr Konto zu verifizieren und Kommentare zu schreiben.
Aktivierungslink erneut senden
Vervollständigen Sie Ihre Daten: Die Eingabe von Adresse, Ort, PLZ & Telefon ist verpflichtend, um einen Kommentar absenden zu können.
Profil bearbeiten

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

© 2022 First Avenue GmbH