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Peter Binanzer hat in der Südtiroler Fußballszene seine Spuren hinterlassen.

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Peter Binanzer hat in der Südtiroler Fußballszene seine Spuren hinterlassen.

Südtirols Fußball trauert um Peter Binanzer

Vergangene Woche hat der Südtiroler Fußball mit Peter Binanzer eine große Persönlichkeit verloren. Ein Nachruf von Redakteur Andreas Vieider.

Die Telefonate mit ihm waren ein ständig wiederkehrendes Highlight, vor allem montags: Dort der Fußball-Lehrer aus Stuttgart, der seinen unverwechselbaren Schwaben-Dialekt mit dem Teldra-Einschlag auf unnachahmliche Art vermischte. Hier der „Dolomiten“-Schreiber, der sich ständig wunderte, wie ein „Deutscher“ es schaffte, im oft rauen Südtiroler Fußballgeschehen allergrößte Wertschätzung zu genießen.


Aber so war Peter Binanzer, der Mann, der seine legendäre schwarze Stoppuhr wohl auch beim Schlafen stets um den Hals trug: Angst? Fehlanzeige! Fehlender Mut? Von wegen! Offen für Neues? Immer! Tore schießen oder Tore verhindern? Schießen, schießen, schießen!

Er kam als Fremder und ging als waschechter Teldra

Als Peter Binanzer in den 1980er-Jahren der Liebe wegen nach Luttach ins Ahrntal kam, war er ein völlig unbeschriebenes Blatt. Er bekam trotzdem das Vertrauen, zunächst im „Toule“ zu trainieren, bei Ahrntal, Taufers, Steinhaus und Mühlwald. Dann auch in Gais, St. Georgen, Taisten, Mühlbach Vals (jetzt Gitschberg Jochtal), Natz, Brixen und zuletzt als langjähriger Jugendtrainer bei Bruneck.

Legendär war sein Coaching einer Eisacktal-Pustertal-Auswahl 1990, als man Österreich im Trainingslager in Brixen gewaltig ärgerte und nur 0:1 verlor. Peter Binanzer kam als Fremder nach Südtirol. Er ging nun nach schwerer Krankheit im Alter von 73 Jahren als waschechter Teldra, Freund und stets positiv denkender Mann, der bleibende Spuren hinterlässt. Ganz Fußball- und Tennis-Südtirol, vor allem aber seine vielen, vielen Schüler, werden ihn nie vergessen. Lebe wohl, Bini!

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